Nokia verkauft seine Handysparte an Microsoft, doch das Unternehmen behält weiterhin die HERE Navigationsplattform

„Vernimmt man die interessante Nachricht, dass Nokia seine Handysparte an Microsoft abtreten wird, fällt auf, dass das finnische Unternehmen die Geschäftssparte HERE behält. HERE ist die umbenannte Karten- und Verkehrsmanagementsparte von Navteq, welches in die Nokia Ortungpslattform integriert wurde, und welches Teil eines schnell wachsenden Marktes in der Automobilbranche ist. Zu der bereits vorhandenen Kundenbasis von Navteq im Hinblick auf digitale Navigationskarten, vorausschauende Fahrerassistenzsysteme (ADAS) und ihre jeweiligen Karten und Initiativen wie das so genannte „ecodriving“, enthüllte HERE vor kurzem einen vernetzte Autoplattform, die verschiedene Teile von Navteq integriert. In Kombination stellen HERE Auto, die dynamische HERE Cloud sowie der HERE Auto Companion Nokias grossen Schritt dar, eine komplett vernetzte Autoplattform anzubieten.

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Nokia ist zudem in Mirrorlink involviert, das an einer Smartphone-Integration der nächsten Generation arbeitet und der Replikation von Produkten mit mehr Inhalten, Apps und Richtlinien in Bezug auf die Fahrerablenkung. Nokias Intention, die sich dahinter verbirgt, ist die Umfirmierung des vorher bekannten Navteq und die separate Etablierung der Marke HERE, das damit weiterhin die Dominanz im Markt für Navigation und standortbezogene Dienste behält.

Microsoft hat mit Plattformen wie SYNC (Ford), Blue&Me (FIAT) und der wachsenden UVO-Partnerschaft mit Kia, deutliche Schritte in den vernetzten Markt gemacht. Das Hinzufügen von HERE mit seinen standortbezogenen Komponenten sowie Mirrorlink hätte die Microsoft-Linie zum vernetzten Auto zu einer interessanten Möglichkeit für Auto OEMs werden lassen, ähnlich was QNX mit der Car2-Plattform versucht. Diese bietet alle grundlegenden Funktionalitäten, eine Smartphone-Integration, Karten, Apps und so weiter.

Mit solch einer vollständigen Akquisition, hätte Microsoft eine komplette Produktlinie gewonnen, mit der das Unternehmen mit jedem Tier-1-Unternehmen hätte konkurrieren können. Nun hat Microsoft nur die Hardware-Kompenente.“