Maria Kempken „Es wird schwierig vom Zuschauer angenommen zu werden“

Maria Kempken ist eine deutsche Schauspielerin, die ab 2013 als zweite Darstellerin der Lena Bergmann in der Serie „Alles was zählt“ in einer Schwangerschaftsvertretung spielt.

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Maria Kempken

Maria, wenn Die Mutter Schauspielerin ist und der Opa Schauspieler war, war es für Dich da immer klar, dass Du auch Schauspielerin werden wirst oder gab es auch mal andere Ideen und Pläne?

Ich stand schon mit fünf Jahren auf der Bühne und wurde regelmäßig ins Theater mitgenommen. Da war der Weg natürlich früh vorgegeben. Tatsächlich habe ich aber zwischen meinem 13. und 15. Lebensjahr sehr bewußt darüber nachgedacht, ob ich das wirklich als  Hauptberuf machen möchte. Es gab auch andere Dinge, die mich zu Schulzeiten interessierten. Ich war beispielsweise auf dem Wirtschaftsgymnasium und hätte fast Wirtschaft als Leistungskurs genommen, habe mich dann aber für Geschichte entschieden, was mich immer noch sehr interessiert. Aber letztendlich konnte ich mir dann doch nichts Schöneres vorstellen, als zu spielen und bin jeden Tag glücklich und dankbar darüber, diesen Beruf ausüben zu dürfen und zu können.

Ab 29 Januar kann man Dich ja bei der Soap Alles was zählt sehen, eine deiner ersten Rollen im Fernsehen die sogar in der Art die erste in Deutschland ist, denn Du vertrittst die schwangere Juliette Menke. Ist das nicht auch irgendwie seltsam, wenn man in einer Soap spielt und genau weiß, dass man hier nur wenige Monate besetzt ist? Steht man da als junge Schauspielerin nicht irgendwie unter Druck?

Ganz im Gegenteil, für mich ist das eine riesen Chance. Ich darf eine Rolle spielen, die zum Hauptcast gehört und in der Serie fest etabliert ist. Außerdem kann ich mich mit Lena ausgesprochen gut identifizieren. Mir fallen immer wieder Parallelen auf, zwischen ihr und mir. Zum Beispiel ihre positive Art, ihr fürsorglicher Umgang mit Freunden und Familie, dass sie das Leben nimmt, wie es kommt und das Beste daraus macht. Was für mich als Schauspielerin jedoch neu ist, ist der Drehalltag. Beim TV wird schnell gearbeitet. Wir müssen viel in wenig Zeit schaffen und trotzdem will man das bestmögliche Ergebnis haben. Da muss man natürlich gut vorbereitet sein und seine Hausaufgaben gemacht haben. An meinem ersten Tag habe ich beispielsweise 7 Textbücher in die Hand gedrückt bekommen, zwei Tage später ging der Dreh los, da hieß es dann für mich erstmal, Text lernen, Text lernen, Text lernen. Mein Anspruch ist es, die Rolle möglichst gut und authentisch zu spielen.

Was denkst Du wie werden die Zuschauer mit Deiner Besetzung / Vertretung umgehen? Denkst Du man wird Dich direkt aufnehmen oder kann es sein, dass es da schon so ein paar negative Stimmen geben könnte?

Ich denke, es wird erstmal sehr schwierig für mich werden, vom Zuschauer angenommen zu werden. Es war ja schon immer so, dass Umbesetzungen nicht besonders gerne gesehen wurden vom Zuschauer. In diesem speziellen Fall ist es sogar eine Vertretung, sprich nur für einen gewissen Zeitraum. Dennoch hoffe ich, dass man mir eine Chance gibt. Es wäre auch wirklich schade, wenn die Rolle Lena für so lange Zeit von der „Bildfläche“ verschwinden müsste, dafür ist sie viel zu wichtig und etabliert in der Serie. Und auch wir Schauspieler sind Menschen, eine Schwangerschaftsvertretung sollte also auch für uns möglich gemacht werden.

Maria Kempken

Wie viel Freiraum hast Du eigentlich bei Deiner Rolle so ein bisschen was eigenes zu interpretieren?

In Absprache mit der Produktion habe ich da angeknüpft, wo Julie aufgehört hat. Ich habe also Lenas Stil, Art, Charaktereigenschaften und Umgang mit den Anderen übernommen. Aber natürlich soll ich Julie nicht kopieren, sondern möglichst natürlich bleiben, so wie ich eben als Schauspielerin Maria Kempken bin und spiele. Dieser Freiraum wurde mir auch von Anfang an gegeben. Und sogar Julie meinte: Maria, das ist jetzt deine Rolle und ich knüpfe dann dort an, wo du aufhörst. Das fand ich ziemlich cool von ihr.

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Im Februar werde ich noch einen Kurzfilm drehen. Für Herbst gibt es bereits Theateranfragen. Am Liebsten würde ich jedoch auch nach AWZ weiter fürs TV drehen. Eine größere Reise, wenn ich frei haben sollte, würde ich gerne machen, zB nach Südamerika oder Afrika. Mich interessieren andere Länder und Kulturen und am Liebsten möchte ich den Menschen dort nicht als Tourist begegnen,  sondern mit eingebunden werden, vielleicht sogar als Botschafterin oder Repräsentantin unseres Landes!

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest?

An alle AWZ Zuschauer: Lena ist eine tolle Rolle und ich freue mich und bin dankbar, sie spielen zu dürfen. An alle anderen, die AWZ Zuschauer natürlich eingeschlossen: Das Leben ist ein Geschenk, genießt es!

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Also, auf keinen Fall würde ich zwischen zwei Politikern wie Barack Obama und Mitt Romney sitzen wollen, das wäre mir dann doch zu heiß für einen entspannten Saunaaufguss.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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