Heinz Buschkowsky – Neukölln ist überall | Buch Review

Heinz Buschkowsky schlägt Alarm: Zoff auf den Straßen, hohe Arbeitslosigkeit, Überfremdungsängste bei der einheimischen Bevölkerung – das ist die Realität in Berlins Problembezirk Nr. 1. Doch Neukölln ist überall

Heinz Buschkowsky, Jahrgang 1948, ist Diplom-Verwaltungswirt. 1973 trat er der SPD bei. Seit 2001 ist er zum vierten Mal Bezirksbürgermeister von Neukölln.

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover (21. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550080115
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Heinz Buschkowsky – Neukölln ist überal Fazit

Letzte Woche habe ich irgendwo im Fernsehen einen Bericht über dieses Buch gesehen. Dort wurde es ein wenig verglichen mit dem Buch, dass Thilo Sarrazin geschrieben hatte. Wenn man sich aber nur den Klappentext durchliest, merkt man schnell, was hier suggeriert werden soll. Die Medien sind eher darauf bedacht wieder eine Figur zu haben die polarisiert, stattdessen merkt kaum einer, wie richtig doch die Aussagen von Herrn Buchkowsky sind, weil die meiste wohl entsprechende Berichte sehen und sich das Buch dann gar nicht mehr zur Hand nehmen. Wir bei nachgebloggt sind da anders, wir interessieren uns und sind immer der Meinung, dass man selbige erst haben darf, wenn man auch die entsprechende Ahnung hat.

Ich habe das Buch sehr genossen, denn der Schreibstil war locker und der Masse angepasst. Hier wird sehr schön erklärt wie Integration funktioniert, bzw. wie sie funktionieren, sollte es aber leider nicht tut.  Das schöne an diesem Buch ist, Herr Buchkowsky hat Ahnung, weil er eben genau im Mittelpunkt einer versagten Integrationspolitik tätig ist und entsprechende Beispiele immer wieder sieht.

Vorhin habe ich im Netz einen Kommentar gelesen, dass Herr Buchkowsky rechts sei, rechte Ansichten hätte und, und, und. Den Eindruck hatte ich gar nicht, denn er ist bemüht in seinem Buch eine Lösung zu finden Ausländer zu integrieren und das ist doch das, was wir alle wollen? Ein friedliches Miteinander? Ich zumindest hätte das gerne so. Damit das funktionieren kann, muss man sich eben anpassen. Es gibt da eine interessante Statistik in Neukölln. 40 % der deutschen gehen aufs Gymnasium. Aber lediglich 9 % der ausländischen Kinder. An solchen Zahlen sieht man ja wunderbar, dass Integration fehlgeschlagen ist, das muss verbesser werden, dass wir alle dieselben Chancen haben. Daran sollte ja auch jedem Ausländer gelegen sein oder sehe ich das falsch?

Ihr seht, ein schweres Buch, dass viel Diskussion hervorruft, aber dennoch nötig war. Ich finde die Ansätze hier super und bin da total der Meinung von Herrn Buchkowsky. Wer das hier liest und immernoch nicht begriffen hat, worum es geht, dem sei empfohlen sich das Buch unbedingt einmal durchzulesen. Zumindest das Kapitel über Integration, das sehr spannend ist. Viel Spaß beim Lesen.

Über den Autor

Buschkowsky sagt, was sich in Deutschland dringend ändern muss. Heinz Buschkowsky ist in Berlin-Neukölln geboren und lebt seitdem dort. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Dank öffentlicher Schulen und staatlicher Unterstützung hat er es zu etwas gebracht. Diese Erfahrung hat ihn geprägt. Aus ihr schöpft er die Kraft für sein politisches Engagement. Armut soll kein Schicksal sein, allenfalls eine schwere Ausgangslage, lautet seine Devise. Er glaubt, dass man Menschen durch Bildung verändern kann. Und er ist davon überzeugt: Wer gefördert werden will, muss sich an Regeln halten. Denn gerade diejenigen, die Gefahr laufen, gesellschaftlich abgehängt zu werden, sind auf gute Schulen, ein sicheres Viertel und eine bürgerfreundliche Polizei angewiesen. Buschkowsky weiß, wo der Schuh drückt, und er hat den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen.

 © Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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