Interview mit dem Sänger Achim Petry “Im Moment bin ich wieder im Studio, mit meinem Vater und wir produzieren gemeinsam mein nächstes Album”

Achim Petry ist ein deutscher Musiker und Sänger.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

1 Spreeauen Nacht 2009 e1322860832979 1024x740 Interview mit dem Sänger Achim Petry Im Moment bin ich wieder im Studio, mit meinem Vater und wir produzieren gemeinsam mein nächstes Album

© rbb/Manfred Esser

Achim, was mich sehr interessieren würde, wie entstand Ihre Liebe zur Musik? Und war das dann auch wirklich direkt ein Berufswunsch oder wollten Sie eigentlich nicht in die Fußstapfen Ihres Vaters treten?

Mit der Musik hat es eigentlich ganz normal und konservativ begonnen. Wie bei den meisten Musikern fing dies in der Schulzeit an (Schülerband). Als dann bereits in der Schulzeit die ersten Studioaufträge für Werbesongs kamen, hatte ich “Blut” geleckt und wollte das dann auch professionell betreiben! Die Idee “in die Fußstapfen” meines Vaters zu treten kam ungefähr vor elf-zwölf Jahren auf.

 

Ihr Vater wird ja in so gut wie jedem Bericht / Interview über Sie erwähnt, stört Sie das eigentlich? Haben Sie das Gefühl als eigenständiger Musiker wahrgenommen zu werden?

Wieso, das ist gerade das erste Mal!!! Scherz beiseite: Dass mein Vater oft Erwähnung findet, finde ich absolut in Ordnung. Es wäre auch seltsam, wenn ich den Künstlernamen meines Vaters annehmen würde und dann nicht darüber sprechen möchte. Außerdem habe ich keine Probleme mit ihm und manchmal macht es sogar sehr viel Spaß ein paar Anekdoten und Schwänke aus unser beider Leben zu erzählen. Ich finde, dass ich paradoxer Weise, seit ich Petry heiße, musikalisch eher in Deutschland wahrgenommen werde. In Asien, mit der Band Trademark, war es auch sehr interessant. Dort kannte ja niemand meinen Vater und damals war es für mich unglaublich wichtig dieses  Gefühl zu haben: “Hey Du wirst ernst genommen als Künstler. Und das ohne Deinen Vater.” Aber man lernt ganz schnell in Deutschland, dass man die eigene Familiengeschichte nicht abschalten kann. Warum auch?

 

Sie sind ja mit dem Schlager sozusagen aufgewachsen. Wie hat sich der Schlager in Ihren Augen in den letzten Jahren / Jahrzehnten verändert?

Alles unterliegt der Veränderung! Auch der Schlager. Teilweise ist die Sprache deutlicher geworden, teilweise auch lächerlicher und in einigen Fällen auch tiefgründiger! Ich habe allerdings bei all den Auftritten festgestellt, dass sich auch die Menschen geändert haben. Es ist nicht mehr “peinlich” für viele junge Menschen zu sagen: “Ich finde Schlager klasse”. Das war mal anders. Was immer beim Alten bleibt ist die Tatsache, dass der Schlager jedes Jahr einen Hype erlebt. Jedes Jahr gibt es einen “Schlagermegahit” und alle schreien: Der Schlager erfindet sich gerade neu. Naja, wie man es nimmt. Ich glaube, dass es immer um das gleiche geht: eingängige Melodien und eingängige Texte!

 

Wie ist denn das bei Ihrer Musik, schreiben Sie eigentlich alle Ihre Lieder selbst?

Natürlich schreibe ich auch selber und habe es auch für andere getan, auch für meinen Vater. Im Moment bin ich wieder im Studio mit meinem Vater und wir produzieren gemeinsam mein nächstes Album. Gerade auf diesem Album habe ich viel geschrieben. Das war mir sehr wichtig. Aber alle Lieder schreibe ich nicht selbst. Mein Vater hat natürlich auch viel geschrieben, sowie noch andere Kollegen aus anderen Musikbereichen. Erstens wäre es vermessen zu behaupten: “Das habe ich geschrieben und das kann keiner besser!” und zweitens ist es immer wichtig andere Einflüsse zu haben. Am besten aus ganz anderen Sparten, denn nur so kann etwas Neues entstehen.

 

Und wie ist der Prozess von einer Idee zu einem fertigen Lied?

Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt zum Beispiel diese 5 Minuten-Songs, die Dir so aus dem Stift fließen. Da macht man Musik und Text in wenigen Minuten. Kommt aber nicht oft vor! Dann gibt es dann noch die Songs, an denen man Wochen arbeitet bis die dann fertig werden. Diese Lieder haben manchmal das Problem, dass man sie “totschreibt”. Sie können aber auch perfekt werden. Das ist ein sehr schmaler Grad. Und dann gibt es da noch den Song, den man seit Jahren in der Schublade hat und auf einmal wiederentdeckt. Manche Songs verstecken sich so lange, bis ihre Zeit gekommen ist!

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Ich werde jetzt das Album fertig machen und freue mich schon darauf es zu präsentieren! Natürlich sind auch wieder Auftritte geplant und darauf freue ich mich am meisten! Mit der Band unterwegs zu sein hat so was von “Klassenfahrt”.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Immer entspannt bleiben und sich selber nicht so ernst nehmen. Dann geht einiges viel leichter!

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit mir. Ich quatsche zuviel!!!

 

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© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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