Ela Paul „ohne Musik fehlt mir auch was“

Ela Paul ist eine deutsche Schauspielerin bekannt aus der Serie „Unter Uns“ und eine Sängerin der Band Wonderwall.

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Wir wurden eigentlich durch Zufall entdeckt weil wir Gitarrensaiten bei jemandem gekauft haben der unsere Produzenten kannte. Wir haben unsere Produzenten getroffen ihnen unsere Songs auf Gitarre vorgespielt und die waren so begeistert dass sie uns tatsächlich unter Vertrag genommen haben, danach sind wir dann gemeinsam los gezogen und haben uns den Plattenfirmen vorgestellt.
© Thekla Ehling

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Wie war das damals eigentlich genau, der Sprung vom Gartenfest in die Charts?

Wir wurden eigentlich durch Zufall entdeckt weil wir Gitarrensaiten bei jemandem gekauft haben der unsere Produzenten kannte. Wir haben unsere Produzenten getroffen ihnen unsere Songs auf Gitarre vorgespielt und die waren so begeistert dass sie uns tatsächlich unter Vertrag genommen haben, danach sind wir dann gemeinsam los gezogen und haben uns den Plattenfirmen vorgestellt. Wir konnten es kaum fassen, dass wir dann bei Warner gesigned wurden. Ab dann ging alles ziemlich schnell unsere 1. Single „Witchcraft“ ging gleich in die Charts und nach „Just more“ hatten wir dann so einen vollen Terminkalender, dass wir eigentlich gar keine Zeit hatten zu verarbeiten was da eigentlich alles um uns passierte. Wenn ich ehrlich bin kann ich das heute auch manchmal gar nicht glauben.

Wie kam es dann dazu, dass in Marienhof diese tolle Story mit eurem Lied verknüpft wurde?

Bei Marienhof wurden wir angesprochen. Ich fand die Idee total schön, weil das Lied so schön in die Geschichte eingebunden wurde.

Ursprünglich habt ihr euch McDowell-Brothers genannt, wie kam es dann zu Wonderwall?

Oh bei dem Namen McDowell-Brothers muss ich heute noch grinsen. So haben Katie und ich uns glaub ich in der 5ten Klasse genannt, wir fanden das ziemlich lustig. Als wir zu dritt Musik gemacht haben hießen wir erstmal Witchcraft wie die gleichnamige Single. Der Name war aber rechtlich schon vergeben, deshalb sind wir gemeinsam mit unserm ganzen Team auf der Suche nach einem neuen aber ähnlichen Namen, auf Wonderwall gestoßen.

War eigentlich die Musik oder das Schauspiel Dein beruflicher Wunsch? Was von beiden machst Du lieber?

Ich stand schon im Kindergarten auf der Bühne und wollte immer Schauspielerin werden. Deswegen haben wir mit der Musik auch eine Pause eingelegt, weil ich unbedingt eine Schauspielschule besuchen wollte. Allerdings hab ich während meiner Ausbildung dann ziemlich schnell gemerkt, ohne Musik fehlt mir auch was. Ich bin sehr froh, dass ich mich in der Regel nicht zwischen Schauspiel und Musik entscheiden muss, sonder das Glück habe, dass irgendwie immer Beides möglich ist.

© Thekla Ehling

© Thekla Ehling

Aber für Musik bleibt weniger Zeit?

Witzigerweise schreib ich, seit ich so viel drehe noch mehr Songs. Dadurch dass ich mich so auf die Schauspielerei konzentriere und Texte lerne etc. hab ich plötzlich beim Songwriting ganz andere Ideen und mein Kopf ist irgendwie freier. Beim Musik machen kann man so gut abschalten. Ich zumindest, ich weiß nicht wie meine Kollegen das sehen wenn ich in der Garderobe Gitarre spiele und singe 😉

Seit Anfang des Jahres sieht man Dich bei der Serie „Unter Uns“ was genau ist da Deine Rolle?

Ich spiele Bine Kern, die zusammen mit ihrem Verlobten und dessen Bruder in der Schillerallee ein neues Zuhause findet. Bine kommt aus reichem Elternhaus, hat aber den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen, weil sie Visagistin werden möchte und nicht, wie ihr Vater es für sie vorgesehen hat, Jura studieren. Im Verlaufe der Geschichte kommt Bine dann in schwierige Situationen und muss lernen nicht nur für andere, sondern auch für sich, zu kämpfen.

Wie viel Ela steckt in Bine? Gibt es Gemeinsamkeiten?

Es gibt auf jeden Fall einige Gemeinsamkeiten. Bine ist eine sehr liebenswerte Figur und ist am liebsten immer für alle da. Das kenne ich auf jeden Fall gut. Ich bin ein totaler Familienmensch, habe fünf Geschwister und für jeden immer ein offenes Ohr. Außerdem hab ich auch immer für meine Träume gekämpft. Ein Riesen Unterschied zur Figur ist, dass ich mich immer gewehrt habe und jedem meine Meinung sage, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle. Das liegt wahrscheinlich an meiner großen Familie, wir hatten zwar nie viel Geld, aber bei uns wurde dafür immer Klartext gesprochen und wir waren auch gerne mal laut. Da lernt man sich durch zu setzen 🙂

Hat man eigentlich eine Art Angst, als Seriendarstellerin wenn man wie aktuell vom Ende des Marienhofes erfährt, oder ist das weit weg?

Nein, die Angst hab ich nicht. Für mich ist das ehrlich gesagt ein total neues Gefühl überhaupt so eine Regelmäßigkeit und Sicherheit zu haben. Ich bin aber Innerlich immer darauf gefasst, neue Wege zu gehen. In der Musik und auch am Theater kann sich immer alles so schnell verändern. Ich hab z.B. mal eine Theaterproduktion innerhalb von zehn Tagen übernommen, da darf man manchmal nicht zu viel nachdenken, da muss man sich eben anpassen. Ich stelle mich auch gerne neuen Herausforderungen                        .

In „Unter Uns“ wirst Du ja denke ich noch zu sehen sein in der nächsten Zeit, was wird es noch neues geben in 2011? Wird es eventuell was neues von Wonderwall geben?

Ja wir planen mit Wonderwall eine Single VÖ im Mai. Außerdem werd ich in Pastewka auf Sat 1 und dem ZDF Spielfilm „Das Comeback“ zu sehen sein.

Möchtest Du an dieser Stelle dem Leser etwas mitteilen?

Ich freue mich schon sehr auf alles was dieses Jahr noch so passieren wird. Ich fühle mich sehr wohl bei Unter Uns und finde toll dass mir jetzt schon so viele Zuschauer schreiben und meine Rolle genau so mögen wie ich. Natürlich bin ich auch schon gespannt wie es mit der Musik weiter geht. Und bin sehr dankbar, dass das alles überhaupt möglich ist.

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit Chuck Norris.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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