Mobile Games und Konsolen im Vergleich – übernimmt Smartphone Gaming den Thron?

Mobile Games und Konsolen im Vergleich – übernimmt Smartphone Gaming den Thron?

 

Innerhalb von nur einem Jahrzehnt haben Smartphones sich zu einem Pflichtprodukt für so ziemlich jede Altersgruppe gemausert und dabei so manche etablierte Technik obsolet gemacht oder an den Rand des Markts verdrängt. Man denke nur an Digitalkameras, die heute niemand mehr braucht, weil die Kameras in Smartphones bereits so gut sind. MP3 Player sind ein weiteres Produkt, das dank Smartphone heute niemand mehr benötigt. Sind als nächstes die Spielkonsolen und der PC dran? Wird das mobile Gaming in den nächsten Jahren die klassischen Konsolen und den PC obsolet machen und den Spiele-Thron übernehmen? Ein Vergleich von Gaming auf dem Smartphone und auf dedizierter Hardware.

Mobile Gaming wird beliebter

Mobile Gaming in all seinen Varianten hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen. Allein im letzten Jahr ist der Markt für mobile Spiele um 30 Prozent gewachsen und Toptitel erzielen teilweise Umsätze im dreistelligen Millionenbereich. Der Markt für Gaming PCs und Spielkonsolen hat dafür mehrere Jahre stagniert: Nachdem in der Mitte des letzten Jahrzehnts alle großen Hersteller hohe Verkäufe erzielen konnten, war danach nur noch Sony wirklich erfolgreich. Auch die Absätze für Gaming PCs sind zwar robust, aber auch kein großer Wachstumsmarkt.

Vorteile von Smartphone Games

Die Vorteile von Mobile Gaming liegen auf der Hand: Das Smartphone hat man ohnehin immer dabei, man muss also keine teure, zusätzliche Hardware kaufen. Und Spiele auf Smartphones sprechen auch Casual Gamer an. Besonders ältere Zielgruppen, die sonst nicht viel mit Videospielen am Hut haben, laden sich gerne mal einen Titel aus dem App Store herunter, um sich zwischendurch die Zeit zu vertreiben. Die Spiele sind meist leicht verständlich (es gibt nicht fünfzehn Buttons und zwei Analog-Sticks) und außerdem oft kostenlos. Das „Freemium“-Modell, mit den kostenpflichtigen in App Purchases, hat sich inzwischen im App Store durchgesetzt – kostenloses Grundspiel mit optionalen Bezahlinhalten ist für viele ausgesprochen praktisch. Bei den Nutzern kommt das gut an – Spiele, die man vorab bezahlen muss, schaffen es hingegen meistens überhaupt nicht mehr in die Charts. Was man auch nicht vergessen darf: Auf dem Smartphone sind außerdem alle Arten von Browser Games spielbar. Insbesondere im Online Casino toben sich heute viele Leute gerne aus und die Anbieter setzen verstärkt auf interaktive Elemente. Hier kann man zum Beispiel in der Live Blackjack Lobby in Echtzeit mit anderen Spielern interagieren. Auch viele Social Media Webseiten bieten kleine Spiele an – und bedienen damit vor allem die Zielgruppe der Smartphone-Nutzer. Die Vorteile des Smartphone Gaming liegen also darin, dass die Hürden, die zwischen Spiel und Spieler stehen (Preis, Komplexität, zu kaufende Hardware) eigentlich gar nicht vorhanden sind.

 

Spielkonsolen und PC haben ihre Vorteile

Allerdings gibt es in letzter Zeit auch viele Zeichen dafür, dass Smartphone Gaming zwar erfolgreich neben Spielkonsolen und dem PC existieren kann, diese jedoch nicht ablösen wird. Die Anschaffung der Hardware kostet natürlich, aber dafür bekommt man auch mehr geboten: Cineastische Spiele mit AAA-Budget, gute Grafik und durch Maus und Tastatur (beziehungsweise Gamepad) auch eine präzisere Steuerung. Und die Verkäufe befinden sich ebenfalls im Aufschwung: Die Playstation 4 ist enorm erfolgreich, ebenso die Nintendo Switch, die sich in zehn Monaten schon knapp 15 Millionen mal verkaufen konnte. Auch Microsoft ist mit der Xbox One gut dabei und bringt viele seiner Spiele auch für den PC auf den Markt, der dadurch wieder einen Schub bekommt. 

Wer wird König?

Wird Mobile Gaming also bald den Spiele-Thron erobern? Ja und nein. Online Games und Spiele aus dem App-Store werden in Zukunft bestimmt weiter wachsen und noch besser werden. Aber gleichzeitig wird es wohl immer auch einen großen Markt für echte Gaming Hardware wie den PC und Spielkonsolen geben. Momentan sieht es so aus, als könnten beide Arten des Gaming gut nebeneinander existieren. Und Konkurrenz, das weiß man ja, belebt bekanntlich das Geschäft.