Pop-Legenden – Amy Winehouse | TV

Pop-Legenden – Amy Winehouse. Mittwoch, 17. Juli 2013 um 22:35 Uhr im WDR.

Amy Winehouse drückt ihre Lebenseinstellungen auch auf ihrer Haut aus. Das Feder-Tattoo steht für die Schönheit in der Natur, Stärke, Mut und herausragenden Charakter.

Bild © SWR/SWR3

Pop-Legenden – Amy Winehouse: Offizielle Beschreibung

Ihr Tod kam nicht unerwartet, ihre Familie, ihre Freunde und ihre Fans waren dennoch geschockt. Die letzten fünf Jahre hatten sie miterlebt, wie sich Amy Winehouse immer tiefer in einen zerstörerischen Kreislauf von Drogen und Alkohol verlor und hatten ihr doch nicht helfen können. Sie wurde nur 27 Jahre alt. Amy Winehouse war in vielerlei Hinsicht, genau wie andere jung verstorbene Musiker, gefangen zwischen Rausch und Genie. Drogen und Alkohol sollten ihr anfangs helfen, die Angst vor großen Auftritten zu nehmen, trieben sie aber immer tiefer in die Abhängigkeit.

Das Leben von Amy Winehouse war nicht immer chaotisch. Geboren am 14. September 1983, wächst sie in einer mittelständischen jüdischen Familie im Norden Londons auf. Amy liebt nichts mehr als das Singen – ihr Vater, selbst ein Musiknarr, bringt ihr die Songs von Frank Sinatra, Tony Bennett und Ella Fitzgerald bei. Doch 1992 trennen sich ihre Eltern. Für die neunjährige Amy bricht eine Welt zusammen. Sie reagiert mit Widerstand und Trotz, besucht mehrere Schulen, hält es aber nirgendwo lange aus. Mit 16 schmeißt sie alles hin – ohne Abschluss. Einzig am Singen hält sie fest – bei Schulaufführungen, in ihrer eigenen HipHop-Band oder dem nationalen Jazzorchester – und wird von dem Musikmanager Nick Godwyn entdeckt. Ihr erstes Album, „Frank“, erscheint 2003; Fans und Kritiker trauen ihren Ohren nicht. Wer ist dieses Mädchen, das da voller Inbrunst von ihren persönlichen Problemen singt? Das Album macht Amy über Nacht zum Star. Ende 2004 lernt sie auf einer ihrer Kneipentouren die Liebe ihres Lebens kennen: Blake Fielder-Civil wird die wichtigste Person in Amys Leben und verführt sie zu Alkoholexzessen. Als Blake sie nach einem Jahr verlässt, ist sie am Boden zerstört. Amy flüchtet sich in die Arbeit, kehrt ins Studio zurück und produziert in wenigen Wochen ein Album, das Musikgeschichte schreibt: „Back To Black“. Es erscheint im Herbst 2006 und wird ein Welterfolg. Mit Liedern wie „Rehab“, der ersten Singleauskopplung aus „Back To Black“, und „Love Is A Losing Game“ verarbeitet sie das Trauma ihrer gescheiterten Beziehung. Das Album ist künstlerisch brillant, aber auch Ausdruck Amys abgrundtiefer Depressionen und ihres seelischen und körperlichen Verfalls. Mit dem Erfolg taucht auch Blake wieder auf. Doch dieses Mal bleibt es nicht beim Alkohol. Amy folgt ihm in die Heroin- und Kokainsucht. Als Blake Ende 2007 wegen schwerer Körperverletzung ins Gefängnis muss, verliert Amy den Boden unter den Füßen. Beruflich ist sie, nach dem Gewinn von fünf Grammys, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, aber persönlich ist sie ein gebrochener Mensch. Dann kommt Hoffnung auf – während eines ausgedehnten Aufenthaltes auf der Karibikinsel St. Lucia schafft sie es, sich nicht nur von Heroin und Kokain, sondern auch von Blake zu lösen. Amys Leben stabilisiert sich ganz langsam, doch der Alkohol bleibt ihr ständiger Begleiter. Sie versucht vergeblich, ihr Leben in den Griff zu bekommen: Am 23. Juli 2011 stirbt sie an einer Alkoholvergiftung. Die Dokumentation blickt hinter die Legende, auf den Menschen Amy Winehouse. Mit Hilfe exklusiver Interviews ergründet sie die Brüche in Amys Leben, versucht, ihre komplexe Persönlichkeit verständlich zu machen. Neben ihren Eltern Janis und Mitch Winehouse ist es erstmals gelungen, Amys engste Vertraute und Mitstreiter vor der Kamera zu versammeln: Ihre beste Freundin Juliette Ashby, die gefeierten Musikproduzenten Mark Ronson und Salaam Remi, Bandmitglied und Gitarrist Ian Barter, sowie Amys langjährigen Manager Nick Godwyn. Darüber hinaus kommen Lehrer und Mentoren sowie Englands bekanntester Musikkritiker, Dan Cairns, zu Wort. Sie erzählen die Lebensgeschichte der Legende Amy Winehouse. Seltenes und zum Teil noch nie gezeigtes Archivmaterial, Interviews mit Amy Winehouse sowie Filmmaterial von ihren Auftritten, lassen den Zuschauer teilhaben am riesigen Talent dieser einzigartigen Künstlerin.

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Ich finde es einerseits ziemlich bedenklich eine so positiv wirkende Dokumentation über einen Menschen zu machen, der sich selbst so kaputt gemacht hat. Das sollte insgesamt kein gutes Beispiel für unsere Jugend sein. Klar war, dass sie eine super Sängerin war, aber warum wird sie so hochgelobt? Für mich war sie ein Mensch mit etlichen Problemen, die mich kaum interessieren und ein verdammt schlechter Mensch ohne Respekt vor ihren Fans, wenn man Konzerte bedenkt, bei denen sie zu besoffen war, um zu singen, die Fans aber Geld dafür gezahlt haben und dennoch wird sie stellenweise so krass hochgelobt, das verstehe ich nicht. Diese Doku hat irgendwie versucht Entschuldigungen zu finden, so kam es mir vor.

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„Diese Doku hat irgendwie versucht Entschuldigungen zu finden“

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