wissen aktuell: Unser täglich Müll | TV

wissen aktuell: Unser täglich Müll. Die Zukunft mit – und ohne – Müll Donnerstag, 20. Juni 2013, 20.15 Uhr im 3Sat.

wissen aktuell: Unser täglich Müll

Bild ZDF und SWR/Katrin Lorek

wissen aktuell: Unser täglich Müll: Offizielle Beschreibung

Erwartet uns eine Zukunft ohne Müll? Nach Ansichten des Chemikers Michael Braungart ist das durchaus möglich. Er teilt den Abfall in Müll, der verrotten kann – bis hin zu Schuhen – und Müll, der wiederwertbar ist und in ein Kreislaufsystem eingeführt werden kann. Voraussetzung ist ein Umdenken in der Industrie – und beim Verbraucher. Michael Braungart und seine Idee von der Zukunft ohne Müll ist eines der Themen der Sendung „wissen aktuell: Unser täglich Müll“, die 3sat am Donnerstag, 20. Juni, 20.15 Uhr, in Erstausstrahlung zeigt. In 140 Minuten geht es um die Massen an Müll, die in der modernen Industriegesellschaft täglich entstehen, die daraus resultierenden Umweltschäden und um Wege, den Müllberg zu verringern.

Etwa elf Millionen Tonnen Lebensmittel werden pro Jahr weggeworfen. Den größten Anteil daran, etwa 50 Prozent, hat der Verbraucher: abgelaufene Milch und Joghurts, verfaultes Obst und Gemüse oder die Lebensmittel, die in der großen Familienverpackung günstig gekauft wurden, landen in der Mülltonne. Doch auch in der Landwirtschaft, in der Produktion und im Handel werden Lebensmittel vernichtet. So entspricht der zu kleine Salat nicht den strikten Normvorgaben, und der Verbraucher wünscht makellose Ware in den Regalen des Handels. Zeit für jeden Einzelnen, den Umgang mit der Nahrung zu Überdenken. Dies gilt auch für die Mengen an Elektromüll, die auf die Deponien wandern. 2012 wurden weltweit 41 Millionen Tonnen Elektroschrott entsorgt, 2016 werden über 91 Millionen erwartet. Elektroartikel enthalten wertvolle Rohstoffe wie Wolfram und seltene Erden, die bisher in Entwicklungsländern unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut werden, in Zukunft aber aus unserem Elektroschrott gewonnen werden können. Bis dahin, so der Recyclingexperte Stefan Gäth, hebe er seine Handys in der Schublade auf. Einen besonderen Weg mit Altkleidern umzugehen, hat die Designerin Christina Schelhorn. Sie bietet ihren Kundinnen an, aus alten Kleidern neue zu zaubern.

Weitere Themen in „wissen aktuell: Unser täglich Müll“ sind unter anderen das hohe Aufkommen von kleinsten Plastikpartikeln im Meer, die über die Klärwerke weitergeleitet werden. Sie stammen aus Kosmetikartikeln und werden außerdem beim Waschen von Funktionskleidung ausgeschwemmt. Eine besondere Art des Recycling wurde beim Rückbau des Kernkraftwerkes Mühlheim-Kerlich realisiert. Das Werk wurde detailliert auseinandergebaut. Teile, die nicht radioaktiv kontaminiert sind, wurden wiederverwertet. So arbeitet der 45 Tonnen schwere Generator in Zukunft in einem Gaswerk in Indien.

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Ich war total sprachlos, als ich gesehen habe, wie viel Lebensmittel auf dem Müll landen. Ein Salat mit einer kleinen Macke, den man durchaus essen kann, landet auf dem Müll, weil man einfach einen drisch aussehenden perfekten Salatkopf lieber kauft. Einerseits verständlich, andererseits Wahnsinn, dass man so etwas dann wegwerfen muss, man könnte die Lebensmittel irgendwie günstiger verkaufen oder an sozial schwache Menschen verschenken, denn wie oft sieht man Obdachlose an den Müllcontainern nach Lebensmittel stöbern, was ich sehr entwürdigend finde, man könnte Obdachlosen somit etwas Würde wiedergeben. Da gibt es insgesamt sehr viel Spielraum für Verbesserungen und am liebsten würde ich da noch mehr drüber schreiben, versuche mich aber kurz zu halten, denn das ist nicht wirklich das Thema dieser Dokumentation, sie löst aber verschiedene Denkansätze aus, was ich klasse fand.

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„Ich war total sprachlos, als ich gesehen habe, wie viel Lebensmittel auf dem Müll landen.“

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