45 Min – Verkehrsrisiko Opa | TV

45 Min – Verkehrsrisiko Opa. Montag, 6. Mai 2013 | 22:00 Uhr im NDR.

NDR Fernsehen 45 MIN - VERKEHRSRISIKO OPA , am Montag (06.05.13) um 22:00 Uhr. Die Polizei kontrolliert am Altenheim Augustinum in Detmold das Fahrverhalten der Bewohner.

Bild © NDR/Alexander Czogalla

45 Min – Verkehrsrisiko Opa: Offizielle Produktbeschreibung

1,7 Millionen Menschen, die zwischen 75 und 84 Jahre alt sind, besitzen in Deutschland ein Auto. Immer häufiger bauen sie Unfälle, nicht selten mit tödlichem Ausgang. Abhilfe schaffen könnte ein Gesundheitscheck für Senioren, um die Fahrtauglichkeit zu prüfen. Doch Regierung und Verkehrsclubs weigern sich hartnäckig dagegen. Die Reformgegner setzen dabei weiterhin auf Freiwilligkeit, obwohl die neue EU-Richtlinie eine Prüfung für ältere Kraftfahrer vorsieht. 

Am 11. Mai 2010 überquerte Katerina S., 32, mit ihrem kleinen Sohn Joel-Rayan den Vorplatz am Hamburger Hauptbahnhof. Plötzlich raste der Renault mit einem 73-jährigen Mann am Steuer auf den Fußgängerweg. Das Auto fuhr einen Eisenpoller um, stoppte erst nach einigen Metern und begrub das Kind unter sich. Für den Vierjährigen kam jede Hilfe zu spät. „Der Tod meines Kindes darf nicht umsonst gewesen sein“, appelliert die Mutter, die nun gemeinsam mit Freunden eine Petition ins Leben ruft, um einen Fahrtauglichkeitstest für Senioren zu erwirken. 

Der Unfalltod des Hamburger Jungen ist kein Einzelfall. Von 2001 bis 2011 stieg die Zahl der Unfälle, in die Senioren verwickelt waren, um fast 32 Prozent. Laut Aussage des Statistischen Bundesamts sind sie in den meisten Fällen die Unfallverursacher, bei einem Alter von über 75 Jahren in 76,3 Prozent der Fälle. „Freiwillig geben die ihren Führerschein nicht ab“, weiß Dr. Ralf Buchstaller, Leiter des Medizinisch-Psychologischen Instituts TÜV Nord. „Selbst wenn die Angehörigen ihnen ins Gewissen reden.“ 

René K. (36) hat schon lange Bedenken, was die Fahrtüchtigkeit seines Vaters betrifft. Dessen Augen sind nicht mehr so gut und auch die Reaktionsfähigkeit lässt hin und wieder zu wünschen übrig. Doch der Senior will sich nicht von seinem Führerschein trennen. „Einkäufe, Arztbesuche, Freundeskreis – wie soll das ohne Lappen funktionieren?“ Ohne Auto fühlt sich Manfred K. (71) „nur noch wie ein halber Mensch“. Für seine Familie ist er dennoch bereit, seine Fahrtüchtigkeit überprüfen zu lassen. Vor dem Ergebnis fürchtet er sich. Was ist, wenn er am Ende den Führerschein abgeben muss? Das Filmteam begleitet Manfred K. bei den verschiedenen Tests am Computer und am Steuer. 

Die Straßenverkehrsbehörde Schleswig-Flensburg versucht ältere Autofahrer mit kostenlosen Bustickets zu motivieren, freiwillig auf ihre Fahrerlaubnis zu verzichten. Fachdienstleiter Rainer Stiemcke: „Das ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Am Ende muss der Gesetzgeber entscheiden, ob es nicht sinnvoller wäre, Gesundheitschecks für Senioren anzuordnen.“

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Ich war schon vor dieser Dokumentation extrem dafür, dass man als Rentner, als alter Mensch irgendwann erneut eine Prüfung machen müsste. Diese Doku hat das noch einmal verdeutlicht. Denn an so etwas hängen nun einmal Menschenleben. Jeder Autofahrer kann dies denke ich sehr gut beurteilen, denn die Fahrer, die im Verkehr auffallen sind nun einmal alte Menschen.

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