Kundenarbeit – Die unbezahlte Dienstleistung | TV

Kundenarbeit – Die unbezahlte Dienstleistung. Film von Christian Bock Donnerstag, 18. April 2013, 20.15 Uhr auf 3Sat.

Soziologe Günter Voss: "Kundenarbeit mit immer mehr Automaten überfordert - es droht der Customer Burnout"

Bild ZDF und Christian Bock

Kundenarbeit – Die unbezahlte Dienstleistung: Offizielle Produktbeschreibung

„Jede denkbare Stufe im Produktionsprozess kann heute auf Kunden ausgelagert werden“, G. Günter Voß, Professor für Industrie- und Techniksoziologie an der TU Chemnitz beobachtet einen Trend zur Kundenarbeit. Wie dieser Trend aussieht, zeigt am Donnerstag, 18. April 2013, 20.15 Uhr, die Dokumentation„Kundenarbeit – Die unbezahlte Dienstleistung“ (Erstausstrahlung). In zahlreichen Alltagssituationen wird dokumentiert, wie der Kunde unentgeltlich arbeitet. Darüber hinaus wird die Geschichte der Kundenarbeit exemplarisch am Beispiel „Supermarkt“ erzählt. Einst war es geradezu verpönt, als Kunde Ware in die Hand zu nehmen, geschweige denn sie zu verpacken. Heute träumen die Handelsketten vom personalfreien Supermarkt. Träger eines der wichtigsten Innovationspreise 2013 ist denn auch ein Unternehmen, das die Supermarktkassen abschaffen will – und diese Arbeit ins Smartphone der Kunden integriert.

Demgegenüber steht, dass fast ein Drittel aller Angestellten in Dienstleistungsberufen beschäftigt sind – Bedienungen, Kundenhotlines und Servicekräfte sind allgegenwärtig. Doch die Liste der Dienstleistungen, die mehr und mehr dem Kunden aufgebürdet werden, ist lang: Produktentwicklung? Macht der Kunde selbst, indem er Konsumgüter im Internet gestaltet – vom selbst gemischten Müsli bis zum individuell konfigurierten PKW. Marketing? Darum kümmert sich der Kunde in Feedback-Foren und Blogs. Transport? Erledigt der Kunde zum Nulltarif. Aufbau des Produkts? Das nennt der Fachmann „Ikea-Prinzip“. Voß schätzt, dass der schwedische Möbelkonzern allein durch sein Regalsystem „Billy“ Arbeitsleistung im Wert von 20 Millionen Euro gespart hat. Entsorgung? Der Kunde steht am Flaschenautomaten Schlange.

Nachgebloggt.de Fazit

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich Dinge wie Selbstbedienung nicht so schlecht finde wie es hier gemacht wird. Zb. beim Bäcker bin ich froh, wenn ich meine Brötchen selber nehmen darf als das eine Bäckerin ohne Handschuhe meine Brötchen anfasst, nachdem sie beim Kunden vor mir auch ohne Handschuhe das Geld kassiert hat. Ich finde das dann hygienischer und vor allem schneller. Ich kann hier die böse Kundenarbeit also nicht nachvollziehen.

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