Giuliana Marino „Mein Focus liegt im Moment im Beenden meines Studiums“

Giuliana Marino ist ein deutsch-italienisches Model. Sie war Playmate des Monats im April 2005 und Playmate des Jahres 2005.

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Giuliana Marino im Playboy Magazin April 2005

Vor 8 Jahren (2005) warst Du mit sehr schönen Bildern im Playboy zu sehen und warst Miss April. Modeln war also auch immer ein Traumberuf von Dir oder wie kam es zu diesen tollen Bildern?

Ich habe früher in Freundschaftsalben tatsächlich schon mal Model als Traumberuf eingetragen, aber genauso wollte ich Millionärin, Tierärztin und Mafiaboss werden. Während einer Reportage über die Playboy-Mansion und Hugh Hefner habe ich mit 15 mal zu meiner Mama gesagt: „Ich würde mich niemals in der Öffentlichkeit ausziehen – nur für den Playboy“, habe aber nie wieder darüber nachgedacht. Ende 2004 habe ich mit dem Aktfotografen „Peter Jirmann Jr.“ für den U1-Pinup-Kalender in Teilakt gearbeitet und er hat die Bilder zu Playboy Deutschland geschickt. Daraufhin bekam ich ein Casting-Angebot. Ich war komplett baff, hatte Angst, aber die Neugier hat gesiegt und nun bin froh, dass ich mich getraut habe. Ich wurde sogar zum Playmate des Jahres 2005 gewählt. Am 31.5.2005 traf ich im Rahmen einer Playboy-Party in München Hugh Hefner und seine damaligen Freundinnen Bridget und Kendra (Holly war krank). Mit Kendra hab ich mich sofort super verstanden, sie hat sogar um ein Autogramm gebeten, was schon etwas verwirrend war. 2 Wochen später habe ich ein Casting-Angebot vom US Playboy bekommen. Die Angst davor war noch größer, als beim ersten Mal. Die Neugierde aber auch. Und so kam ich zum Titel Miss April 2007 des US Playboys, Covergirl der Oktober-Ausgabe 2007 und wurde Mitbewohnerin der berühmten Bunny-WG. Manchmal werden sogar Träume war, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat.

Wenn man so erotische Bilder macht, denkst Du dann darüber nach wer die eigentlich alles sieht? Ist es da nicht unangenehm, wenn man darüber nachdenkt, dass vielleicht ehemalige Lehrer, Freunde, Eltern einen so sehen oder macht Dir das nichts aus?

Ich muss zugeben, dass ich mich nicht gern nackt in der Öffentlichkeit zeige und dass mich mehr die Aufmerksamkeit und der Rummel drum herum, die Erfahrung und auch das Geld dazu gebracht haben. Gedanken darüber, wer das alles sehen könnte, habe ich erfolgreich unterdrückt. Mich unbekleidet zu zeigen, empfand ich mehr als ein Kompliment, das mir Playboy gemacht hat, als die Tatsache, dass jetzt jeder sieht wie Du in die Dusche steigst.

Giuliana Marino im Playboy Magazin April 2005

Und wie war Hugh Heffner eigentlich so privat?

Jede, die Playmate in den USA wird, lernt ihn kennen, da man während der Shootingzeit Gast in seinem Anwesen ist. Er ist ein herzlicher Gastgeber, ein perfekter Gentleman, ein fleißiger Geschäftsmann und ein großzügiger Arbeitgeber. Nachdem was ihm alles nachgesagt wird, hatte ich schon einige Bedenken. Aber als ich dann dort war, habe ich erst verstanden, dass ohne Professionalität keine Geschäftsidee so groß werden kann, wie die der Marke Playboy. Zu meinem Geburtstag hat mich meine Mutter für drei Wochen in L.A. besucht und Hef war so großzügig, dass sie bei uns in der Bunny-Villa wohnen durfte. Die hätte sich das nicht lange mit angesehen ohne mich an den Haaren da raus zu ziehen, wenn es so zugegangen wäre, wie es die Medien gerne hinstellen. Es war sehr familiär und wir hatten eine tolle Zeit.

Man hat Dich dann die Jahre öfters im TV gesehen, beispielsweise beim Turmspringen oder in der Doku-Soap Das Model und der Freak. Seit 2010 allerdings studierst Du im Bachelor-Studiengang Medizintechnik. Das Fernsehen ist also doch wie bei vielen Kollegen nicht Dein großer Berufswunsch?

Ich habe viele Angebote für Fernsehauftritte angenommen. Es war eine lustige Erfahrung mal hinter die Kulissen zu blicken und ein Teil davon zu sein, allerdings habe ich gemerkt, dass ich absolut keine Rampensau bin und keinerlei Entertainerqualitäten habe und dass ich über den Spaß hinaus doch nicht so viel Interesse daran hatte, das vielleicht auszubauen. Erfolgreiche Menschen müssen IMMER viel arbeiten und das ist in der Entertainment-Branche nicht anders und ich wusste zu jeder Zeit, dass ich meine Arbeit nicht darein stecken wollte und habe mich nebenbei versucht zu orientieren. Als ich dann das Richtige gefunden habe, wusste ich, dass die Zeit gekommen ist mich voll und ganz darauf zu konzentrieren.

Du hast mir geschrieben, dass gerade Prüfungszeit ist, erzähl doch mal was im Moment geprüft wird und wie Du dich darauf vorbereitest.

Prüfungszeit ist ein Ausnahmezustand. Sie kommt zwar regelmäßig, aber es ist jedes Mal schrecklich. Dieses Semester wurde ich in Konstruktion, Systemtheorie, elektronische Bauelemente und Werkstofftechnik geprüft. Zur Auffrischung meines Französisch habe ich noch zusätzlich einen Fortgeschrittenenkurs besucht, in dem man anschließend auch eine Prüfung ablegen konnte. Ich lerne viel mit meiner Lerngruppe. Wir treffen uns jeden Tag zum Lernen bei einer von uns und versuchen es mit Pausen, in denen wir kochen, essen und quatschen erträglicher zu machen. Bis jetzt lief es eigentlich immer ganz gut.

Giuliana Marino im Playboy Magazin April 2005

Erkennen Dich dann eigentlich Deine Mitstudenten und wirst Du sehr oft auf Deine Bilder im Playboy noch angesprochen?

Als ich anfing zu studieren war ich sicher, dass keiner es wissen konnte, weil ja doch einige Zeit vergangen war und ich jetzt nicht gerade omnipräsent in der Presse war, trotzdem hat mir dann mal ein Kommilitone, mit dem ich mich angefreundet hatte gesagt, dass jeder es bereits am ersten Tag wusste. Ich war sehr überrascht und bin es heute noch. Beim Hochschulwechsel war das dann genauso. Allerdings werde ich nie direkt auf die Bilder angesprochen.  Ich habe dagegen das Gefühl eher gemieden zu werden. Viele trauen sich nicht oder sie wollen mir mit Absicht zeigen, dass sie mir deshalb keine Aufmerksamkeit schenken wollen, wie ich im Nachhinein erfahre. Ich trenne mein Modelleben von meinem Studentenleben seit Anfang an. Wenn mich jemand dann doch darauf anspricht, weil man sich angefreundet hat, erzähle ich gerne davon, weil es eine interessante Zeit war, auf die ich mit Stolz zurück blicke, aber ich dränge sie keinem auf.

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant? Modelst Du noch oder kann man Dich noch im Fernsehen sehen?

Wenn es die Zeit zulässt, nehme ich noch den einen oder anderen Model-Auftrag an. Aber mein Focus liegt im Moment im Beenden meines Studiums und in der späteren Arbeit im technischen Bereich, in dem die einzigen Models die Phantome in den zu testenden Medizingeräten sind. Letzten Herbst habe ich gemeinsam mit einer Freundin und dem Star-Frisör Udo Walz ein Szenegetränk kreiert – UDO by Udo Walz, das wir nun vermarkten. Das ist mein aktuelles Projekt, an dem ich neben der ganzen Lernerei arbeite. Die damit verbundenen Veranstaltungen lenken mich dann doch etwas ab und das tut gut. 

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest?

Ich würde dem Leser, der auf feinsten Riesling-Sekt mit einem Hauch Himbeere steht, vorschlagen mal auf www.udo-und-mehr.de zu gucken. Ich bin sehr stolz auf das Ergebnis unseres UDOs, weil man die Qualität wirklich rausschmeckt. Prost!

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Hahaha! Ich denke auf einen meiner Profs könnte ich gut in der Sauna verzichten.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
Fotocredit : Andreas Hosch für Playboy April 2005

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