Savages – Krimi-Thriller von Oliver Stone

Savages ist ein amerikanischer Krimi-Thriller aus dem Jahre 2012. Regie führte Oliver Stone, der bereits erfolgreiche Filme wie JFK und Natural Born Killers drehte. Für drei Filme seiner Mitarbeit gab es auch die höchste Auszeichnung des Filmgeschäfts, den Academy Award. Diese Filme waren Midnight Express, Platoon und Born on the Fourth of July. Auch sein neuestes Werk, Savages, scheint vielversprechend.

In Savages spielen Taylor Kitsch als Chon und Aaron Johnson als Ben die Hauptrollen. Die besten Freunde sind Marihuana-Anbauer in Laguna Beach, Kalifornien. Chon, der ehemalige Navy Seal, hat die Hanfsamen für den Anbau aus Afghanistan geschmuggelt. Diese Samen haben einen besonder potente Zucht hervorgebracht, die eine sehr loyale Kundschaft über die Zeit anziehen konnte. Die beiden sind durch ihre illegale Arbeit sehr wohlhabend geworden. Ben und Chon leben in einer polyamorösen Beziehung zu O (gespielt von Blake Lively). Während Ben gemeinnütziger Arbeit in Europa nach geht, erhalten Chon und O ein Video von Lado (Benicio del Toro), einem Kartellmitglied, das sie nicht kennen. Das Video zeigt mehrere abgetrennte Köpfe und eine Kettensäge. Die zwei machen sich Sorgen um Ben, sie befürchten dass er eines der Opfer sein könnte.

Ben kehrt allerdings gesund und unversehrt von seiner Reise zurück. Chon und Ben wollen das mexikanische Cartel und seine Repräsentanten treffen. Ihnen wird eine Partnerschaft angeboten, die sie ablehnen. Daraufhin beeilen sie sich, nach Indonesien zu reisen – ein Jahr wollen sie dort bleiben. O erzählen sie nichts davon, dass sie gerade vor einer Bedrohung fliehen.

Chon und Ben sprechen mit dem korrupten DEA Agenten (John Travolta), der ihnen eine Partnerschaft mit dem Kartell empfiehlt. Währenddessen wird O von Lado und anderen Kartellmitgliedern entführt. Chon und Ben werden über einen Skype anruf von der Kartellführerin Elena (Salma Hayek) benachrichtig. Sie droht damit, O zu töten, wenn sie nicht eine Partnerschaft eingehen.

Ausgehend von diesem Plot hat sich Regisseur Stone nicht nur einen unglaublich spannenden Geschichtsverlauf zur Verfilmung ausgewählt, sondern auch ein sehr starkes Casting. Als einer der letzten seriösen Hollywodregisseure ist er erpicht darauf, einen visuell und intellektuell ansprechenden Film zu machen. Unabhängig davon ist auch das Thema, die Systemkritik rund um den amerikanischen “War on Drugs” bishin zu den gefährlichen Kartellen sehr dem aktuellen Zeitgeist entsprechend.

Drogendealer, die wie Chon und Ben im Film mit Marihuana handeln, werden zu ähnlichen und teilweise rigorosen Strafen in den USA verurteilt als solche, die mit noch viel stärkeren Drogen handeln (Meth und Heroin etwa). Was Cannabis-Sorten wie OG Kush oder Purple Haze für Auswirkungen haben ist derzeit sehr stark in politischen Debatten. In den USA haben mehrere Staaten dieses Jahr die Legalisierung bzw. Entkriminalisierung der angeblich suchterzeugenden Pflanze durchgesetzt.

Der Erfolg des Filmes ist damit quasi beschlossen. Die Rückkehr von Oliver Stone zur Regie wurde von den Kritikern sehr hoch gelobt, auch wenn der Film eher gemischte Reviews geerntet hat. Zu unaufgeräumt sei der Streifen, doch packend und bis zum Schluss überzeugend. In Deutschland ist der Film bereits auf DVD erhältlich.