Junger Dokumentarfilm: Vatertage | TV Tipp

Junger Dokumentarfilm: Vatertage. Montag, 12. November 2012 im SWR.

Für Sandro, Bernd und Oliver ist jeder Tag „Vatertag“. Die drei jungen Väter haben sich dafür entschieden, länger als ein Jahr Elternzeit zu nehmen. Sie betreuen die Kinder und stemmen den Haushalt, während ihre Frauen arbeiten gehen. Die Regisseurin Anni Seitz hat Sandro, Bernd und Oliver und ihre Familien über viele Monate hinweg mit der Kamera begleitet. Die Familie Spanu-Sperer: Sandro mit seiner Frau und Tochter Ada

Junger Dokumentarfilm: Vatertage

Jeder Tag ist Vatertag! Sandro, Bernd und Oliver haben sich aus unterschiedlichen Gründen dafür entschieden, länger als ein Jahr Elternzeit zu nehmen. Während die Frauen arbeiten gehen, bleiben also die Papas mit ihren Kindern zu Hause. Haben sich die Männer nun doch emanzipiert oder war der Schritt zum Vollzeitvater unfreiwillig? Für Sandro, Bernd und Oliver war die Entscheidung alles andere als leicht. Nun stehen sie vor ganz neuen Aufgaben. Mit großer Offenheit erzählen die drei Männer, wie sie sich in ihrer neuen Rolle als Vollzeitväter fühlen und wie sie den Alltag meistern. Der Film begleitet die drei Männer über viele Monate hinweg und hält Höhen und Tiefen ihres Familienalltags im Schwabenländle fest. Mit großer Offenheit erzählen sie dabei, wie sie sich mit ihrer neuen Rolle als Vollzeitväter fühlen und wie ihr Umfeld darauf reagiert. Vor allem die ältere Generation tut sich schwer, ihre Söhne in der Hausmannrolle zu akzeptieren. Die Kinder aber, für deren eigenwillige, komische, aber auch poetische Darstellung die Regisseurin ein großes Gespür zeigt, sehen darin die natürlichste Sache der Welt.Im Wechselspiel der Perspektiven und Positionen entsteht ein humorvolles Familienpanorama der heutigen Zeit, in dem ganz unaufdringlich auch die großen Fragen nach Erziehung, Vorbildern und Verantwortung gestellt werden.

Für Sandro, Bernd und Oliver ist jeder Tag „Vatertag“. Die drei jungen Väter haben sich dafür entschieden, länger als ein Jahr Elternzeit zu nehmen. Sie betreuen die Kinder und stemmen den Haushalt, während ihre Frauen arbeiten gehen. Die Regisseurin Anni Seitz hat Sandro, Bernd und Oliver und ihre Familien über viele Monate hinweg mit der Kamera begleitet. Die Familie Vogt: Tina, Oliver und Philipp.

Fazit

Eine schöne Dokumentation über Männer die Kinder erziehen, während die Frauen arbeiten gehen, ein Bild in unserer Gesellschaft, das noch aktzeptanz sucht. Da fragt man sich doch warum ist das so? Weil uns das klassische Rollenbild über Jahre geprägt hat, was eigentlich wirklich traurig ist, wie man erkennt, wenn man diese Dokumentation gesehen hat, in der verschiedene Familien gezeigt werden bei denen das funktioniert. Man sieht aber auch welche Schwierigkeiten die Väter mit der Rolle haben, nicht weil sie selbst ein Problem haben, sondern weil die Gesellschaft ein Problem hat. Schau einfach mal rein.

 © Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
Bilder © SWR