Dirk Moritz „Privat mag ich lieber abgeschlossene Geschichten“

Dirk Moritz ist ein deutscher Theater-, Film- und Fernsehschauspieler. Bekannt ist er zuletzt durch seine Rolle in der Verbotene Liebe.

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Daniel war ein gutmütiges Weichei. Leider war er so konzipiert, dass er nur FÜR andere und nie für sich funktioniert hat. Er war der Klassische Zuspieler. 

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Dirk, stand für Dich eigentlich schon immer fest, dass Du Schauspieler werden möchtest oder wann entstand dieser Wunsch?

Der Wunsch kam auf als ich 10 war. Ich war ein Fan von Hansi Kraus und liebte die Filme „Pepe der Paukerschrek“ oder die „Lümmel von der ersten Bank. Da dachte ich, „was die können kann ich auch“. Also hab ich bei RTL angerufen und gesagt, ich möchte Schauspieler werden.

Wenn so ein junger Mann Schauspieler werden möchte könnten doch bestimmt einige Freunde oder Familie denken das wäre nur ein Traum, wie war das bei Dir? Gab es auch Stimmen gegen Deine Ausbildung?

Damals war die einzige Kinderschauspielschule in München und meine Eltern wollten mich so früh nicht alleine dort hingehen lassen. Zudem hiess es, lern erstmal etwas Vernünftiges (Strassenbauer). Ich hab die Lehre dann gemacht um meinen Eltern zu gefallen, aber nach einem Jahr im Familienbetrieb hab ich gesagt, so und jetzt mache ich was ich will. Also ging ich auf die Schauspielschule.

Du hattest dann sehr schnell Deine ersten Rollen, gibt es eine an die Du Dich sehr gerne zurück erinnerst?

Das ist natürlich Lenni aus „Rote Rosen“. Das war meine erste grosse durchgehende Rolle in einer täglichen Serie. Es war eine tolle Zeit, die Produktion ist sehr familiär und ich hab dort wahnsinnig viel gelernt.

Schaust Du Dir die Soaps eigentlich auch privat an oder eher nicht so gerne?

Privat mag ich lieber abgeschlossene Geschichten mit Anfang und Ende –auch weil mir die Zeit fehlt, über einen längeren Zeitraum konstant zu gucken.

In Verbotene Liebe spielst Du den Charakter „Daniel Fritzsche“, erzähl mal wie Du Daniel aus Deiner Sicht siehst.

Daniel war ein gutmütiges Weichei. Leider war er so konzipiert, dass er nur FÜR andere und nie für sich funktioniert hat. Er war der Klassische Zuspieler.

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Gibt es auch Gemeinsamkeiten?

Ich denke die Zielstrebigkeit. Wenn wir uns einmal was in den Kopf gesetzt haben, ziehen wir es auch durch. Das wars aber auch.

Letztes Jahr habe ich ein Interview mit Renee gemacht bei Euch hat es ja gefunkt am Set. Ist dann der Beruf nicht wesentlich schwerer wenn man auch privat liiert ist?

Auch wenn man privat zusammen ist, gibt es die Möglichkeit Privates und Berufliches trotzdem zu trennen. Wenn man sich daran hält ist das kein Problem.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
Bilder ©  ARD/Anja Glitsch