Livland: eine historische Landschaft im Baltikum, die Estland und Lettland umfasst. Ein Land der Mythen und Mittsommerbräuche, der verlassenen Dörfer und lebendigen Traditionen. Der vielfach preisgekrönte Filmemacher Volker Koepp hat dort Menschen getroffen, die in dieser Landschaft beheimatet und fest verwurzelt sind. In der für seine Filme charakteristischen Weise der genauen, poetischen Beobachtung hat er diese Begegnungen dokumentiert und den Zauber der baltischen Landschaft, der Wälder, Moore, Seen und der Ostsee-Küste festgehalten. Der Film gibt Einblick in Alltag und Leben der Livländer, insbesondere der jungen Menschen, die nicht im Ausland neue Arbeits- und Lebensperspektiven suchen, sondern im Land geblieben sind. Er zeigt ihre Suche nach einem Platz in einem Land, das seinen Wurzeln treu bleiben und dennoch den Anschluss an die globalisierte Welt nicht verlieren will. Nach “Pommerland” und “Schattenland” (Masuren), nach den westpreußischen “Söhnen”, der “Kurischen Nehrung”, der “Holunderblüte” und dem “Memelland” setzt Volker Koepp mit “Livland” seinen Filmzyklus fort. Seine filmische Reise führt immer am baltischen Meer, an der Küste der Ostsee, entlang.
Schwere Kost. Man sollte, denke ich, unbedingt einen Bezug auf die Gegend um Lettland und Estland haben, dass man diesen Dokumentarfilm verstehen kann. Verstehen ist auch irgendwie blöd ausgedrückt, vielmehr meine ich damit vielleicht auch mögen. Ich selbst habe nur wenig mit Estland zu tun, meine Großeltern hatten dort Freunde und haben sich in den 90er Jahren hin und wieder gegenseitig besucht. Von daher fand ich es spannend zu erfahren, wie es da eigentlich ist, was junge Menschen dort erleben und wie die Perspektiven sind. Von daher war es schon interessant nur sehr schleppend und schwermütig und dadurch eben keine typische Dokumentation in dem Sinne. Mein Geschmack hat es also nur bedingt getroffen. Mich würde sehr interessieren, wie Du solche schwermütigen Dokumentarfilme findest? Viel Spaß beim Gucken.
© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
Bilder © SWR/Volker Koepp


