Interview mit dem Comedian Oliver Beerhenke „In dieser Branche hat man immer die Gefahr, dass die Quote nicht gut ist“

Oliver Beerhenke ist ein deutscher Comedian und Fernsehmoderator. Aktuell ist er in der Comedy-Serie Die dreisten Drei auf Sat.1 zu sehen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

Oliver Beerhenke

Oliver, ich finde Ihren Karriereverlauf sehr interessant. Vor StarSearch sieht es ein wenig so aus als wenn Sie auf der Suche nach etwas richtigem waren, kann man das so sagen?

Als ich 6 war, wollte ich Raumschiffpilot werden, meine Schwester Tierärztin! Als ich 8 war: Rennfahrer – meine Schwester Tierärztin! Als ich 10 war: Geheimagent, und meine Schwester…..man ahnt es bereits: Tierärztin! – Und während meine Schwester sehr zielstrebig Tierärztin geworden ist, habe ich nie aufgehört, neue Jobs und Herausforderungen zu suchen. Ich habe sie für ihre klare Vision ihrer beruflichen Ziele immer ein bisschen beneidet, aber inzwischen komme ich sehr gut klar damit, dass es für mich vermutlich keinen Endpunkt der beruflichen Reise geben wird – mal schauen, wie es bei mir weitergeht… – Ist eigentlich schon bei „Wetten dass“ die Suche nach Gottschalks Nachfolger beendet? Und ein neuer Bundespräsi dürfte doch auch wieder nur eine Frage der Zeit sein, oder? 😉

 

Wann haben Sie dann eigentlich gemerkt, dass Sie ein besonderes Talent haben, Menschen zum Lachen zu bringen?

Das begann schon sehr früh, und an der Uni wurde es dann mehr als deutlich, als ich für die Präsentation der Referate immer erheblich bessere Noten erhalten hatte als für den Inhalt – ich war mir nicht immer sicher, ob es ein Kompliment war, wenn meine Professoren mir mit Lachtränen in den Augen sagten, dass sie mir den Schein leider nicht geben können, weil es inhaltlich leider totaler Humbug gewesen sei,  sie sich aber dennoch blendend unterhalten gefühlt hätten…..

 

Wann haben Sie sich dann entschlossen das die Comedy auch der Beruf sein soll und nicht mehr Tennislehrer oder Reiseleiter? War das direkt nach StarSearch?

StarSearch war eine Möglichkeit, mich auf der großen Bühne als Stand-up Comedian zu präsentieren. Ich hatte irgendwie gar nicht erwartet, es auch zu gewinnen. Klar war es ne prima Bestätigung, dass man die Menschen auch in einem profesionellen Rahmen zum Lachen bringen kann…und da mir das auch Spaß macht, lag es natürlich nahe, da weiterzumachen. Andere Menschen zum Lachen zu bringen, sie zu unterhalten, das is dann schon eine Art Berufung für mich – das ist etwas, wo ich mich wohl fühle.

Oliver Beerhenke

Oliver Beerhenke

Seit dem hat sich aber eine Menge geändert. Sie haben viele Comedy-Formate im Speziellen für RTL gemacht. Nun sind Sie bei „Die dreisten Drei“ auf Sat.1 zu sehen. Ein Format, dass große Fußspuren hinterlässt. Wie groß ist denn das Bedenken, dass die Show nicht beim Publikum ankommt?

In dieser Branche hat man immer die Gefahr, dass die Quote nicht gut ist. Das hängt aber von so unglaublich vielen Faktoren ab, da muss man eben auch mal aushalten können, dass etwas nicht von Anfang an perfekt funktioniert. Es gibt da keine Garantien.

 

Wie groß war eigentlich der Einfluss, den sie drei auf die Sketche nehmen konnten?

Jeder Comedian und Schauspieler wird immer ein bisschen von sich selbst oder von seiner Vision einer Figur oder eines Sketches versuchen einzubringen – die Sketche selbst waren alle bereits geschrieben, aber es gab dennoch immer eine Mitgestaltungsmöglichkeit, die Figur oder den Sketch ein bisschen an sich anzupassen, das war ein spannender kreativer Prozess.

 

Sind Sie eigentlich auch noch als Stand-up-Comedian unterwegs, oder planen dieses mal wieder?

Derzeit habe ich keine aktuelle Tournee, aber ich werde sicherlich in naher Zukunft wieder auf der Bühne sein, das Programm dafür ist jedenfalls bereits fast fertig.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Das mit dem Planen ist immer so eine Sache…..grad bei mir hab ich festgestellt, dass es eh meistens komplett anders kommt, als ich es geplant hab – deswegen versuche ich es erst gar nicht mehr mit allzulangen Zukunftsplänen. Wer plant überhaupt noch heutzutage?  😉

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Oh…sowas wie eine Lebensweisheit? Na unbedingt……Moment…..Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel…..nein…warte…das gab’s schon……zumal das mit den Pralinen bei mir auch‘n doofer Vergleich wäre, weil ich die am Ende ja eh immer alle esse.  …Ich lass‘ das besser mit den Lebensweisheiten. Ich glaube, ich bräuchte da wohl selbst eher noch die ein oder andere Lebensweisheit für mich….

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Oha…Vermutlich mit mir selbst! Ich bin kein guter Saunagänger, meistens schnell hibbelig und auch nicht besonders ausdauernd – für einen echten Saunafreund bin ich bestimmt nicht der ideale Entspannungskompagnion. 🙂

 

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© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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