Interview mit der Schauspielerin Birte Glang „Wir haben Tränen gelacht, ich glaube, mit Kaya Yanar geht es gar nicht anders“

Birte Glang ist ein deutsches Model und Schauspielerin.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews. 

Birte, Sie studierten ja Rechtswissenschaft und fingen während des Studiums an zu modeln. Wenn das mit dem modeln nicht geklappt hätte, wären Sie heute … ?

Juristin? Nein, ich denke nicht. Ich habe schon als Kind die Bühne geliebt, – es gab keine Schulaufführung ohne mich (lacht). Aber es war mir auch immer sehr wichtig eine solide Grundbasis zu schaffen. Das kommt wohl durch meine Eltern, die sind Lehrer und haben mir das wohl unbewusst, aber ganz geschickt eingebleut. Das Studium hat mir dabei sehr geholfen – auch für mein jetziges Leben. Und mit dem Modeln habe ich mir meinen Lebensunterhalt nebenher verdient –eine großartige Chance und besser bezahlt als Nachhilfe geben, was ich vorher gemacht habe. Kein Mädchentraum.

 

Vom Model zur Schauspielerin, war ja dann auch ein großer Sprung. Wie haben Sie denn entdeckt, dass Sie eine besondere Liebe zum Schauspiel haben?

Vor allem durch die etlichen Werbespots, in denen ich als Model europaweit mitspielen durfte. Dabei ist ja auch schon schauspielerisches Talent gefragt: bei dem einem Spot mehr- wie jetzt z.B. aktuell im ERGO-Werbespot, Regie Simon Verhoeven- bei anderen weniger. Diese Jobs machten mir schon immer viel Spaß, weil man sich so frei entfalten kann. Du sollst vor der Kamera auf einmal Dinge machen, die man sonst nicht darf. Schon als Kind liebte ich es in die unterschiedlichsten Rollen zu schlüpfen, mich zu verkleiden und plötzlich jemand ganz anderes zu sein. Mit 6 stand für mich fest, dass ich Clown werde, mit 10 spielte ich die Maria im Krippenspiel, mit 16 inszenierte ich eigene Weihnachtsmärchen , die mit bis zu 20 Kindern und 10 Pferden am örtlichen Reitverein aufgeführt wurden. Das Modeln allein erfüllte mich nicht, aber erst ein Regisseur bei einem Musikvideo machte mir klar, dass ich dafür gehen sollte, wofür mein Herz brennt. Von da an nahm ich wöchentlich Schauspielunterricht und dann ging alles recht schnell. Das Darstellen von Charakteren ist meine Leidenschaft. Und hierin investiere ich meine ganze Energie, aber es gibt mir auch unheimlich viel Energie.

Ist es dann einfacher als Schauspielerin Fuß zu fassen, wenn man vorher so große Erfolge als Model hatte, oder kann man sogar sagen, dass dieser Werdegang das doch erschwert hat?

Man steht mehr unter Beobachtung, nach dem Motto „na, kann die auch noch mehr als nur gut auszusehen“. Maske, Styling, das ganze Drumherum und lange Warten kenne ich vom Modeln, hier kann mich dadurch wenig schocken. Insgesamt ist mir wichtig durch meine Leistung als Schauspielerin zu überzeugen und die Zuschauer und das Publikum zu bewegen, einen Spiegel vorzuhalten, zum Nachdenken anzuregen oder einfach nur zum Lachen zu bringen.

 

Vom Soapstar auf die Kinoleinwand binnen kürzester Zeit: Bis Dezember haben Sie noch für ihre erste Kinohauptrolle in der Actionkomödie „Agent Ranjid rettet die Welt“ gedreht, die Oktober 2012 in die Kinos kommt. Ein großer Sprung.

Ja, das ist meine erste Kinorolle und dann gleich die Hauptrolle. Vier Monate nach meinem Serientod bei Unter Uns, RTL, hatte ich den Vertrag für die Kinohauptrolle. Überlegen Sie mal: Hätte der Caster mich nicht so überzeugt vorgeschlagen, der Regisseur nicht zufällig etwas Interessantes in mir gesehen und Kaya Yanar nicht diese Rolle genauso so geschrieben wie sie ist, dann wäre die Wahl eben nicht auf mich gefallen, aber es passte alles. Danke. Ich kann es kaum erwarten das „Endprodukt“ live im Kino zu sehen.

 

Wie kann man sich so eine Filmproduktion vorstellen, ist das bei einem solchen Film wirklich auch am Set immer lustig oder eher harte Arbeit?

Die Arbeit mit dem ganzen Team war wirklich klasse und hat viel Spaß gemacht, wir haben Tränen gelacht, ich glaube, mit Kaya Yanar geht es gar nicht anders (lacht). Aber wir haben auch hart geschuftet: Die Dreharbeiten am Filmset beginnen sehr früh, meist gegen 7.00 Uhr morgens. Vorher noch Maske, die 1 bis 2 Stunden Zeit in Anspruch nimmt. Da für unseren Film nur relativ wenig Drehtage angesetzt waren, standen wir eigentlich permanent unter Zeitdruck und drehten bis in die späten Abendstunden. Für meine Kampfszenen bekam ich extra vorher Schieß- und Kampftraining. Da kam ich schon mal mit der ein oder anderen Blessur nach Hause (lacht). Aber es macht einen ungeheuren Spaß, so etwas könnte ich täglich machen!

Was schauen Sie als Schauspielerin eigentlich selbst am liebsten im Fernsehen / Kino?

Filme mit Inhalt – einer guten Story – die zum Nachdenken anregen, einem zum Lachen bringen oder einfach bewegen. Ich sehe mir aber auch gerne Reportagen an, dabei erweitert man seinen doch ziemlich eingeschränkten Horizont auf angenehme Art.

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Berlusconi!

 

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© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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