Interview: Johann Lafer „Ich habe eine Abneigung gegen Matjes“

Johann Lafer ist ein österreichischer Koch, Sachbuchautor und Unternehmer .

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

 

Johann, Fans werden es sicher wissen und Sie wurden das sicher schon 1000 Mal gefragt, aber wie genau entstand eigentlich Ihre liebe zum Kochen? und der Berufswunsch Koch?

Aufgewachsen in einem kleinen Bauernof in der Steiermark, kannte ich als Kind nichts anderes als frische, gesunde Lebensmittel. Diese zu leckeren Gerichten zu verarbeiten hat mir schon als Kind große Freude bereitet. Ich war schon immer ein „kleiner Genießer“. Gott sei Dank ließ meine Mutter mich gewähren! Der Berufswunsch Koch war so eigentlich vorprogrammiert!

 

Seit 2009 sind Sie Dozent für Ökotrophologie … also Hauswirtschaft? Oder gibt es da noch Unterschiede?

Hauswirtschaft umfasst ein wenig mehr als das Kochen. Ich unterrichte angehende Ökotrophologen, wie man die gesunden Produkte, deren Nährwerte sie alle kennen, schonend und schmackhaft verarbeitet. Zum Beispiel, dass sich das wertvolle Eiweiß zersetzt, wenn man ein Spiegelei in die zu heiße Pfanne gibt…

 

Neben dem Dozentendasein und den Auftritten in Ihren Sendungen, bleibt da eigentlich noch wirklich Zeit für private Dinge?

Die nehme ich mir! zugegebenermaßen, viel zu selten, aber meine Kinder drängen mich da schon in die richtige Richtung.

 

Als Koch hat man doch sicher sehr hohe Ansprüche an sein Essen, würde Ihnen eine Maggie oder Knorr Soße noch schmecken? bzw. Fertigprodukte?

Nein. Das schließe ich aus. Es gibt für die Hausfrau heute so viele Möglichkeiten mit guten Produkten, auch natürlichen Kochhilfen, wie z.B. Fonds,  frisch zu kochen, dass ich für Fertigprodukte kein Verständnis aufbringen kann.

 

Was essen Sie denn eigentlich am liebsten?

Da ich meist aus vielen sehr feinen und edlen Produkten Gerichte kreiere, freue ich mich immer wieder auf ein gut gemachtes Wiener Schnitzel!

 

Gibt es Dinge die Sie nie essen würden und vielleicht auch nie kochen  würden?

Ja, ich habe eine Abneigung gegen Matjes, wo auch immer das herkommt. Auch Hahnenkämme oder das Corail derJakobsmuschel gehören nicht zu meinen Favoriten.

 

Sie haben ja auch schon in einem großen Umfang mit anderen Prominenten gekocht, gab es da ein wirkliches Talent? Oder wie war da Ihre Erfahrung?

Die Prominenten stehen ja nicht wirklich jeden Tag in der Küche, meist fehlt es da ein wenig an Routine. Ich habe aber unter ihnen schon wahre Talente kennenlernen dürfen! Auf jeden Fall haben die meisten große Freude am Genießen wie auch am Kochen.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Außer der Weiterentwicklunge unseres Unternehmens liegt mir ein besonderes Projekt sehr am Herzen: Mit food@ducation  möchten wir ein neues Zeitalter der Schulverpflegung einläuten. Gemeinsam mit Land, Kreis und der Hochschule Fulda ist ein sehr stimmiges Konzept entstanden. Ich füge es im Anhang bei.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Ja: Ich wünsche mir, dass die Menschen wieder mehr auf Frische und Produktqualität achten wenn sie Lebensmittel einkaufen. Frisch vom Markt ist günstiger als Fertiggerichte! Man muss es nur wollen und die Mühe nicht scheuen.

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Da muss ich jetzt wirklich nachdenken! Wahrscheinlich nicht mit dem, der den Pfannkuchenteig in der Flasche erfunden hat.

 

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

 

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