Interview: Michael Gross „Ein Arzt riet meiner Mutter, mich zum Schwimmen zu schicken, weil ich so schnell wuchs“

Michael Gross der einer der erfolgreichsten deutschen Schwimmsportler.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

Foto: Michael Gross

Foto: Michael Gross

Michael, Sie sind einer der erfolgreichsten Schwimmsportler in Deutschland. Insgesamt 21 Titel: welches ist der schönste Sieg gewesen? 

Mit 10 war die Bezirksjahrgangsmeisterschaft genauso schön wie mit 20 der Olympiasieg. Ehrlich, alles zu seiner Zeit hat einen Wert. Den schönsten Sieg gibt es deshalb nicht – zumindest für mich.

 

Bei all den Erfolgen gab es doch sicher auch mal nicht so schöne Momente, gibt es da welche die wirklich schlimm waren, fällt Ihnen da spontan ein Moment ein?

Die Silbermedaille in Los Angeles 1984 über 4×200 Meter Freistil war schlimm: Über vier Sekunden besser als der Weltrekord, aber vier Hunderstel Sekunden hinter den USA.   

 

Und wie fängt man sich dann wieder von solchen Momenten? Wie lange braucht man um „Niederlagen“ im Sport zu verarbeiten?

Das Umschalten geht schnell, was war der Grund, war man vielleicht gut, aber andere schlicht besser. Es gilt, bloß nicht lange mit dem Vergangenen herumhadern, vielmehr die Chancen der Zukunft ins Visier nehmen. 

 

Ihren ersten großen Erfolg hatten Sie mit 16, wie hat sich eigentlich die Liebe zu dem Sport entwickelt?

Durch Zufall. Ein Arzt riet meiner Mutter, mich zum Schwimmen zu schicken, weil ich so schnell wuchs. Und die Bewegung im Wasser war nicht nur gut für die Gelenke – sie hat mir auch unheimlich Spaß gemacht.

 

20 Jahre liegt Ihre aktive Zeit nun ungefähr zurück, was haben Sie heute noch mit dem Sport zu tun?

Sport ist ein Hobby, dass ich 2 bis 3 Mal pro Woche mache, zur Entspannung und den Kopf frei bekommen. Mountainbiking, Fitness-Studio, im Winter Snowboarding – so wie viele Millionen andere Menschen auch. Mehr nicht, aber mir reicht es.

 

War der Ausstieg damals eigentlich schwer? Oder war das eher eine Freude auf das Leben nach dem Sport?

Nein, im Gegenteil, eigentlich wollte ich schon früher aufhören und habe mir die Zeit für das Training abgeknapst – ich hatte und habe immer genug Projekte und Vorhaben. 

Foto: Michael Gross

 Wie sieht denn das Leben  nach dem Sport aus? Was haben Sie in den letzten Jahren getan und was arbeiten Sie heute?

Was ich arbeiten sehen Sie am besten unter www.peakom.com. Das ist mein Unternehmen seit 2004, zudem lehre ich noch an der Frankfurt School. Ganz gut finden Sie alle, was ich so treibe unter ww.michael-gross.net.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Setzt Euch Ziele, die fordern, und seid nicht enttäuscht, wenn man ein Ziel nicht erreicht – trotz aller Anstrengungen. Dann hat man neuen Antrieb, es erneut oder etwas anderes zu versuchen. Aber eins nicht vergessen, auch das Leben erfahren und genießen. Kurz: die Mischung macht´s! 

 

Mit wem würden Sie gerne in der Sauna sitzen wollen?

Nur und immer wieder mit meiner Frau Ilona, mit der ich seit 25 Jahren zusammen bin. Gemeinsam sind wir stark und haben riesig Spaß – auch wenn manchmal ein bisschen Schweiß kostet.

 

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