Interview: Tom Gerhardt „Ab Ende September geh ich wieder in intime Clubs“

Tom Gerhardt ist ein deutscher Komiker und Schauspieler.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

 

Tom, es heißt Sie wurden von Jürgen von der Lippe entdeckt, wie war das denn genau? Hat er sich eine Bühnenshow von Ihnen angesehen?

Jürgen hat sich damals in einem kleinen Saal auf einen harten Stuhl gequetscht, um sich meine Chaos-Show persönlich anzuschauen. Was so bekannte Entertainer normalerweise ihre Mitarbeiter machen lassen, wenn überhaupt… Er wählte sich meine Figur „Tommie“ mit der Pudelmütze aus, um sie in seiner Show „So isses“ zu präsentieren. Dieser Auftritt trat einen Kult los, der mir – oh danke Jürgen! – wachsend volle Säle bescherte. Es war die Initialzündung…

 

Voll normaal, war dann der Film, der Sie bei der breiten Masse bekannt machte, in diesem Falle sogar auch wörtlich zu nehmen. Ich erinnere mich an die Zeit damals gerne, das war ein unglaublicher Hype, Wie kamen Sie eigentlich zu der Rolle?

Als ich bekannt wurde, gab`s mich erstmal nur auf der Bühne zu sehen – abgesehen von ein paar ganz wenigen Ausschnitten im Fernsehen.

Aber weil mein Programm „Dackel mit Sekt“ Kult wurde,  tourte ich wie wild quer durch Deutschland. Es waren schließlich größere Hallen und dies blieb der Constantin-Film nicht verborgen.

Bernd Eichinger und Herman Weigel schlugen mir einen Film vor, der sich um die beliebteste Figur, um „Tommie“ drehen sollte. So begann ich also, ein Kino-Drehbuch zu schreiben.

 

Und mit dem Image des lustigen blödel hatten Sie damals wie heute keine Probleme?

Was für ein Problem sollte ich damit haben? Comedy ist die Königsklasse. Und außerdem mache ich das, was mir selber Spaß macht.

 

Glauben Sie das Publikum würde Ihnen eine ernste Rolle abnehmen, hätten Sie überhaupt Interesse an ernsten Rollen?

Wenn es eine charismatische Rolle ist, die mir liegt, dann würde ich sie spielen – vorausgesetzt, ich kann was mit dem ganzen Drehbuch anfangen. Angebote hat es ja gegeben… meistens habe ich aber gedacht, o.k., das könnte auch ein x-beliebiger Schauspieler machen… und hab dann abgesagt.

 

Müssen die Fans eigentlich wieder 14 Jahre warten bis zu einem Nachfolger von „Die Superbullen“?

Huh… kann ich noch nichts zu sagen… weil jetzt ich gerade mitten in der Vorbereitung meines neuen Bühnen-Programms bin. Endlich wieder live!  Ab Ende September geh ich wieder in intime Clubs, um noch mal das Feeling der ganz alten Zeiten zu bekommen…  jetzt muss ich erstmal den Leuten klarmachen, dass sie nicht nur das sehen, was sie aus dem TV und Kino kennen, sondern auch viele neue, schräge Figuren aus dem prallen Leben…

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant, darf man da schon etwas verraten?

Was nach dem Live-Programm kommt, weiß ich noch nicht. Ich habe TV-Angebote – nur, weil ich alles – auch die TV-Drehbücher in denen ich spiele, immer selbst mit Freunden schreibe, schaffe ich das nicht alles auf einmal. Und mich nach 12 Jahren wieder live zurückzukämpfen, das ist mir im Augenblick das Wichtigste.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Ja! Ich möchte gern, dass Ihr Euch meine neue Bühnenshow „Nackt und in Farbe“ anschaut (Tourdaten im Netz). Ich war so lange live weg, dass ich den schönsten Teil meiner bescheidenen Karriere wieder ganz neu aufbauen muss. Und dazu brauche ich Euch!

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit einem tasmanischen Beutelteufel.

 

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© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de