K11 – Kommissare im Interview

Michael Naseband und Alexandra Rietz sind ehemalige deutscher Polizisten und Schauspieler der Sat.1 Serie „K11 – Kommissare im Einsatz“.

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Am Beruf der Polizistin haben mich unglaublich viele Aspekte gereizt. Der Kontakt zu unterschiedlichsten Menschen, die Aufregung bei Einsätzen, die Arbeit im Team, das Sportangebot sowie die Möglichkeit, Straftaten aufzuklären und Menschen zu helfen.

Foto: Michael Naseband

Michael, Sie wollten Ursprünglich Profisportler werden?

Michael: Wie die meisten Jungs wollte ich Profifußballer werden, jedoch hat mein Talent nicht gereicht. Als ich 6 Jahre alt war, wohnte in meiner Nachbarschaft ein Spieler von Fortuna Düsseldorf. Der hatte einen roten Porsche Cabriolet. Das hat mich damals so beeindruckt, dass ich auch Fußballer werden wollte. 

Sie gingen dann aber doch lieber zur Polizei?

Michael: Ich habe mich nie bei der Polizei beworben. Ein älterer Polizeibeamter kam irgendwann zu mir nach Hause und warb mich für diesen Beruf an. In der Schule lief es damals nicht so glatt und die Vorstellung hat mich gereizt. Obwohl ich damals öfter ein bisschen Ärger mit den Cops hatte, da ich mit meinem Mofa und später mit meinem Leichtkraftrad oft ohne Helm gefahren bin und die Karren auch etwas frisiert waren. Dennoch hat man mich genommen 😉 

Alexandra, Sie haben ein Wirtschaftsabitur und eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin, gingen dann aber zur Polizei. Das sieht ein wenig so aus wie „doch noch im letzten Moment einen Traum erfüllt“?

Alexandra: Da liegen Sie völlig richtig! Schon als Kind wollte ich Polizistin werden. Mein kleiner Umweg war familiär bedingt, ich hätte das Steuerbüro meines Vaters übernehmen können. Doch wir alle haben dann einsehen müssen, dass dieser recht trockene Job nicht das Richtige für mich ist. Daraufhin habe ich mir dann meinen Traum erfüllt und bin Kommissarin geworden. Die Ausbildung zur Steuerfachgehilfin gemacht zu haben, bereue ich trotzdem nicht. 

Was hat für Sie die Faszination Polizei denn ausgemacht?

Alexandra: Am Beruf der Polizistin haben mich unglaublich viele Aspekte gereizt. Der Kontakt zu unterschiedlichsten Menschen, die Aufregung bei Einsätzen, die Arbeit im Team, das Sportangebot sowie die Möglichkeit, Straftaten aufzuklären und Menschen zu helfen. Sogar die Gefahr im Polizeijob hatte einen gewissen Reiz auf mich – Hauptsache nicht langweilig. Und das Gefühl, etwas Gutes zu tun, wiegt in meinen Augen alles auf! 

Foto: Michael Naseband

Wie kam es denn dazu, dass Sie 2003 den Dienst bei der Polizei aufgegeben haben um Schauspielerin zu werden für K11?

Michael: In meinem Leben ergibt sich alles meist eher zufällig und oft an der Theke. Wie auch 2003, als ich in einer Kneipe angesprochen wurde. Derjenige, der mich ansprach, wusste, dass ich bei der Kripo in Düsseldorf war und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte in einer SAT1-Serie einen Kommissar zu spielen. Eigentlich wollte ich meinen Job nicht aufgeben, aber dann dachte ich: „No risk – no fun“ und habs gemacht. Diese Entscheidung habe ich nie bereut.

Alexandra: Das war eigentlich purer Zufall. Als unsere Dienststelle 2003 zum Casting für „K 11“ aufgerufen wurde, war ich immer noch glückliche Kriminalbeamtin und hatte kein Interesse, daran teilzunehmen. Irgendwann wurde ich von der Produktionsfirma nach München eingeladen. Ich nahm die Einladung an, nur um eine Freundin in München zu besuchen und war deshalb total relaxed beim Casting. Schließlich bekam ich die Zusage für die weibliche Hauptrolle. Nach einer 2-wöchigen Bedenkzeit nahm ich das Angebot an, weshalb ich leider bei der Polizei kündigen musste.

Haben Sie die Entscheidung jemals bereut? Gab es Momente an denen Sie gedacht haben „Lieber wieder Polizistin“?

Alexandra: Zu Beginn habe ich meine alten Kollegen und die Einsätze vermisst. Außerdem musste ich feststellen, dass der Job als Schauspielerin mindestens genauso hart ist wie der Polizeiberuf. Aber bereut habe ich meine Entscheidung nie! Ich arbeite wieder in einem tollen Team und das Drehen macht mir unglaublich viel Spaß. 

Warum glauben Sie ist K11 eine so erfolgreiche Sendung? Was macht die Faszination für die TV Zuschauer aus?

Alexandra: Spannende Geschichten, Voyeurismus und Authentizität. Ich glaube, diese drei Punkte machen unseren Erfolg aus. 

Foto: Alexandra Rietz

Wie realistisch würden Sie sagen auf einer Skala von 1 bis 10 sind die Fälle bei K11?

Michael: Das kann man an keiner Skala festmachen. Wir versuchen unsere Arbeit so realistisch wie möglich darzustellen und nehmen diesbezüglich auch Einfluss auf die Drehbücher. 

Alexandra: Bei der Polizei habe ich Geschichten erlebt, die man kaum glauben kann. Deshalb sage ich: 8! 

Wie viel Zeit brauch es eigentlich eine Folge zu drehen?

Michael: Etwa einen Tag. 

Neben der Schauspielerei sind sie Gast bei Veranstaltungen von Stefan Raab, hat man es dann geschafft oder für wie groß erachten Sie diese „Raab-Veranstaltungen“?

Alexandra: Ich bin auch hier eher zufällig reingerutscht, als ich eine befreundete Moderatorin zum Turmspringen begleitet habe. Eine gewisse Bekanntheit liegt natürlich vor, wenn man von Stefan Raab eingeladen wird. Aber ich denke, er sucht sich seine Gäste überwiegend nach Sympathie aus. Deshalb fühle ich mich geehrt, dabei sein zu dürfen. 

Foto: Alexandra Rietz

Und wo sieht man Sie als nächstes auftreten?

Alexandra: Am 17.6.2011 bin ich in München bei Galeria Kaufhof am Marienplatz zu Gast, wo eine öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Frauen-WM stattfinden wird. Anfang Juli 2011 fahre ich dann in Ischgl/Österreich bei einem großen Kartrennen mit. Die Ausstrahlung eines Interviews beim MDR steht auch noch aus.  Die genauen Zeiten kann meiner Homepage entnehmen, sobald sie feststehen (www.alexandrarietz.de). 

Gibt es etwas, dass Sie an dieser Stelle gerne dem Leser mitteilen würden?

Michael: Manchmal muss man im Leben etwas riskieren, damit es spannend bleibt, aber trotzdem muss man stets „sauber“ bleiben. Mein Lebensmotto lautet: „Leben und leben lassen“ Das ist auch der Titel meiner Biografie die man unter www.naseband.com bestellen kann. 

Alexandra: Ja, ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich bei unseren Fans dafür bedanken, dass sie uns seit nun fast 8 Jahren die Treue halten! Denn ohne sie, würde es uns nicht mehr geben. HERZLICHEN DANK!! 

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Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Alexandra: Johnny Depp. Zusammen mit dem Ofen … Das wäre mir zu heiß!

Michael: Mit Leuten, die mir blöde Fragen stellen 😉

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