Roland M. Horn “Was ist der Sinn des Lebens?”

Roland M. Horn ist ein deutscher Sachbuchautor, UFO-Phänomen- und Atlantis-Forscher.

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Schon als kleines Kind fragte ich meine Mutter, warum der Mond nicht vom Himmel fällt – denn schließlich war er ja nirgends angebunden – und begeisterte mich für die Welt der Sterne. Ich begann ein Astronomie-Buch nach dem anderen zu lesen, und in einem wurde die Frage nach den „UFOs“ gestellt und abschlägig beantwortet.

Roland M. Horn

Roland M. Horn

Wie entdeckten sie ihre Liebe zur Astronomie?

Schon als kleines Kind fragte ich meine Mutter, warum der Mond nicht vom Himmel fällt – denn schließlich war er ja nirgends angebunden – und begeisterte mich für die Welt der Sterne. Ich begann ein Astronomie-Buch nach dem anderen zu lesen, und in einem wurde die Frage nach den „UFOs“ gestellt und abschlägig beantwortet. Doch ich begann nun mich für das Thema zu interessieren und deckte mich – soweit es das elterliche Budget zuließ – mit Sachbüchern zu dem Thema ein. Außerdem erwachte in mir schnell das Interesse am Thema „Leben nach dem Tod“ und anderen grenzwissenschaftliche Themen, als ich in den Zeitschriften meiner Oma, die einfach nichts wegwerfen konnte, Serien zu diesen Themen las. In einer davon ging es um den Reinkarnationsfall „Bridey Murphy“.

Meine Erfahrung ist das man wenn man sich für spezielle Themen interessiert oft aneckt und das Ziel von kleinen Neckigkeiten ist, welche Erfahrung haben Sie da gemacht?

„Neckigkeiten“ ist stark untertrieben. Als ich einmal im Rahmen einer UFO-Sichtungsermittlung bei der Polizei in Ramstein anrief und mich als Mitarbeiter der Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens vorstellte, schlug mir ein verächtliches „UUUUUUUFOOOO???“ entgegen, und der Mann an der Strippe legte während des Gesprächs den Hörer auf – dabei wollte ich einfach nur wissen, ob es in der Gegend am Sichtungstag in Ramstein oder Umgebung einen Massenstart von Miniaturheißluftballonen – vielleicht im Rahmen eines Events – gegeben hätte, denn die Angaben des Sichters wiesen darauf hin. Als ich ein zweites Mal anrief, um mich über den Kollegen zu beschweren, der den Hörer aufgelegt hatte, sagte mein aktueller Telefonpartner kurz und bündig: „Ja, und das selbe mache ich jetzt auch.“ – Die Polizei Dein Freund und Helfer. Als ich mich einige Jahre zuvor in einem Radiointerview bei Radio FFH als UFO-Sichtungsermittler vorstellte und meine Telefon-Nummer durchgab, war mein AB hinterher vor voll mit Aussagen wie „Sie sind der größte Spinner aller Zeiten“ oder „Hallo, hier spricht Captain Kirk.“ Als ich für die das Internetportal Atlantisforschung.de, bei dem ich als stellvertretender Chefredakteur tätig bin, Illustratoren um Freigabe für ihre Werke bat, bekam ich auch mitunter schroffe Antworten, in denen mir die Rechteinhaber klar und deutlich sagten, was sie von dem Atlantis-Thema und ähnlichem hielten und verweigerten die Freigabe ihrer Bilder.

Sie beschäftigen sich schon lange mit der UFO-Thematik, um einfach mal die banalste Frage aller Fragen zu stellen: Gibt es Außerirdische die uns besuchen?

Dieses Thema sollte man von zwei Seiten betrachten. Als allererstes darf man die immensen Entfernungen im Universum nicht außer Acht lassen, auch wenn dieses Argument durch die „Neue Physik“ etwas relativiert wird. Dazu kommt die Frage, ob die Ergebnisse der UFO-Phänomen-Forschung tatsächlich auf die Anwesenheit außerirdische Besucher schließen lassen. Und das tun sie eher nicht. Es gibt ein kleines „UFO-Restphänomen“, aus dem sich aber auch keine deutlichen Indizien für die Anwesenheit außerirdische Besucher ableiten lassen. Ich würde also antworten: Eher nicht, aber: Man kann nie wissen.

Worin liegt für Sie der Reiz sich mit Dingen wie etwa Atlantis zu beschäftigen? Ein Abenteurerinstinkt?

Das weiß ich selbst nicht. Ich glaube, das wurde mir in die Wiege gelegt. Was Atlantis betrifft, war es so, dass ich eines Tages das Buch „Das Atlantis-Rätsel“ von Charles Berlitz in der Auslage einer Buchhandlung entdeckte. Ich verschlang es, und mich ließ Atlantis nicht mehr los, auch wenn ich mich zunächst mehr auf die UFO-Phänomenforschung konzentrierte.

Zu Apokalyptische Endzeit heißt es: „Roland M. Horn erläutert wie immer spannend und eingängig, was alle Menschen in der nächsten Zukunft erwarten wird“ was erwartet uns nach 2012?

Interessant ist, dass die Wendung „in der nächsten Zukunft“ gerne mit „2012“ assoziiert wird. Was das Thema 2012 angeht, so heißt es oft: „Die Maya haben für 2012 den Weltuntergang vorausgesehen“ und „2012 endet der Mayakalender“. Beides ist, mit Verlaub gesagt, Unsinn. Zuerst muss man sich fragen, ob die sog. Thompson-Korellation (Umrechnung nach  Eric  Thompson), nach der das entsprechende Maya-Datum tatsächlich mit dem 21.12.2012 korreliert, überhaupt stimmt. Was oft verschwiegen wird, ist, dass es noch andere Umrechnungen gibt, und selbst im Lager der Befürworter der Thompson-Korrelation, gibt es Variationen um Tage. Das heißt konkret: Wenn die Thompson-Korrelation nicht stimmt, wird auch nichts passieren. Wenn sie doch stimmt, ist laut dem Forscher Maurice M. Cotterell mit folgenschweren Katastrophen zu rechnen, denn nach jedem Großzyklus des Maya-Kalenders, der zu Ende ging, soll es nach den Maya-Aufzeichnungen zu Katastrophen gekommen sein. Und mit einem Ende eines Großzyklus’ des Maya-Kalenders haben wir es hier zu tun, nicht mit einem tatsächlichen „Ende des Kalenders“. Man kann es vielleicht grob mit unserem Kalender vergleichen. Ist der 31. Dezember vorüber, beginnt  ein neuer Zyklus, und so verhält es sich auch mit dem Maya-Kalender. – Er läuft auch nach 2012 weiter. Cotterell hat sich im Rahmen seiner Forschung auch mit der Sonnentätigkeit beschäftigt und kam zu dem Ergebnis, dass die Katastrophen am Ende eines jeden Maya-Kalender-Zyklus mit verstärkter Sonnenaktivität, der Abweichung der Sonnenstrahlung vom gewöhnlichen Fluss,  einhergehen. Und tatsächlich hat die NASA vor einem starken Sonnensturm für die Jahre 2011/2012 gewarnt. Da das Magnetfeld der Erde zurzeit abnimmt, könnten die Folgen eines solchen Sonnensturms stärker werden, da die schützende Funktion des Magnetfeldes nicht mehr so ausgeprägt ist. Um die Jahrtausendwende entdeckten Wissenschaftler einen Sturm, der tief innerhalb der Erde brodelt – ein Sturm, der unser Magnetfeld schwächt, das zu verschwinden beginnt. Es wurde enthüllt, dass die Verschiebung in der südatlantischen Ozean-Region, zwischen Afrika und Südamerika, begonnen hat. Diese „Südatlantische Anomalie“ wird heute zuweilen sogar von wissenschaftlicher Seite mit einer beginnenden „Polumkehr“ in Verbindung gebracht. In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass der amerikanische Seher Edgar Cayce bereits 1936 voraussagte, dass es in den Jahren 2000/2001 eine Verschiebung der Pole gäbe oder ein neuer Zyklus begänne. Cayce sprach in dem Zusammenhang von einer Zeit der Veränderungen und u. a . von „Umwälzungen an Arktis und Antarktis“ sowie einer Erwärmung vorher kühlerer Gebiete. Und all dies sehen wir ja jetzt. In der Bibel wird diese Zeit der Veränderung als „Endzeit“ und im Koran als „Zeit der letzten Verheißung“ bezeichnet, die man dadurch erkenne, dass das Volk Israel in seine Heimat zurückkehre. Diese Prophezeiung hat sich bereits erfüllt Die Voraussagen scheinen zunächst auf eine Zeit des Umbruches und der Katastrophen, dann aber auf ein goldenes Zeitalter hinzuweisen. Diese Prophezeiungen stehen und fallen jedoch nicht mit der 2012-Frage.

Wie lange dauert es eigentlich von der Idee zu einem Buch bis zum fertigen Exemplar?

Das ist unterschiedlich. Die Gedanken, die später zum Buch führen, können je nach notwendiger Recherche schon einige Monate, wenn nicht noch länger, dauern. Ist das Buch erst einmal im Kopf entstanden, dauert es noch einige Wochen oder Monate, bis es niedergeschrieben ist. Auch das ist wieder davon abhängig, welche Recherchearbeit noch notwendig ist. Nach der Korrektur geht das Buch zu meinem Stamm-Verlag, der eine Option auf meine Bücher hat, und der hat dann drei Monate Zeit, zu entscheiden, ob er von der Option Gebrauch macht. Tut er das, kommt es nun drauf an, wann der Verlag das Buch veröffentlichen kann. Das kann schon mal bis zu zwei Jahren dauern. Macht der  Verlag von der Option keinen Gebrauch, muss ich erst mal auf Verlagssuche gehen, und dann kommt es darauf an, wie lange diese dauert und wie lange schließlich der Verlag, der das Buch annimmt, braucht. Nachdem das Buch dort im Lektorat war, wird es mir zur Korrektur zugeschickt, dann guckt der Verlag noch mal drüber, und anschließend geht das Buch in den Druck. Danach gibt es der Verlag heraus. Diese ganze Vorgangskette dauert dann Monate bis Jahre, manchmal geht es jedoch auch überraschend schnell. „Apokalyptische Endzeit“ wurde z.B. innerhalb von zwei Monaten vom Verlag realisiert. Das ist ungewöhnlich schnell.

Wenn Sie von allen Fragen der Welt eine beantwortet bekommen würden, wäre das die Antwort auf: …?

Was ist der Sinn des Lebens, des Todes und überhaupt von allem?

Schreiben Sie aktuell an einem Buch und könnten dazu schon was sagen?

In den nächsten Tagen wird meine Buch „Reinkarnation“ erscheinen. Es geht um Themen wie „Reinkarnation und Religionen“. Viele Fälle werden dargestellt, in denen sich Menschen an ein früheres Leben erinnern. Darüber hinaus wird intensiv auf den Themenkomplex „Reinkarnation, Karma und der Holocaust“ eingegangen. Für ein weiteres Buch – einer überarbeiteten und aktualisierten Neuauflage von „Gelöste und ungelöste Rätsel dieser Welt“ – bin ich noch auf Verlagssuche. Oft scheitert es daran, dass das Buch schon einmal erschienen ist. Doch da denke ich mir etwas aus…

Gibt es etwas, dass sie an diese Stelle gerne den Lesern sagen würden?

Was auch passiert: Bleiben Sie immer neugierig!

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

In Replik auf  Ihr Interview mit Dominik Büchele müsste ich als eingefleischter Schalker eigentlich „Mit der Mannschaft von Borussia Dortmund“ sagen. Das doch wäre zu einfach. Ich würde Dominik Büchele gerne allein ein der Sauna oder sonst wo eingesperrt sehen, wo er eine längere Zeit durch einen Lautsprecher mit Schalker Liedgut versorgt wird.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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