Mathis Landwehr “Lasko wird nicht das letzte Format seiner Art bleiben”

Mathis Landwehr wird als Sohn eines Deutschlehrers und Doktors der Philosophie und einer Bildhauerin und Bühnenbildnerin 1980 in Stuttgart geboren. Der frühe Kontakt mit der Bühne, kontinuierliches Kampfkunst-Training und die Nähe zur Filmakademie Ludwigsburg prägen schon in seiner Kindheit und Jugend entscheidend seinen Berufswunsch.

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Es gab Zeiten in denen ich zweimal täglich einige Stunden trainiert habe. Aber das ist irgendwann Raubbau am eigenen Körper. Jetzt hat es sich auf Fünf bis Sechs Mal wöchentlich  a zwei Stunden eingependelt. Bei Dreharbeiten kann ich dieses Pensum natürlich nicht halten.

© Foto: RTL / marcelweisheit.com

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Mathis, Deine Mutter ist Bühnenbildnerin und Dein Vater Theaterautor, stand für Dich persönlich schon immer Fest das du auch in dieser Richtung einen Beruf ausüben willst?

Ich wusste schon früh, dass mich das Medium Film und Schauspielerei sehr interessiert, aber  die Idee meine Leidenschaft Martial Arts damit zu kombinieren kam dann mit 15 oder 16.

Mit 12 Jahren hast Du angefangen Theater zu spielen, könntest Du dir jetzt ein Leben ohne Theater oder Kameras vorstellen?

Momentan macht mich mein Beruf glücklich, auch wenn er wie alles Kehrseiten hat.  Wenn ich eines Tages keinen Erfolg mehr haben sollte oder nicht mehr vor der Kamera stehen will ist das kein Untergang. Im Gegenteil, ich habe noch viele Dinge in meinem Leben vor.

Seitdem Du 6 bist machst Du Kampfsport, angefangen mit Tu-Thân „An sich arbeiten“ oder auch Taekwondo, Thai, Capoeira. Wie viele Kampfsportarten beherrscht Du?

Das kommt darauf an, was man unter beherrschen versteht. Ich habe in einigen wenigen Kampfkünsten einen hohen Grad erreicht, aber das sagt meiner Meinung nach Nichts aus. Seit meinem 13. Lebensjahr trainiere ich mit den unterschiedlichsten Kampfkünstlern und versuche weiter „an mir zu arbeiten“. Wenn ich lese, dass mich manche als Kampfkunstmeister beschreiben ist das eher unangenehm, da muss man schon ein wenig mehr Kampfkunst- und Lebenserfahrung mitbringen. Ich bin immer noch Schüler und werde es in gewisser Weise immer bleiben.

© Foto: RTL / marcelweisheit.com

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Wie hältst Du dich eigentlich Fit? Wie viel am Tag trainierst Du?

Es gab Zeiten in denen ich zweimal täglich einige Stunden trainiert habe. Aber das ist irgendwann Raubbau am eigenen Körper. Jetzt hat es sich auf Fünf bis Sechs Mal wöchentlich  a zwei Stunden eingependelt. Bei Dreharbeiten kann ich dieses Pensum natürlich nicht halten.

Durch den Kampfsportart spielst Du überwiegend Actionreiche Rollen, wie bist Du vom Theater zum TV gekommen?

Ich habe nur als Kind und Jugendlicher Theater gespielt und mich dann fast ausschließlich  dem Film gewidmet. Die Nähe der Filmakademie Ludwigsburg war sehr günstig für den Einstieg.

Schaust Du selbst auch gerne Martial-Arts Filme?

Ja, aber nicht alle. Früher war ich wirklich schmerzfrei und hab mir alles rein gezogen, ob das „zwei Hitzköpfe drehen durch“ oder „die Dynamitfaust“ war, aber heute schau ich mir so etwas wenn überhaupt nur noch aus Studienzwecken an.

Aktuell warst Du auf RTL in der Serie „Lasko – Die Faust Gottes“ zu sehen. Wie kamst Du zu dieser Rolle?

Der Regisseur  Diethard Küster des ersten Piloten hat mich in „Kampfansage“ gesehen und sagte sich „das ist mein Lasko!“.

© Foto: RTL / marcelweisheit.com

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Bei „V wie Vendetta“ durftest Du schon Hollywood Luft Atmen, könntest Du dir Hollyood für Dich als Schauspieler vorstellen?

Es ist nicht mein Ziel nach Hollywood zu kommen, aber wenn ich mal die Chance hätte ein Projekt dort zu machen würde ich nicht nein sagen. Nur dort leben und arbeiten käme aber nicht in Frage.

Könntest Du dir Vorstellen in einer Richtung Darsteller zu sein in Hollywood Produktionen wie in etwa Jean Claude van Damme, Mark Dacascos, Jet Li oder Jackie Chan?

Ich werde versuchen mich nicht auf Actionrollen festzulegen, ob mir das gelingt wird sich zeigen.

Grade im Moment wo es in diesem Genre Weltweit nur alternde Darsteller gibt wie die oben genannten hoffst du auf eine solche Karriere? Ganz ehrlich, hast Du mit dem Gedanken schon mal gespielt in letzter Zeit?

Nein. Diese Zeiten sind vorbei. Das hat in den Achtzigern funktioniert, aber ist heute das nur noch langweilig. Ich versuche meinen eigenen Weg zu gehen. Mein Traum wäre eine Kombination aus Action und guten Drehbüchern in Deutschland. Dass es funktioniert zeigen uns Filme wie „Heat“ oder „Matrix“.

Zurück zu „Lasko“ Dort spielst Du einen Mönch mit Regeln moralischen Wertvorstellungen. Gibt es Parallelen zur Dir?

Ein paar schon, aber die Figur Lasko ist so fiktional, dass die Unterschiede überhand nehmen.

© Foto: RTL / marcelweisheit.com

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Hättest  Du mit einem solchen Erfolg von Lasko gerechnet?

Um ehrlich zu sein nein.

Die zweite Staffel Lasko fing ja stark an mit über 4 Millionen Zuschauern etwa, nahm dann aber ab, woran könnte das gelegen haben?

Das ist eine gute Frage, die man nur subjektiv beantworten kann. Ich persönlich denke, dass das Format sehr schnell auserzählt war. Man hätte um einiges mehr „wagen“ müssen, um nicht nach zwei Staffeln an die Grenzen zu stossen. Andererseits ist und bleibt RTL der einzige Sender, der den Mut beweist solche Formate zu produzieren.

Zum Staffel-Finale schauten ja wieder fast 4 Millionen Zuschauer zu, war das „Gegnerprogramm“ eventuell einfach nur zu stark?

Wir hatten tatsächlich sehr starkes Gegenprogramm wie den neuen „Indiana Jones“ oder andere Blockbuster. Dazu kam eine Pause durch den RTL-Spendenmarathon.

Wieso wurde in dieser Staffel eigentlich nicht weiter auf die gegnerische Geheimloge Ares eingegangen? Das hätte ich mir als Zuschauer noch gewünscht.

Auch hier gibt es geteilte Meinungen. Es gab auch Gespräche „Ares“ ganz aus der Serie zu streichen, andere wollten den „Ares“-mythos weiter ausbauen. Am Ende war es eine Entscheidung der Redaktion.

In einem Interview 2009 mit Stephan Bieker sagte er über Dich „Er ist bescheiden, witzig, begabt… Schade, dass er nicht so gut aussieht wie ich.“ Was kannst du über deinen Serien-Kollegen sagen?

Stephan Bieker ist über die Zeit echter Freund geworden. So eine Actionserie schweißt ganz schön zusammen. Ich erinnere mich noch gut an etliche Momente in denen wir z.B beide in einer zugenagelten Holzkiste saßen, die geflutet wurde. Wir hatten beide die Hosen gestrichen voll als der Wasserspiegel an der Nase angelangt war, aber bei einem Kollegen wie Stephan stirbt der Humor zuletzt.

Nun natürlich die Frage die alle Fans interessieren wird, wie stehen die Chancen für eine 3. Staffel ?

Ich kann leider mit Gewissheit sagen, dass es keine dritte Staffel mehr geben wird, aber „Lasko“ wird  nicht das letzte Format seiner Art in Deutschland bleiben, davon bin ich überzeugt.

© Foto: RTL / marcelweisheit.com

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Gibt es schon Ideen oder Konkretes das Du in der nächsten Zeit vor hast?

Ich habe eine Produktionsfirma gegründet und bin guter Dinge. Bereits Anfang März gibt es neue Dreharbeiten. (Dazu im März mehr auf nachgebloggt.de / Anm. d. R.)

Möchtest Du direkt ein Wort an Deine Fans richten?

Ich möchte mich herzlich bei ihnen für ihre Unterstützung bedanken.

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit Michael Myers.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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