Oscar, Goldener Bär, Goldene Palme & Co: Was kosten die Filmpreise?

Oscar, Goldener Bär, Goldene Palme & Co: Was kosten die Filmpreise?

Für einen Schauspieler gibt es wohl kaum eine schönere Würdigung für seine erbrachten Leistungen vor der Kamera, als einen Filmpreis – neben dem weltberühmten Oscar gibt es hier nämlich noch unzählige weitere Trophäen, die man sich nach und nach in seine Vitrine stellen kann. Doch wie teuer sind der Academy Award, der Goldene Bär oder die Goldene Palme eigentlich in der Herstellung? Sie werden überrascht sein!

Was kostet eigentlich ein Filmpreis?

Begehrte Filmpreise wie die weltberühmte Oscar-Statue oder der Goldene Bär, der auf jährlich auf der Berlinale in Berlin verliehen wird, weisen auf den ersten Blick ein extravagantes Erscheinungsbild auf. Doch halten die mit diesen Preisen ausgezeichneten Schauspieler und Schauspielerinnen eigentlich tatsächlich eine Trophäe aus purem Gold in den Händen, während sie ihre Dankesrede vor einem Millionenpublikum vorlesen? Die enttäuschende Antwort lautet nicht nur in diesen beiden Fällen: Nein. Die meisten nationalen und internationalen Filmpreise sind vergleichsweise preiswert in ihrer Herstellung. Im Falle des Oscars fallen beispielsweise, laut der Webseite Vexcash, überschaubare 275 Euro an – irgendwie enttäuschend, oder?

Welches sind die vier teuersten Preise?

Neben vergleichsweise günstig hergestellten Filmpreisen gibt es aber auch einige Trophäen, deren Materialwert deutlich höher ist – wodurch man eben jene Preise natürlich umso lieber in seiner Sammlung haben möchte. Um welche Preise es sich hierbei handelt, verrät Ihnen unsere nachfolgende Top 4 der teuersten Filmpreise:

Platz 4: Der Golden Globe

Der Golden Globe Award wird häufig als Vorläufer der Oscars sowie als „kleiner Oscar“ bezeichnet. Im Gegensatz zur begehrtesten Statue Hollywoods weist der Golden Globe Award jedoch deutlich höhere Herstellungskosten auf: Mit rund 735 Euro ist er fast dreimal so teuer wie der Academy Award.

Platz 3: Der César Award

Der César Award ist der nationale Filmpreis Frankreichs. Im Gegensatz zu seinem amerikanischen Pendant ist er deutlich teurer in der Herstellung: Rund 1.500 Euro ist das edle Stück wert.

Platz 2: Goldener Bär

Wenn in Berlin mal wieder der Goldene Bär verliehen wird, lassen sich auch viele Hollywood-Stars gerne in der deutschen Hauptstadt Berlin sehen. Kein Wunder: Wer einen der begehrten Bären erhält, darf sich auf eine Trophäe mit einem Materialwert von stolzen 3.500 Euro freuen.

Platz 1: Die goldene Palme

Die Filmfestspiele von Cannes, die Jahr für Jahr an der Côte d’Azur stattfinden, gehören zu den bedeutesten Filmfestivals überhaupt. Die Gewinner dürfen sich hier über den momentan teuersten Filmpreis in Form einer goldenen Palme freuen, die einen überraschend hohen Materialwert von 25.000 Euro hat – da kann der Oscar nicht mal ansatzweise mithalten.

Was sind die vier günstigsten Preise?

Von den teuersten Filmpreisen kommen wir nun zu den günstigsten Trophäen, über die sich ein Schauspieler freuen darf.

Platz 4: Grand Prix of the Americas

Der Grand Prix of the Americas ist der Hauptpreis beim Montreal World Film Festival. Dafür, dass man hierzulande wohl noch nie etwas von diesem Festival gehört hat, sind die mit rund 400 Euro dotierten Kosten für den „Grand Prix of the Americas“ sogar noch recht hoch angesetzt.

Platz 3: Der Oscar

Ja, tatsächlich. Mit seinen bereits eingangs erwähnten 275 Euro Materialkosten ist der Oscar auf Platz 3 der günstigsten Filmpreise – wer hätte das gedacht?

Platz 2: Grand Prix

Der Grand Prix wird Jahr für Jahr beim Warsaw International Film Festival verliehen und kostet gerade einmal 50 Euro.

Platz 1: Die Goldene Himbeere

Die Goldene Himbeere ist ein Anti-Filmpreis, der jährlich kurz vor den Oscars an die schlechtesten Schauspieler vergeben wird. Kaum ein Gewinner holt sich die vergoldete Himbeere tatsächlich ab. Verblüffend ist das wahrlich nicht. Wohl aber der beeindruckend günstige Herstellungspreis des „Razzie Awards„: Dieser liegt bei geldbeutelschonenden 4,50 Euro.

Was für Materialien werden am meisten verwendet?

Wie kann es eigentlich sein, dass einige Filmreise extrem teuer in der Herstellung sind, während andere Preise nur sehr wenig Produktionskosten verschlingen? Nun, dies liegt in erster Linie an dem zum Einsatz kommenden Material: Zwar sind nahezu alle der hier aufgelisteten Preise goldig-glänzend, echtes Gold kommt jedoch nur bei den wenigsten von ihnen zum Einsatz. Lediglich die Goldene Palme von Cannes (wir erinnern uns: das wertvolle Stück kostet rund 25.000 Euro in der Herstellung) besteht aus 24-karätigem Gold. Bei den meisten anderen Preisen kommen hingegen überwiegend Kunststoff, legierte Metalle sowie im Idealfall (beispielsweise beim Oscar) eine Goldlegierung zum Einsatz.