37° Wenn ich will, kann ich weg! Von Menschen, die im Camper leben

37° Wenn ich will, kann ich weg! Von Menschen, die im Camper leben am Dienstag, 28. Januar 2014, 22.15 Uhr im ZDF. Ein Jahr lang hat „37°“ die Reisenden Herbert und Franz begleitet, mit ihnen über ihr Leben, ihre Träume gesprochen und ihren Alltag im Sommer und im Winter beobachtet.

Wenn ich will, kann ich weg!

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Bild ZDF und Michael Petsch

Wenn ich will, kann ich weg: Offizielle Beschreibung

„Was ich zum Leben brauche, habe ich immer dabei!“ Nach diesem Motto bewegt sich Herbert mit seinem Camper durch halb Europa – und das nicht nur zur Ferienzeit. Denn seinen festen Wohnsitz hat er bereits vor mehr als acht Jahren aufgegeben, lebt seitdem in seinem Reisemobil, tingelt von Ort zu Ort. Herberts Heim misst rund zwölf Quadratmeter Wohnfläche mit Kochnische, Bad und WC. Damit ist er autark, kann auf Campingplätze oftmals verzichten, benötigt nur ab und zu eine Möglichkeit, Wasser zu bunkern oder zu entsorgen. 

Schon immer hat Herbert davon geträumt, so zu leben. Doch erst im Ruhestand war es für ihn tatsächlich möglich. Schließlich ist es auch keine wirklich billige Alternative zu den festen vier Wänden. Der Wert vieler Reisemobile übersteigt leicht die Marke jenseits von 80.000 Euro, sie kosten ständig Sprit und die Heizkosten sind enorm. Im Winter muss Herbert fast jeden zweiten Tag seine Elf-Kilo-Gasflasche tauschen, das sind jedes Mal zwischen 18 und 20 Euro. Doch Herbert braucht seine Freiheit, wie er sagt – und riskiert damit sogar seine Beziehung. Denn seine Frau Hanne, mit der er seit fast 18 Jahren verheiratet ist, bleibt in ihrer Wohnung in Kiel. Ursprünglich wollte sie ja mit ihm mitfahren, doch der Ehefrieden war schon bei der ersten gemeinsamen Reise dahin: „Herbert störte irgendwann die Fliege an der Wand. Und diese Fliege, die war ich!“, konstatiert sie. So ließ ihn alleine ziehen, gleichwohl ohne ihn ganz zu verlassen. Die beiden treffen sich gelegentlich, zumeist bei Familienfeiern. Dann sieht Herbert auch seine Enkel, die stolz darauf sind, so einen „verrückten Opa“ zu haben. Über die Belastung ihrer Beziehung durch Herberts Lebensweise haben sie vor der Kamera offen gesprochen. Mit welchen Folgen, wird der Film zeigen. 

Für Franz (53) hat das mobile Leben auch praktische Gründe. Er ist Zimmermann und zieht mit seinem Gefährt, das zugleich seine rollende Werkstatt ist, von Baustelle zu Baustelle. Nach der Insolvenz seiner Zimmerei und gescheiterter Ehe entschied er sich, für immer auf Wanderschaft zu gehen. Seit 14 Jahren zieht er jetzt umher. Er braucht das einfach, wie er sagt. Und nach ein paar Wochen an einem Ort wird er innerlich unruhig, was nicht selten zur Folge hat, dass auch mehrere Beziehungen, die Franz zwischenzeitlich hatte, daran zugrunde gingen. 

Die Kamera war dabei, als er jetzt zum größten Abenteuer seines Lebens aufbrach. Er ist auf dem Weg nach Afrika, um dort Häuser zu bauen. Ein mutiges Unterfangen: Sein Gefährt ist ein 38 Jahre alter Möbel-Transporter, den er – handwerklich geschickt, wie er ist – selbst zum Wohnmobil umgebaut hat. Wenn man allerdings beobachtet, wie sein Gefährt mit knapp 30 Stundenkilometern gerade mal die Steigungen deutscher Autobahnen bewältigt, bekommt man Zweifel, ob er Afrika jemals erreichen wird. Franz ist dagegen Optimist, von Natur aus: „Na und? Das gehört zu meinem Abenteuer dazu!“ 

Ein Jahr lang hat „37°“ die Reisenden Herbert und Franz begleitet, mit ihnen über ihr Leben, ihre Träume gesprochen und ihren Alltag im Sommer und im Winter beobachtet. Sie haben wahr gemacht, wovon sicher so manch einer träumt: einfach weg zu können, wenn es einem irgendwo nicht mehr gefällt. Reisen als Sucht, denn „wenn ich nicht mehr neugierig bin, ist mein Leben zu Ende“, wie Herbert, inzwischen 71 Jahre alt, sagt.

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Ich fand hier den ü70 jährigen schon irgendwo bewundernswert, dass er sich seinen Traum erfüllt hat und in seinem Wohnmobil lebt, ich selbst hab schon oft gedacht, dass so ein leben verdammt frei sein muss. Allerdings merkt man wie er nachdenkt und sieht wie egoistisch er war, denn er ist ja verheiratet und sieht seine Frau kaum. Das interessante an dieser Dokumentation ist, dass man selbst ein wenig Fernweh bekommt, obwohl ich mir nicht vorstellen könnte für Jahre von zuhause weg zu sein, alleine finanziell würde das schon nicht funktionieren.

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