Matthäus fürchtet Langeweile: Möchte nicht an Bayern-Sieg im Spitzenspiel denken“

In Sky90 debattierten u.a. Sky Experte Lothar Matthäus und Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, über das Geschehen am 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

Sky Experte Lothar Matthäus …

…über das Bundesliga-Spitzenspiel am nächsten Spieltag: „Dortmund steht jetzt unter Druck. An einen Sieg des FC Bayern möchte ich gar nicht denken, denn ich möchte an der Tabellenspitze nicht noch einmal so eine langweilige Saison sehen wie im letzten Jahr.“

… über den Ausfall von Dortmunds Neven Subotic: „Das war ein Schlüsselspieler in den vergangenen Jahren. Mit seiner Kopfballstärke war er bei Standardsituationen ein wichtiger Spieler. Natürlich hat Dortmund einige zentrale Abwehrspieler, aber da sind zwei junge Spieler dabei, die noch keine Erfahrung haben. Die Ziele, die Dortmund erreichen will, kannst du nicht nur mit jungen Spielern erreichen. Sie haben ja generell eine junge Mannschaft. Ich bin überzeugt, dass Dortmund in der Winterpause auf dem Transfermarkt zuschlagen wird.“

… über die bevorstehende Operation von Bastian Schweinsteiger: „Jede Verletzung zieht dich erst einmal runter. Dann musst du wieder positive Energie schöpfen. Du musst arbeiten und daran glauben. Dann schaffst du es auch.“

… über die Rolle von Philipp Lahm beim FC Bayern und bei Bundestrainer Joachim Löw: „Ich gehe davon aus, dass er bei Bayern weiter auf der Sechs spielen wird, weil Pep Guardiola Rafinha vertraut, und in der Nationalmannschaft auf der Außenverteidigerposition.“

…über die Zukunft von Wolfsburgs Diego: „Atletico Madrid ist wieder sehr nahe an Diego dran. Die Informationen sind da, dass Diego auch Interesse hat, wieder nach Spanien zu gehen.“

Peter Fischer (Präsident Eintracht Frankfurt)…

… auf die Frage, ob die Eintracht im Abstiegskampf angekommen ist: „Ob es ein Abstiegskampf wird, glaube ich nicht. Ich weiß um die Qualität der Mannschaft. Ich weiß auch, wo die Symptome sind: Die Dreifachbelastung merken wir. Aber: Wir kommen da unten raus. Wir haben eine Mannschaft mit vernünftigem Charakter, die Fußball spielen kann. Wir haben einen tollen Trainer und wir haben eine absolute Ruhe im Umfeld. Wir wissen, dass wir nicht Deutscher Meister werden und auch nicht Dritter werden, aber wir werden nicht absteigen.“

… über die vielen Frankfurter Gegentore in der Schlussphase: „Die 85. bis 89. Minute spare ich mir bei den nächsten Spielen, da gehe ich Kaffee trinken. Irgendwas muss ja passieren.“

… über die Dominanz des FC Bayern: „Es darf eines nicht passieren: Dass wir wieder wie letztes Jahr eine Saison haben mit 25 Punkten Vorsprung an der Spitze. Das kann nicht gut sein. Bayern ist überragend, für mich ist es die beste Mannschaft der Welt. Ich weiß nicht, wie man besser Fußballspielen kann wie die Bayern im letzten Jahr, da fehlt mir die Fantasie. Wenn die Bayern das Spitzenspiel gewinnen, stehen sie da mit sieben, acht, neun Punkten Vorsprung. Das wäre fatal für die Liga, wenn es so weitergeht. Ob das so gesund ist für den Wettbewerb, wenn das zehn Jahre so weiter geht, das wage ich zu bezweifeln. Das nimmt Dynamik, Spannung, Reiberei und die Emotionen von Jürgen Klopp. Denn wenn Bayern 25 Punkte vorne ist, muss er sich nicht mehr aufregen.“