Müller vor Duell gegen Dortmund: „Gewinnst du, bist du Nummer Eins“

In Sky90 debattierten u.a. Sky Experte Otmar Hitzfeld und Thomas Müller vom FC Bayern München über das Geschehen am 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

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Thomas Müller über…

… seine Art Fußball zu spielen: „Ich weiß schon, was ich am Platz versuche zu tun. Eine meiner Stärken ist sicherlich, dass ich schnell reagieren kann auf ungewöhnliche Situationen. Grundsätzlich versuche ich so Fußball zu spielen, das es kein Hexenwerk ist. Ich versuche sehr viel und weiß, dass nicht jede Aktion gelingen kann. Ich weiß, das ich die Fähigkeiten habe, das ich meiner Mannschaft helfen kann, egal wo.“

…das Spiel und die Schwierigkeiten gegen Hertha BSC: „Wir hatten natürlich eine Analyse. Leider hat Hertha genau das gemacht, was uns in der Analyse gezeigt wurde.“

… eine frühere Anfrage vom FC Augsburg: „Ich war A-Jugend-Spieler im zweiten Jahrgang, es wurde auch mit mir geplant für die [FC Bayern] Amateure. Augsburg spielte in der 2.Liga und man hatte schon das Gefühl, die wollen nach oben. Es ist nicht mehr zu entscheidenden Gesprächen gekommen, weil Bayern nichts zugelassen hat.“

… die Spielweise des FC Bayern: „Wir versuchen natürlich, die Konzepte des Trainers umzusetzen. Da steckt sicherlich auch noch viel von Jupp Heynckes drin, da kannst du nicht gleich den Schalter umlegen.“

… den Prozess unter Guardiola: „Es ist ja nicht so, das einer kommt und sagt, der Fußball ist vollkommen anders. Es ist einfach eine Umstellung von der Art und Weise, aber der Fußball verändert sich ja nicht. Es geht um kleine Strukturen innerhalb des Teams.“

… die Elfmeter-Diskussion: „Das Thema wurde größer gemacht, als es wirklich ist. Jetzt ist es offiziell auch geklärt. Für mich war das alles ok. Arjen hat mir nach dem Elfmeter gratuliert. Aus meiner Sicht ist alles in Ordnung. Man muss nicht drei Tage eine Demütigung rein interpretieren.“

… seine bisherige Profi-Karriere beim FC Bayern: „Aufgrund meiner nicht vorhandenen Verletzungen habe ich natürlich viele Spiele gemacht. Die vier Jahre, das war wie Führerschein-Schnellkurs.“

… seine Reise nach Barcelona: „Ich war in Barcelona aus privaten Gründen. Damit ich nicht verhungere, sind wir essen gegangen. Mit dem Wirt habe ich noch ein Foto gemacht. Wie das heute so ist, ist das eine Minute später online. Der Berater, ich weiß nicht, wer das ist, hat das zu seinem Vorteil genutzt im spanischen Fernsehen.“ … auf die Nachfrage, ob es Kontakt zu Barcelona gibt: „Nein. Tut mir leid.“

… allgemeine Wechselgedanken: „Wenn man grundsätzlich mit Barcelona in Verbindung gebracht wird, schämt man sich nicht dafür. Ich bin aber sehr glücklich bei Bayern. Der FC Bayern ist nicht irgendwas, er ist in meinem Herzen. Es wäre mein Wunsch, sehr sehr lange bei Bayern zu spielen.“

… das kommende Duell gegen Borussia Dortmund: „Ich denke, die direkten Duelle sind wichtig, auch für das Selbstverständnis der Klubs. Es gibt eigentlich keinen Favoriten. Unser Anspruch ist es, immer die Nase vorn zu sein. Wenn du das Spiel gewinnst, zeigst du Deutschland, du bist die Nummer Eins.“

… eine Favoriten-Stellung bei der Weltmeisterschaft: „Du kannst eine Reihe von Mannschaften nennen, die Top-Niveau haben. Man kann vielleicht vier, fünf Mannschaften nennen, die um den Titel spielen. Wahrscheinlich wird es einer aus dem Pool.“

Sky Experte Otmar Hitzfeld über…

… Thomas Müller: „Thomas ist typischer deutscher Spieler. Er hat unglaubliche physische Fähigkeiten. Er kann unglaublich schnell reagieren. Er ist ein Spieler, der auch für die Mannschaft da ist. Er ist mir damals schon aufgefallen, durch seinen Einsatz und unbändigen Willen.“

… die Elfmeter-Diskussion beim FC Bayern: „Bei mir war klar, das man Elfmeterschützen vorher bestimmt. Das ist eine Katastrophe, wenn ein Spieler so eine Reaktion zeigt vor 70.000 Zuschauern. Auch für den, der dann schießen muss. Das ist auch für die Mannschaft sehr schädlich.“

… die WM in Brasilien: „Topfavorit ist Deutschland. Aufgrund der Qualität, dem Potenzial in der Mannschaft. Wenn sie sich im Defensivbereich stabilisieren können, sind sie der Topfavorit.“

… den Transfer von Kevin-Prince Boateng nach Schalke: „Man munkelt, dass er angeschlagen war, als er gekommen ist und jetzt nicht mehr trainieren kann.“ … auf die Nachfrage, ob Boateng schon angeschlagen nach Schalke gekommen ist: „Das man ihn dadurch überhaupt bekommen hat.“

… über die Emotionen im Spiel Hannover – Hoffenheim und die Aussagen von Hannovers Manager Dirk Dufner: „Da ist in der Erregung passiert. Ich finde auch, dass das Spiel harmlos angefangen hat. Die Schwalbe war für mich keine Gelbe Karte. Das war überzogen.“