Jennifer Ulrich „Der Dreh zu Wüstenherz war wirklich aufregend“

Jennifer Ulrich ist eine deutsche Schauspielerin. Sie war vor kurzem in dem SAT.1 Film Wüstenherz – Der Trip meines Lebens zu sehen.

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Bild: SAT.1 / Fotograf: Richard Krause

Mit 17 Jahren hast Du damals bereits in einem Kinofilm mitgespielt. Wie bist Du denn mit so jungen Jahren zur Schauspielerei gekommen?

Ich hatte schon länger den Wunsch Schauspielerin zu werden, aber leider keinen Kontakt zum Geschäft. Mit 15 tauchte dann eine Frau in dem Jugendclub auf, indem ich damals viele meiner Nachmittage verbracht habe, und suchte nach jungen Mädchen für ein Treffen mit der Regisseurin Maria von Heland für den Film „Große Mädchen weinen nicht“. Ich traf Maria und dann lud sie mich zum Casting ein und plötzlich durfte ich meine erste Rolle in einem tollen Kinofilm spielen. Es war also viel Glück dabei, um in den ersten ernsthaften Kontakt mit dem Filmgeschäft zu kommen. 

War Dir dann immer klar, dass Du „Schauspielerin“ werden willst? Gab es da einen Speziellen Moment an dem Dir das klar wurde?

Ich hatte schon lange vorher Lust auszuprobieren, ob die Schauspielerei etwas für mich sein könnte und war auch in der Theater AG in der Schule, aber ab dem Zeitpunkt, wo ich dann meine erste wirkliche Rolle im Film „Große Mädchen weinen nicht“ spielte, war ich mir ganz sicher, dass das ist was ich machen möchte und wofür mein Herz brennt. Einen besonderen Moment indem mir das erste Mal die Idee zur Schauspielerei kam kann ich nicht benennen. Ich bin einfach irgendwann aufgewacht und wusste, dass ich das machen möchte und meine erste Rolle hat mich dann nur noch darin bestärkt. 

Aktuell konnte man dich in dem Survival-Drama „Wüstenherz“ in SAT.1 sehen. Ich stelle mir gerade zu diesem Film die Dreharbeiten spannend vor, die waren bei den Bedingungen doch sicher ziemlich anstrengend?

Der Dreh zu „Wüstenherz“ war wirklich aufregend. Es hat großen Spaß gemacht sich in alle diese Ausnahmesituationen reinzuversetzen, aber ich muss auch gestehen, dass es oft sehr anstrengend war, vor allem physisch. Die Hitze ist natürlich ein Faktor, aber vor allem die Sandstürme haben uns sehr zu schaffen gemacht. Wenn dir stundenlang der Sand ins Gesicht peitscht und gerade mittags die Sonne brennt, dann sind das besondere Bedingungen, die es einem nicht immer leicht machen, aber andererseits bekommt man dadurch auch einen Einblick, wie es wirklich wäre, wenn man mitten in der Wüste stecken bleiben würde. Das kann also auch helfen ein besseres Verständnis für die Situation zu bekommen. Ich liebe die physische Arbeit an Rollen sehr. Grundsätzlich habe ich viele tolle Erfahrungen aus dem Dreh mit nach Hause genommen und mich neuen Herausforderungen gestellt, was ich an meinem Beruf am meisten liebe. 

Ich persönlich mag es, wenn Filme auf einem solchen Raum spielen, die wenig Möglichkeiten geben, dass die Schauspieler untergehen. Diese Filme leben also von der schauspielerischen Leistung, war das auch ein Grund für Dich diese Rolle zu spielen?

Ja, das war sicher einer der Gründe. Das fühlt sich dann manchmal fast schon wie ein kleines Kammerspiel an. Es gibt nur meinen Partner, in diesem Falle August Wittgenstein, und mich in den meisten Szenen. Die Rollen haben nur sich mitten in der Wüste und diese Bindungen, Emotionen und Abhängigkeiten, die in solchen Situationen entstehen gemeinsam herauszuarbeiten macht wirklich großen Spaß. Die Rollen bedingen sich noch mehr, als in Filmen mit mehreren Charakteren. Man konzentriert sich noch mehr aufeinander, vertraut sich stärker und ist näher dran am gegenüber, weil es eben keine Ablenkung gibt, abgesehen vom Wetter und den Gegebenheiten. 

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Bild: SAT.1 / Fotograf: Richard Krause

Als Du von dem Film erfahren hast, warst Du gleich begeistert oder wie läuft so etwas ab?

Ich war sofort begeistert, als ich die Einladung zum Casting bekommen habe. Da stimmten soviele Faktoren. Eine tolle Rolle, eine spannende Story, neue Herausforderungen und dann noch in englischer Sprache drehen. Ich liebe Dreharbeiten in englisch, fühle mich in der Sprache sehr wohl und Marokko ist auch ein wirklich spannendes Land. Da wir mir also sehr schnell klar, dass ich das unbedingt machen möchte. 

Was ist für die nächste Zukunft geplant, wo kann man Dich als nächstes sehen?

Der Film „Meet me in Montenegro“, indem ich an der Seite des großartigen Rupert Friend spielen durfte, ist jetzt fertig und wir warten gerade auf Rückmeldung diverser Festivals. Das war ein tolles und aufregendes Projekt und ich bin sehr gespannt wie die Leute auf den Film reagieren werden, aber das wird wohl erst Anfang 2014 in die heiße Phase gehen. Bis dahin verbringe ich den Winter in Rom, gehe zur Sprachschule und versuche auch dort weiterhin mit meiner italienischen Agentur ein paar Sachen anzuschieben. Es bleibt also spannend!

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest?

„Der lebt nicht, dessen Haupt nicht im Himmel steht, auf dessen Brust nicht die Wolken ruhen, dem die Liebe nicht im Schoß wohnt und dessen Fuß nicht in der Erde wurzelt.“ – Brentano

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Ich glaube eher umgekehrt, dass keiner mit mir in die Sauna möchte, da ich es ungefähr zwei Minuten da drin aushalte bei der Hitze bevor ich schnell die Flucht ergreife… 

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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