Victoria Mayer „Man bekommt beim Dreh immer eine direkte Reaktion“

Victoria Mayer ist eine deutsche Schauspielerin und dreht gerade den Kinofilm „Hin und weg“.

Unterstütze diesen Interviewpartner:
Klicke auf den Artikel und besuche die Links

bei ihrer Agentur | bei IMDb | mehr Infos…

Jetzt bei Amazon, bestellen um die Autoren damit zu unterstützen! Vielen Dank!

VictoriaMayer3

Das erste was ich über Dich gelesen habe, ist das Du in Bremen aufgewachsen bist. Ich komme auch aus der Region, daher natürlich die Frage: Was verbindet Dich heute noch mit Bremen?

Wir haben damals nicht direkt in Bremen gewohnt, sondern in dem kleinen Dorf Cluvenhagen, das in der Nähe von Verden an der Aller liegt. Ich habe heute leider keine direkte Verbindung mehr zu der Gegend. Aber noch sehr viele schöne Erinnerungen an eine freie Kindheit auf dem Land: Mit Freunden, Pferden und dem Baggersee. 

Wie bist Du dann zur Schauspielerei gekommen? Gab es da einen Speziellen Moment wo Du gesagt hast „Ich will Schauspielerin werden“

Den einen Moment gab es nicht, das war eine langsame Entwicklung. In der Schule und im evangelischen Jugendhaus habe ich in Theaterprojekten erste Schauspielerfahrungen gemacht. Als ich 17 war, habe ich gemerkt, dass es mir mehr bedeutet als andere Dinge und dass ich mir vorstellen kann, das auch beruflich zu machen.

Der Fernsehzuschauer sieht dich im allgemeinen ja ziemlich oft in Nebenrollen. Du bist eines der Gesichter wo man immer sagt „Kenne ich, weiß nur den Namen nicht“ So erging es mir und einigen meiner Bekannten. Empfindest Du das als schlimm? Oder ist das vielleicht gar nicht so schlecht, schließlich bist Du ja sehr präsent.

Nebenrollen, Hauptrollen, egal. Hauptsache schöne Rollen. 

VictoriaMayer2

Ich hatte kürzlich berichtet, dass die Dreharbeiten zu dem Film „Hin und weg“ angefangen haben. Dort hast Du eine Rolle, erzähl mal, darf man da schon was verraten?

„Hin und Weg“ ist die Geschichte von sechs Freunden, die jedes Jahr gemeinsam eine Radtour machen – doch in diesem Jahr wird es für einen von ihnen die letzte Reise sein. Hannes ist schwer krank und hat sich als Ziel Belgien ausgesucht, dort möchte er Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Wie die Freunde darauf reagieren, die zu Beginn der Reise noch völlig ahnungslos sind, und wie dieses Erlebnis ihr Leben verändert, davon handelt der Film. Meine Rolle Mareike ist eine der Freunde, die auch noch eine schwere Ehekrise durchzustehen hat. Mit mir spielen Florian David Fitz, Julia Koschitz, Jürgen Vogel, Johannes Allmayer, Volker Bruch, Miriam Stein und Hannelore Elsner. Die Regie führt Christian Zübert. Wir drehen im Moment in und um Frankfurt, Bad Homburg und in Belgien. Geplanter Kinostart ist Herbst 2014. 

Wie ist das als Schauspielerin, wenn man ja quasi arbeitet und erst ein Jahr später kommt das fertige Produkt beispielsweise in die Kinos. Ich glaube mich würd das stören weil man dann nicht direkt eine Reaktion auf das was man geleistet hat bekommt, ist das bei Dir auch so oder anders?

Man bekommt beim Dreh immer eine direkte Reaktion! Nicht von einem Publikum, das stimmt, aber in der Zusammenarbeit mit dem Regisseur, den Kollegen und dem Team. Natürlich ist es oft seltsam, das fertige Ergebnis erst so viel später zu sehen, wenn man meistens schon wieder mit dem nächsten Projekt beschäftigt ist. Da ist der Austausch mit den Zuschauern am Theater natürlich viel unmittelbarer. Aber eben in der Unterschiedlichkeiten der Arbeitsweisen beim Dreh und am Theater liegt ja auch der Reiz. 

Was ist für die nächste Zukunft geplant, wo kann man Dich als nächstes sehen?

Wir drehen an „Hin und Weg“ noch bis Anfang November. Danach bin ich mit dem Autor Jörg Steinleitner und seinem Regionalkrimi „Räuberdatschi“ auf Lesereise in Bayern unterwegs. Mit von der Partie ist der Musiker Helmut Sinz, der uns musikalisch und geräuschtechnisch begleitet. Wir sind quasi ein Live-Krimi-Hörspiel mit Musik. Parallel bereiten wir schon die Lesung des 4. Bandes vor. „Hirschkuss“ erscheint im nächsten Frühjahr im Piperverlag und unsere Premiere haben wir am 26.2.2014 im Schlachthof in München. Mehr über unsere Lesungen gibt es hier: http://www.steinleitner.com. 

VictoriaMayer1

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest?

Der Spruch für alle Lebenslagen: „Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail better.“ (Samuel Beckett) 

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Oh Mann. Ich gehe überhaupt nicht gerne in die Sauna, aber wenn dann auf gar keinen Fall mit… äh… Dingsbums.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
Bilder © Bernd Brundert

Das könnte Dir auch gefallen: