Andreas Guenther „Ich glaube das der Polizeiruf und der Tatort zur Zeit die beiden stärksten Marken im deutschen TV sind“

Andreas Guenther ist ein deutscher Schauspieler. Seit 2010 ist er regelmäßig in der Serie Polizeiruf 110 neben dem Ermittlerteam Bukow/König zu sehen.

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Der Anfang Deiner Karriere war ja schon eher Zufall, hast Du vor Deiner ersten Filmrolle jemals den Wunsch gehabt Schauspieler zu werden?

Zufall war es eher nicht! Ich stand in der Schule das erste Mal als zehnjähriger auf einer Bühne. Ich erinnere mich noch genau an mein Gefühl damals – ich fühlte mich so frei und leicht, das war unglaublich toll!!! Das war der Moment wo mein Wunsch geboren war Schauspieler zu werden. Aber der Weg bis es Realität wurde war lange und manchmal auch verdammt hart! Aber es hat sich gelohnt. 

Seit 2010 kann man Dich übrigens im Polizeiruf sehen, Du spielst dort die Rolle des Anton Pöschel. Dort habe ich Dich zum ersten mal wahrgenommen, erzähl mal was zu diesem Charakter, wie würdest Du den Anton Pöschel beschreiben?

Pöschel ist ein Charakter der seine ganz eigenen Ansichten hat, der eigene Wege geht und dabei nicht darauf achtet dem anderen zu gefallen. Dabei legt er sich auch gerne mal mit seinem Chef Buckow an, dem er eh nicht über den Weg traut. Pöschel sucht immer nach der Wahrheit, er will den Dingen auf den Grund gehen, er traut sich selber sehr viel zu – manchmal eben zuviel! Dann schießt er übers Ziel hinaus und verbockt das ein oder andere – dahinter steckt aber nie Einfälltigkeit, sondern immer der unbedingte Drang die Wahrheit herauszufinden. 

Welches Ansehen hat eigentlich ein Polizeiruf bei Schauspielern? Ist das immernoch so, dass man durchaus sagen kann die Rollen im Polizeiruf oder Tatort sind etwas besser als andere Rollen, also hochwertiger?

Ich glaube das der Polizeiruf und der Tatort zur Zeit die beiden stärksten Marken im deutschen TV sind. Allerdings bietet das deutsche Fernsehen so eine große Vielfalt an interessanten Rollen, das ich nicht sagen würde das die einen besser und die anderen schlechter sind. Zum Beispiel durfte ich dieses Jahr bei „Cobra 11“ einen Rockstar spielen, bei der „Letzte Spur Berlin“ einen Afgahnistan Heimkehrer und in Götz von Berlichingen bin ich tief ins Mittelalter eingetaucht. Das sind alles extrem spannende und  hoch komplexe Charaktere in ganz unterschiedliche Formaten – also die Vielfalt an tollen Rollen ist absolut gegeben.

Ansonsten finde ich die Rollen die Du bisher gespielt hast schön gemixt, Filme, Serien, was war bisher Deine Lieblingsrolle?

Danke, das freut mich zu hören! Eine wirkliche Lieblingsrolle hab ich nicht – natürlich ist der Pöschel im Polizeiruf mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen und ich liebe es ihn zu spielen – gerade auch weil die Menschen mit denen ich da beim Polizeiruf arbeiten darf alle mit so viel Lust und Leidenschaft dabei sind. 

Aber auch gerade bei Götz von Berlichingen die Rolle des Lerse war natürlich eine Figur die eine absolute Besonderheit in meiner Karriere darstellt. Mittelalter, Reiten, Schwertkampf, dann diese extreme Veränderung mit den Haarenund dem Rauschebart, in Burgen zu drehen und Soldaten den Bauch aufzuschlitzen – das war schon eine ganz herausragende und besonders tolle Arbeit!!!! Ein richtiges Abenteuer, einzutauchen in eine Welt die lange lange zurück liegt. ist doch eine meiner Lieblingsrollen merke ich gerade. :))))

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Gab es auch Projekte von denen Du sagst „Die hätte ich lieber nicht gemacht“?

Nein eigentlich nicht. Es gibt vielleicht das ein oder andere Projekt, das nicht so geworden ist wie man sich das Vorgestellt hat, als man das Buch gelesen hat. Aber es gibt keine Projekt wo ich heute sagen würde: „Au man das hätte ich mal lieber nicht gemacht“

Was ist für die nächste Zukunft geplant, wo kann man Dich als nächstes sehen?

Wir fangen jetzt Ende Oktober wieder an einen neuen Polizeiruf zu drehen, übrigens ist das die zehnte Folge – wow ist dann schon ein kleines Jubiläum! wie die Zeit vergeht…

Und am Freitag den 11. 10. 2013 um 21:15 Uhr bin ich in einer Folge „Letzte Spur Berlin – Heimatfront“ im ZDF zu sehen. Sehr spannende Folge!! ich spiele einen Afgahnistan Heimkehrer der mit den Erlebnissen im Krieg nicht zurecht kommt. Er fühlt sich schuldig am Tod eines Kameraden, hat sein Bein verloren und als er zurück kommt ist seine geliebte Frau verschwunden – mehr verrate ich nicht, aber es ist wirklich sehr bewegend und tragisch. Und dazu ein sehr aktuelles Thema, wenn man bedenkt wieviele deutsche Soldaten ihr Leben in den letzten 10 Jahren in Afgahnistan gelassen haben nd wieviele traumatisiert jetzt zurück kommen.

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest?

Glaubt an Eure Träume!

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Wäre es nicht spannender zu wissen mit wem ich GERNE in der sauna sitzen würde?..:) aber um deine Frage zu beantworten, mit Kollegen mit denen ich am nächsten Tag drehen muss – ist dann immer ein peinlicher Moment…

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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