Geraubte Leben – Europa im KZ Neuengamme | NDR

Geraubte Leben – Europa im KZ Neuengamme am 09.11.2013 um 13:30 Uhr im NDR.

Geraubte Leben

Bild © NDR/KZ Gedenkstätte Neuengamme

Geraubte Leben – Europa im KZ Neuengamme: Offizielle Beschreibung

Kaum eine andere Entdeckung hat die Deutschen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges so verstört wie die Konzentrationslager. Südlich von Hamburg in Neuengamme errichteten die Nationalsozialisten 1938 ein Stammlager mit 86 Außenlagern, in denen sie 50.000 Menschen ermordeten.

Die Autoren suchten in ganz Europa Überlebende und interviewten sie in ihrer Muttersprache, mit Ausnahme derjenigen, die ihre Erlebnisse lieber auf Deutsch schildern wollten. Gefunden haben sie Menschen aus Frankreich, Tschechien, Israel und Russland, die während ihrer Zeit im KZ Teenager waren.

Der Film berichtet von ihren Lebens- und Arbeitsbedingungen, vom Verlust der Familie, von Freundschaften im KZ und dem allgegenwärtigen Tod. Ein heute 97-Jähriger, der in Hamburg geboren wurde und aufwuchs, erzählt, wie er eines der Neuengammer Außenlager als britischer Militärarzt befreite. Eine ehemalige SS-Aufseherin schildert in einem Tondokument ihre Eindrücke von der Arbeit in einem KZ. Einer der 20 Hauptzeugen in den Curiohaus-Prozessen erklärt, wie er gegen die SS-Wachleute und Hauptangeklagten aussagte – und bei ihrem Anblick immer noch Angst empfand. Bislang nie gesendete Filmsequenzen, die jahrzehntelang unter Verschluss lagen, komplettieren die Dokumentation.

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