Freiheit in Gedanken | 3SAT

„Geistig abnorm heißt nicht, dass man ein Volltrottel ist“ Dokumentation „Freiheit in den Gedanken“ über den Alltag in einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher Mo, 14. Oktober 2013, 22.25 Uhr.

Freiheit in Gedanken

Bild: ZDF und ORF/KUBE Film

Freiheit in Gedanken: Offizielle Beschreibung

Von außen betrachtet, ist die Justizanstalt Göllersdorf ein ganz normales Gefängnis: hohe Mauern, Stacheldrahtzaun, strenge Besucherkontrollen. Doch innen offenbart sich ein anderes Bild: Die Türen der Hafträume sind offen, die Justizbeamten nicht uniformiert, um die Insassen nicht zu verschrecken. Durchschnittlich 120 Menschen sind hier inhaftiert, gefährliche Verbrecher, die aufgrund mangelnder Schuldfähigkeit nicht im normalen Strafvollzug belangt werden können. Die Dokumentation „Freiheit in Gedanken“, die 3sat am Montag, 14. Oktober, um 22.25 Uhr (Erstausstrahlung), im Rahmen der Themenwoche „Strafe & Gerechtigkeit“ zeigt, stellt das außergewöhnliche Gefängnis vor und porträtiert den Alltag aus Sicht der Insassen.

Einer, der schon seit mehr als 20 Jahren inhaftiert ist, ist Herr M. Fast 1.000 Seiten an mathematischen Formeln und Texten hat er in dieser Zeit geschrieben. So hat er 2002 zum Beispiel die „Visual Reality Brille“ erfunden und das Konzept an Google geschickt. Bis heute hat er leider keine Antwort bekommen, obwohl Google eine seiner Meinung nach ähnliche Brille gerade umsetzt. „Wir sind anders, außerhalb der Norm, aber deswegen muss man nicht dumm sein. Geistig abnorm heißt jetzt nicht, dass man ein Volltrottel ist.“ Er selbst betrachtet sich als „entschärft“. Doch wann er aus dem Gefängnis entlassen wird, ist nicht absehbar. Sein behandelnder Psychiater meint: „Das Problem bei Herrn M. ist, dass er glaubt, Tote zum Leben erwecken zu können. Somit ist der Schritt, jemandem das Leben zu nehmen, für ihn prinzipiell reversibel.“

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