Gletscherdämmerung – Wie die Schweiz gegen den Klimawandel ankämpft | PHOENIX

Gletscherdämmerung – Wie die Schweiz gegen den Klimawandel ankämpft auf PHOENIX.

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Bild: PHOENIX

Gletscherdämmerung : Offizielle Beschreibung

Klimawandel? Ein Thema, das für viele Menschen noch immer reichlich abstrakt daherkommt. Hatten wir nicht gerade einen eisigen Winter, der selbst im Juni noch nicht so recht enden wollte? Und mehren sich nicht die Stimmen aus der Wissenschaftsszene, die einen Stillstand der Erderwärmung prophezeien? Wer aber sehen und spüren will, wie der Klimawandel schon jetzt das Leben der Menschen verändert, ja bedroht, muss in die Alpen kommen. Längst ist die Gletscherschmelze hier Realität. Jahr für Jahr tauen auf den Gletschern ein bis zwei Meter Eis weg.

Doch an ihnen hängt die Schweizer Tourismusindustrie. Noch setzt sie ganz auf Expansion. Mit immer neuen Trendsportarten wie Speedflying und Freestyle. Und mit der Aussicht auf ewiges Eis sogar Gletscher-Fans aus Fernost. Mit aller Macht stemmen sich Tourismusmanager gegen den Klimawandel. Bestes Beispiel dafür ist der Titlisgletscher in der Zentralschweiz. Dort soll künstlicher Schnee auf dem Gletscher, Kunststoffvlies unter der Schneedecke und eine Klimaanlage in der Gletschergrotte das Wegschmelzen des Tourismusmagneten wenigstens verzögern. Neue Highlights wie die höchste Hängebrücke der Welt sollen Touristen auch auf den Berg ziehen, wenn er grün ist.

Zur gleichen Zeit leben in Herbriggen die Menschen in Angst vor einer Gerölllawine, die das kleine Walliser Dorf unter sich begraben könnte. In den Sommermonaten kommen immer mehr Steine und Matsch vom Gletscher herunter. Auch das die Folge wärmerer Temperaturen. Viele machen sich Sorgen. Ähnlich geht es den Anwohnern im Lauterbrunnental. Am Giessengletscher droht ein riesiger Eisbrocken abzubrechen. Er könnte eine Flutwelle auslösen, die das Tal überschwemmt. Keiner weiß, wann genau es so weit sein könnte, und ob es wirklich zum Schlimmsten kommt. Doch mit steigenden Temperaturen steigen die Risiken.

Nur einige wenige Schlaglichter, die zeigen, wie sehr die Schweiz sich umstellen muss, wie sehr sich das Gesicht des beliebten Urlaubslandes ändern wird. Manch einer setzt auf Radfahrer und Wanderer statt Skifahrer, wenn das Eis in einigen Jahrzehnten nicht mehr da ist. Andere sehen trübe Zeiten auf den eidgenössischen Tourismus zukommen. Spurlos wird der Klimawandel keinesfalls an den Schweizern vorbeigehen. So viel ist schon jetzt sicher…

Film von Daniel Hechler, ARD-Studio Genf PHOENIX 2013

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Ich muss ehrlich sagen, dass ich es nicht wirklich schlimm finde, dass man an für Touristen wichtigen Stellen in der Schweiz die Landschaft, die die Touristen anlockt versucht zu erhalten. Es leben etliche Menschen davon, daher kann ich schon verstehen, dass man auch in der Zukunft davon leben will und nicht einfach seinen Job und irgendwo seien Existenz aufgeben will. Klar, in die Natur einzugreifen ist nie das beste, aber wieso nicht etwas schlechtes aufhalten?

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