Radost Bokel „Früher war ich nicht im Einklang mit meinem Körper“

Radost Bokel ist eine deutsche Schauspielerin die durch ihre Rolle in „Momo“ große Bekanntheit erlangte. Aktuell ist die Schauspielerin im Playboy zu sehen.

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Radost, ich hab mir so ein wenig vorgenommen nicht so sehr viel zu Deiner Rolle „Momo“ zu fragen, doch ganz vermeiden lässt sich das natürlich nie, bist Du solcher Fragen eigentlich manches Mal schon Leid? Ich könnte mir vorstellen, das so etwas schon etwas nervig ist, vor allem wenn man auch schon andere wirklich tolle Rollen gespielt hat oder?

Ich bin sehr stolz auf Momo und habe damit kein Problem. Das gehört einfach zu meinem leben dazu. Natürlich freut es mich auch, wenn die Leute bemerken, dass ich auch viele andere schöne Rollen gespielt habe.

Der Anfang Deiner Karriere war ja wirklich super, erst Momo, dann Das Geheimnis der Sahara, dann im Tatort und dann eigentlich fast ausschließlich nur Serien, fast 10 Jahre, was war das Problem damals? Kannst Du Dir das erklären?

Ich habe nie einen Unterschied zwischen Film und Fernsehen bzw Serien gemacht. Es geht mir um die Rolle, nicht unbedingt das Format.

Wenn ich so manche Interviews von Dir lese, lese ich immer wieder Aussagen wie „Ich wollte eigentlich keine Schauspielerin werden“ Du bist ja relativ früh angefangen, hattest Du damals schon einen realistischen Berufswunsch oder eine Ahnung in welche Richtung es auch hätte gehen können?

Mit 9 Jahren hatte ich noch keinen realistischen Berufswunsch. Ich hatte komischerweise immer Stewardess im Kopf… und das, obwohl ich doch jetzt so eine Flugangst habe.

Du bist ja aber auch heute noch sehr jung und gehst aber weiter die Richtung „Schauspiel“ oder hast Du da schon andere Pläne oder Ideen? Wie groß ist bei Dir die Hoffnung noch mal so einen riesen Erfolg zu haben wie in „Momo“? Wäre das noch mal ein Traum oder Albtraum für Dich? Denn zweifellos birgt so ein großer Erfolg ja nicht nur gute Dinge oder?

Ich würde mir nicht unbedingt den Erfolg wünschen, wie damals, aber eine schöne Rolle, wo man so richtig zeigen kann, was man drauf hat, wäre schon schön… Der Erfolg und das drum herum, war mir nie wichtig… Ist alles sehr oberflächlich und vergänglich…

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Bei einem Interview beim HIT RADIO FFH hast Du dich 2012 mal zu Playboy Fotos geäußert. Damals hast Du gesagt „Es gab schon einige lukrative Angebote, aber ich kann das nicht, ich habe immer dankend und geschmeichelt abgesagt. Das ist nicht mein Ding. Tolle Summe, tolle Konditionen, aber es kommt für mich einfach nicht in Frage und das wird es auch nie.“ Was war jetzt für Dich der ausschlaggebende Punkt Deine Meinung doch zu ändern?

Ich bin einfach reifer und mehr im Einklang mit meinem Körper, das war ich früher nicht. Ich möchte mich selber nicht so. Auch hab ich gemerkt, wie sehr es das Selbstbewusstsein stärkt, wenn man etwas macht, vor dem man eigentlich Angst hat…

Wie hat Dein Umfeld reagiert, als Du gesagt hast „Ich bin im Playboy“? Vor allem, weil Du ja gesagt hast das käme nicht in Frage?

Meine Freunde und meine Familie waren schon immer eher dafür. Sie stehen sowieso hundert Prozent hinter mir und meinen Entscheidungen. Einige meiner Freundinnen würden sogar morden, um einmal in den Playboy zu kommen (lacht)

Erzähl mal was vom Shooting, man kann sich das ja immer schlecht vorstellen, wie so ein Shooting abläuft, wie war das in Deinem speziellen Fall?

Es war eine sehr angenehme und lockere Atmosphäre… Ich hatte ein Wahnsinns Team… Profis eben und außerdem hatten wir viel Spaß und viel zu lachen, das bleibt bei mir nie aus!!

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Wie schauts jetzt für Dich nach den Fotos aus, was erwartest Du Dir und in welche Richtung wird es bei Dir gehen?

Ich erwarte gar nichts und nehme das Leben so wie es kommt. Hauptsache gesund und mit der Family ist alles in Ordnung. Das ist mir das Wichtigste. 

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Ist mir egal… , mich würde niemand so schnell stören. Meine Mutter ruft grad “ Patrick Nuo“ aus der Küche… 😉

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
Bilder: Max-Elmar Wischmeyer für Playboy September 2013