Inge Steiner „Ganz weg von der Bildfläche bin ich ja nicht“

Inge Steiner ( Posmyk) ist eine ist eine deutsche Moderatorin.

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Ich finde die Zeit vor und während Deines Studiums interessant. Damals hast Du ein Jahr in den USA gelebt und später mehrere Semester in Málaga und Hawaii verbracht. Was hat Dich damals in die Ferne getrieben?

Ich wollte schon als Teenager die große weite Welt entdecken, aber dazu fehlte meinen Eltern das Geld. So habe ich immer während der Schulferien gejobbt und mir so viel Geld angespart, dass ich wenige Tage nach meinem Abitur endlich meinen großen Traum, in den USA zu leben, verwirklichen konnte. Mein Englischlehrer hatte immer so viel von diesem Land erzählt und in mir die Sehnsucht geweckt. Unabhängig davon war und ist mein Credo: Reise in ferne Länder solange du jung und ungebunden bist. Wenn du älter wirst, dann hast du immer noch genügend Zeit, Deutschland und Umgebung kennen zu lernen.

Du hast ja ein Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudium gemacht, wann bzw. wie kam es dann zu der Idee Moderatorin zu werden? Gab es da einen Speziellen Moment?

Da meine Diplomarbeit von den Chancen und Risiken des Internets handelt und ich einen ziemlich guten Abschluss vorweisen konnte, hatte ich von mehreren großen IT-Firmen lukrative Jobangebote. Aber irgendwie sah ich mich nicht in dieser Welt. Ich lebte damals immer mal wieder in Hamburg, um mit Modeln mein Studium zu finanzieren. Dort beschloss ich das Seminar: „Schreiben und Sprechen für den Hörfunk“ zu besuchen. Die Leiterin des Seminars meinte: „Was willst du beim Hörfunk, du siehst gut aus, geh doch zum Fernsehen“, und riet mir zu einem Praktikum. Dafür bewarb ich mich bei RTL Nord in Hamburg. Es folgte ein mehrstündiges Vorstellungsgespräch mit Casting und am Ende hatte ich völlig überraschend einen Vertrag als Redakteurin/Moderatorin in der Tasche. Mein damaliger Chef, Klaus Ebert, muss wohl irgendetwas in mir gesehen haben. Er ist quasi mein Entdecker. Wenig später erkrankte die Wetterfee und ich musste spontan ins kalte Wasser springen. Das war 1998 und seither bin ich vor der Kamera.  

Du machst jetzt mittlerweile im vierten Jahr Pause. Das ist ja ein Indiz dafür, dass Dir das Familienleben sehr gefällt, vermisst Du deinen Beruf oft?

So wie ich mich bewusst für Reisen in ferne Länder in jungen Jahren entschieden habe, so habe ich mich jetzt ganz bewusst für meine Kinder und eine TV-Pause entschieden. Die ersten Monate und Jahre sind die wichtigsten in der Entwicklung eines Kindes, da wird man als Mama gebraucht. Ich wollte und will die Erziehung nicht anderen Menschen überlassen. Zudem wollte ich meinem Mann alle Möglichkeiten bieten noch einmal bei den Olympischen Sommerspielen in London 2012 anzugreifen. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn ich voll gearbeitet hätte, da er wochenlange Trainingslager hatte. Zumal wir in Heidelberg leben, die Kabel eins- und N24 Nachrichten, die ich zuletzt moderiert habe, in Berlin produziert werden.

Aber ganz weg vom der Bildfläche bin ich ja nicht. Ich bin immer mal wieder Gast in einer Talk- oder Gameshow und gerade drehe ich mit meinem Mann STEINER gegen ALLE, eine Unterhaltungsshow im SWR, wo mein Mann in verschiedenen Disziplinen gegen ein Dorf antritt und ich ihn dabei unterstütze. Und hinter der Kamera habe ich genug tun. 

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Du machst ja glaube ich im Rahmen von STEINERtainment GmbH noch Vorträge oder? Wie verbindest Du das mit deinen Kindern ist das sehr schwer da beruflich Zeit zu finden?

Nein, die Motivationsvorträge hält mein Mann. Der hat ein bisschen mehr zu erzählen als ich, wie man sich immer und immer wieder motiviert auf ein großes Ziel hinzuarbeiten und sich zu fokussieren. 

Wir dürfen aber hoffen Dich irgendwann in den kommenden Jahren im Fernsehen wiederzusehen?

Max wird im Februar ein Jahr alt, Felix ist dann vier. Da werde ich sicherlich wieder verstärkt arbeiten. Aber ich lasse das auf mich zukommen. Ich bin mit meinen Männern so was von glücklich, dass ich völlig entspannt in die Zukunft blicke. Über 10 Jahre habe ich am Stück im TV moderiert, vom Reisemagazin über Boulevard, Talk bis hin zu Nachrichten, also in meinem Beruf viel erlebt und erreicht.

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest?

Familie ist das Wichtigste im Leben. Das weiß man erst so richtig, wenn man Kinder hat. Ich fühle mich durch meinen Mann und meine Kinder im Leben angekommen und möchte die drei gegen nichts und niemanden mehr eintauschen. Ich wünsche allen, dass sie auch zu ihrem Topf den passenden Deckel finden. 

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Ich gehe prinzipiell nicht gerne in die Sauna, weil ich mich dort unwohl fühle.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
Bilder 
© Jens Junge Fotodesign

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