Matthias Killing „Ich verstehe den Beruf des Moderators als einen verlängerten Arm des Zuschauers“

Matthias Killing ist ein deutscher Event- und TV-Moderator. Bekannt ist er durch die Moderation im SAT.1-Frühstücksfernsehen.

Unterstütze diesen Interviewpartner:
Klicke auf den Artikel und besuche die Links

Homepage | Facebook | bei SAT.1mehr Infos…

Jetzt bei Amazon bestellen um die Autoren damit zu unterstützen! Vielen Dank!

Ab dem 15. Juni 2009 ergänzt Matthias Killing das erfolgreiche Moderaatoren-Team.

Bild (c) SAT.1 / Fotograf: Claudius Pflug

Angefangen hast Du beruflich ja als Animateur auf dem Clubschiff AIDA. Wann entstand dann bei Dir der Wunsch Moderator im Fernsehen zu werden?

Genau dort. Es war im Sommer 1998, mein damaliger Chefanimateur Ulf sagte zu mir, ich solle doch mal den Bingo-Abend moderieren. Ich wollte das erst gar nicht, aber als ich dann am Mikro stand und los reden durfte, hatte ich auf einmal jede Menge Spass – und die Leute fanden es auch super…. Von da an, habe ich viele viele Bingo-Shows auf der AIDA moderiert.

Bist Du heute als Moderator auch noch eine Art Animateur?

Ein wenig vielleicht, aber ich verstehe den Beruf des Moderators, eher als einen verlängerten Arm des Zuschauers. Der Moderator sollte nie im Mittelpunkt stehen, der Gast oder das Thema ist der Star, ich bin der rote Faden, der der alles zusammenhält… Da sind aber manchmal auch Animateur-Fähigkeiten gefragt…

Wenn man auf so einem Clubschiff unterwegs ist, ist man ja oft für Monate unterwegs, wie war die Zeit für Dich damals, so lange ohne Freunde, Familie zu sein und so viel zu arbeiten?

Das Schiff war meine zweite Familie, es wurde schnell mein zweites Zuhause. Ich habe dort viele tolle Freunde gewonnen, mit denen ich bis heute Kontakt habe. Das war das positive. Aber: Familie und Freunde zu Hause habe ich sehr vermisst, ich kann mich sogar an die ein oder andere Träne erinnern – auch wenn ich im Paradies gearbeitet habe, Heimweh gab es trotzdem manchmal.

Matthias Killing

Bild (c) SAT.1 / Fotograf: Bernd Jaworek

Ist das als Moderator ein Segen oder manchmal auch etwas Fluch, wenn man so stark in einer Sendung wie das Sat1 Frühstücksfernsehen gesehen wird? Könnte sich der Zuschauer wirklich an Dich in einer komplett anderen Sendung gewöhnen, was meinst Du?

Ich glaube, das haben die Zuschauer schon längst – ich denke nicht, dass ich nur als Moderator des Frühstücksfernsehens wahr genommen werde. Ich moderiere seit 2011 beim Fussball und seit 2012 auch alle Boxsendungen unserer Sendergruppe. 2013  sind nun auch einige Shows dazu gekommen, worüber ich mich total freue – aber das braucht noch Zeit, bis ich als Moderator der Unterhaltungssendungen ankomme – wir haben einiges vor, das kann ich aber schon mal versprechen. Aber: das Frühstücksfernsehen und “ran” sein meine Anker, da bin ich Zuhause und ich hoffe, das darf ich auch noch lange sein.

Um 5:30 Uhr geht es morgens los, Deine Arbeit beginnt aber sicher noch früher, erzähl mal, wie läuft so ein typischer Tag bei Dir ab?

Ein normaler Frühstücksfernsehentag beginnt um 3.30 Uhr, dann koche ich mir den ersten Kaffee, checke das Internet, die neuesten Nachrichten, und fahre dann gegen 4.10 Uhr in den Sender. Dort sichte ich ab 4.15 (zum Glück kurzer Arbeitsweg) unsere Beiträge und bereite mich auf die Sendung vor. Ab 5.10 Uhr sitze ich in der Maske, und gehe dann um 5.15 Uhr ins Studio. Das ist seit Jahren genau so eingetaktet. Nach der Sendung um 10 Uhr sitzen wir gemeinsam in der Redaktionskonferenz, es folgt Kritik und Ausblick, wir bringen unsere Ideen ein und diskutieren die Inhalte der nächsten Sendungen. Ab mittags um 12/13 Uhr habe ich dann frei. Meistens steht dann irgendetwas berufliches an, Telefonkonferenzen, Drehs, Vorbereitung von Sportsendungen. Wenn ich ganz frei habe, genieße ich den Tag und lege mich gerne auch mal zum Mittagsschlaf hin. Abends gehe ich um 21.45 Uhr ins Bett, gucke die letzten Nachrichten und schlafe ein…

Dieses Jahr hast Du außerdem schon einige andere Sendungen moderiert, beispielsweise das Promiboxen. Wem würdest Du umgangssprachlich gerne mal „die Fresse“ polieren? Im ernst, würdest Du bei einer solchen Veranstaltung mitmachen?

Wer mich kennt, weiss dass ich nur mein Auto poliere. Das aber gründlich! Nein, beim Promiboxen würde ich eher nicht mitmachen, auch bei anderen Sendungen dieser Art eher nicht. Ich beschränke mich da lieber auf das Moderieren. Das ist mein Ziel auch die nächsten 20 Jahre noch. Obwohl: das Pokern bei TV Total reizt mich schon.

Matthias Killing (l.) und Andrea Kaiser (r.) moderieren "Deutschland gegen Holland - Die Revanche".

Matthias Killing (l.) und Andrea Kaiser (r.) moderieren „Deutschland gegen Holland – Die Revanche“.

Bild (c) SAT.1 / Fotograf: Bernd Jaworek

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Am 20./21. Juli moderiere ich zum ersten Mal den Telekom-Cup live in SAT.1 – das grösste Vorbereitungsturnier der Fussball-Bundesliga und am 26.7. Feiere ich meine Premiere als Moderator der grossen Promi-Spielshow “Deutschland gegen…!” Wir beginnen mit dem Gegner Holland und ein paar Wochen später geht es dann weiter mit Deutschland gegen Österreich. Diese Show ist wie die Erfüllung eines Traums – sie gab es ja schon mal, damals mit meinem grossen Vorbild Johannes B. Kerner – das ich diese Show jetzt machen darf ist irre – ich bin echt gespannt und hoffe, dass ich das Vertrauen rechtfertigen kann.

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest?

Geht auf die Seite vom Kinderhospiz Regenbogenland und schaut Euch diese Institution an (www.kinderhospiz-regenbogenland.de). Hier bin ich Botschafter, und es ist die sinnvollste Arbeit, die ich je getan habe. Und wer helfen will, ist herzlich willkommen!! Danke Daniel, für diese Werbefläche… 🙂

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Da bin ich schmerzfrei… Ich gehe gerne in die Sauna, da ist mir wurscht, wer da noch sitzt… Obwohl…. Ach nee, der Rest bleibt mein Geheimnis. Aber: coole Markenzeichen-Frage, jetzt bin ich fast sprachlos…

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

Das könnte Dir auch gefallen: