Zur Pflege nach Polen | TV

Zur Pflege nach Polen. Freitag, 31. Mai 2013 | 21:15 Uhr im NDR.

NDR Fernsehen DIE REPORTAGE, "Zur Pflege nach Polen", am Freitag (31.05.13) um 21:15 Uhr. Seit über drei Jahren pflegt Angelika Ellermann ihren Vater Helmut Siebert.

Zur Pflege nach Polen: Offizielle Produktbeschreibung

Viele Familien stehen vor der Entscheidung, wo sie Angehörige pflegen lassen. In Osteuropa gibt es mittlerweile immer häufiger Angebote, gezielt für Deutsche. Das Team der NDR Reportage drehte erstmals im Ende März 2013 eröffneten Pflegeheim in Zabelkow. Ursprünglich war es für Rückkehrer gedacht, Menschen, die in Oberschlesien familiäre Wurzeln haben. Doch die meisten der 36 Plätze gehen an deutsche Familien, die aus Kostengründen das Heim ausgesucht haben. Auch Angelika Ellermann will ihren Vater hier anmelden.

Angelika Ellermann hat keine Kraft mehr: Jede Nacht muss sie zwei- bis dreimal hoch, weil ihr 81-jähriger Vater schreit oder halluziniert. Tagsüber muss sie fast jede Minute bei ihm sein, es sei denn, er schläft. Ihr Vater leidet an Parkinson und Demenz und braucht eine immer intensivere Pflege. Das kann die 57-Jährige nicht mehr leisten: Ihr Vater muss in ein Altenheim. Zu gerne würde Angelika Ellermann den Vater in der Nähe haben. Doch in Deutschland kostet ein Pflegeplatz viel Geld. Helmut Siebert hat als Maler gearbeitet, über 40 Jahre lang. Seine Rente liegt bei 1100 Euro. Ein Platz in der Pflegestufe drei kostet im Monat über 3000 Euro und mehr. Die Supermarktverkäuferin müsste so noch mindestens 1000 Euro pro Monat dazuzahlen. „Das kann ich nicht“, sagt Angelika Ellermann.

Im Internet stößt sie auf das Angebot der „Seniorenresidenz an der Oder“. Ein neues Heim im kleinen Ort Zabelkow, in Oberschlesien, nahe der tschechischen Grenze – in Polen. 1300 Euro kostet hier das Einzelzimmer, inklusive Vollpflege, Verpflegung und Betreuung. Ein unschlagbares Angebot.

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Einerseits finde ich es gut, dass es in Polen die kostengünstige Möglichkeit gibt gepflegt zu werden, was ich allerdings traurig finde ist das man den Schritt machen muss, wenn man eben nicht genug Geld hat und trotzdem einen gewissen Standard haben möchte oder selbst die Möglichkeit haben möchte „zu leben“ wenn ein Familienmitglied Pflege braucht. Da gibt es in Deutschland noch viel Raum zu Verbesserung.

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