Marlene Lufen „Ich empfinde das Frühstücksfernsehen als riesiges Glück“

Marlene Lufen ist eine deutsche Fernsehmoderatorin. Bekannt ist sie als Moderatorin des Sat.1 Frühstücksfernsehens

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(v.l.oben nach r.unten) Jan Hahn, Simone Panteleit, Karen Heinrichs, Matthias Killing, Marlene Lufen und Gaby Papenburg

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Bild SAT.1 Fotograf: Arne Weychardt

Als ich in Deiner Bio gelesen habe, stach mir gleich ins Auge das Du als sehr junges Mädchen Leistungsschwimmerin warst.Heute moderierst Du das Sat1 Frühstücksfernsehen, warum ists eigentlich keine große Schwimmkarriere geworden?

Ich habe mit 14 aus unterschiedlichen Gründen mit dem Leistungssport aufgehört. Plötzlich wurde Musik und Jungs spannender und schon damals war abzusehen, dass aus mir keine ganz große Schwimmerin wird. Trotzdem war das damals prägend für mein ganzes Leben und ich freue mich heute, dass meine Kinder ebenso viel Spaß am Sport haben wie ich. 

Der Schwimmsport ist aber immer noch irgendwie präsent oder? 2007 hast Du ja am TV Total Turmspringen teilgenommen, denkt man dann an solchen Tagen viel an diese Zeit als Kind zurück oder wie hast Du das wahrgenommen? Oder war es einfach nur ein Event?

Tatsächlich war das ein Traum von mir, mal für meinen Sender oder das Frühstücksfernsehen auf den Startblock zu steigen und zu schwimmen. Als dann die Turmspringen-Anfrage kam hab ich zugesagt bevor ich überhaupt drüber nachgedacht hatte. Ein Handstandsprung vom 5er stellte sich dann doch als etwas andere Herausforderung dar aber es war der Hammer und ich bin noch heute stolz auf mich. Seitdem habe ich allerdings nie wieder einen Sprungturm bestiegen. 

Ist das als Moderatorin ein Segen oder manchmal auch etwas Fluch, wenn man so stark in einer Sendung wie das Sat1 Frühstücksfernsehen gesehen wird? Könnte sich der Zuschauer wirklich an Dich in einer komplett anderen Sendung gewöhnen, was meinst Du?

Ich empfinde das Frühstücksfernsehen als riesiges Glück in meinem Leben! Ich liebe diese Sendung, sie macht wahnsinnig viel Spaß zu moderieren und freue mich jedesmal, wenn ich morgens in die Redaktion stiefele. Und durch das Frühstücksfernsehen durfte ich ja auch so viel Außergewöhnliches erleben, meine Weltreise-Reportage von Tansania über die Arktis bis nach Panama zum Beispiel.  Und glücklicherweise habe ich über die Jahre ja auch immer wieder anderes machen und moderieren können, auch für andere Sender. Langweilig sit mir wirklich nicht und die Zuschauer können sich so viel vorstellen, da mache ich mir keine Sorgen. 

Um 5:30 Uhr geht es morgens los, Deine Arbeit beginnt aber sicher noch früher, erzähl mal, wie läuft so ein typischer Tag bei Dir ab?

Mein Wecker klingelt um drei Uhr, nach dem Duschen fahre ich in die Redaktion, schmeiße den Computer an und bereite die Sendung vor, d.h. ich schaue mir die Beiträge an, gehe Texte und Infos durch, schaue in die Zeitungen und suche nach lustigen Storys für unsere Moderationen. Und ganz wichtig für mich – bevor die Sendung beginnt habe ich üppig gefrühstückt! Ich kann zwar mit wenig Schlaf auskommen aber nicht ohne Nahrung.

Nach der Sendung beginnt direkt unsere Konferenz, in der die Sendung nachbesprochen und die nächste geplant wird. Manchmal drehen wir noch etwas für den nächsten Tag aber normalerweise bin ich spätestens um 12 Uhr Mittags fertig. Dann habe ich  ja auch ein 8 Stunden Tag hinter mir.
Um 18 Uhr gibt es noch eine Telefonschalte, in der wir uns über die Themen und Gäste für den kommenden Morgen austauschen. 

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Beim Channel7 / ABC, San Francisco USA hast Du mal ein 6 monatiges Praktikum gemacht. Du hast außerdem damals einen ARD-Journalistenwettbewerb gewonnen. Was fasziniert Dich an Deiner Arbeit eigentlich am meisten? Ich könnte mir vorstellen, dass es einiges braucht um aus Liebe zu seinem Beruf mal eben 6 Monate in die USA zu gehen.

Das war keine Last sondern die Erfüllung eines riesengroßen Traums! Ich war damals ja erst 24, hatte noch keine Kinder und trug Verantwortung nur für mich selbst. Diese Zeit in meinem Leben war einfach nur frei und unbedarft und ich hatte das Gefühl, ich kann alles machen was ich will, herrlich! Für das Praktikum habe ich mich schwer ins Zeug gelegt aber als ich dann zum ersten Mal durch das Großraumbüro dieses amerikanischen Senders gegangen bin und sich das so anfühlte wie im Hollywoodfilm, da wußte ich, genau das willst Du machen! 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant? Wo kann man Dich noch sehen?

Wir planen gerade ein tolles neues tägliches Format und stehen dafür in den Starlöchern, sehr spannend! Was das genau ist verrate ich demnächst. 🙂 

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Ich mag die Hitze nicht und deswegen würde ich gerne mit niemand jemals in der Sauna sitzen!

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de