Dokumentarfilm im Ersten Der Chefankläger | TV

Dokumentarfilm im Ersten Der Chefankläger. Dienstag, 9. Juli 2013 | 22:45 Uhr im Ersten.

© ARD

Der Chefankläger: Offizielle Produktbeschreibung

Die Beine hat er übereinander geschlagen, das Handy eingeklemmt zwischen Schulter und rechtem Ohr, der Bügel seiner Brille wippt im Mund. Er spricht ein schnelles Englisch mit argentinischem Akzent und telefoniert mit dem Rebellenführer Lybiens. Luis Moreno Ocampo ist Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag und eine charismatische Persönlichkeit. In den 80er Jahren war Ocampo Assistent im Prozess gegen die Generäle der argentinischen Militärjunta. 20 Jahre später wird er zum Chefankläger des ersten permanenten Internationalen Strafgerichtshofs gewählt, der 1998 in Rom von 120 Staaten beschlossen wurde. 

Die Regisseure Marcus Vetter und Michele Gentile begleiten Luis Moreno Ocampo sechs Jahre nach seiner Ernennung zum Chefankläger des ICC mit der Kamera. Sie reisen mit ihm nach Libyen, nachdem Haftbefehle gegen Muammar Gaddafi und seinen Sohn Saif Al Islam ausgestellt wurden; sie sind unter anderem bei den Verhandlungen des Anklägers mit einer palästinensischen Delegation dabei. Es geht darum, ob das Gericht Palästina als Staat anerkennen kann – Voraussetzung für eine Anklage gegen Israel und die Hamas wegen Kriegsverbrechen im Gazakrieg. Und sie verfolgen den ersten Fall des Internationalen Gerichtshofs gegen Thomas Lubanga Dyilo, einen ehemaligen Milizenführer im Kongo, der Kindersoldaten für seine Kriege missbraucht hat. 

Der Film, im Genre eines Justizthrillers gedreht und geschnitten, spielt hinter normalerweise verschlossenen Türen. Er bildet einen hochkomplexen juristischen Ablauf ebenso verständlich und transparent wie spannend ab. Eindringlich vermittelt er die Bedeutung und die Verantwortung des jungen Weltgerichts. Und spätestens wenn Hollywoodstar Angelina Jolie zusammen mit Ben Ferenzc, dem ehemaligen Chefankläger der Nürnberger Prozesse, zur entscheidenden Schlussanhörung im Fall von Thomas Dyilo Lubanga nach Den Haag kommt, wird deutlich: Der Internationale Gerichtshof in Den Haag ist die Fortsetzung dessen, was in Nürnberg vor 65 Jahren begonnen hat.

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Ich fand den Film, die Dokumentation als Dokumentation zu hektisch und als Film einfach nicht gradlinig genug. Zwar war es mal ganz spannend zu sehen wie „Der Chefankläger“ arbeitet, was das für ein Mensch ist und welche Aufgaben er hat, dennoch wird das auch sehr schnell langweilig, weil man einfach selbst zu wenig in der Thematik steckt und es irgendwann einfach zu kompliziert wird.
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