50 Jahre Theatertreffen: Wir fahren nach Berlin! | TV

50 Jahre Theatertreffen: Wir fahren nach Berlin! Samstag, 18. Mai 2013, 21.15 Uhr auf 3Sat.

Im Haus der Berliner Festspiele finden neben den Inszenierungen auch zahlreiche Feiern, Preisverleihungen und Diskussionen statt.

Bild © Berliner Festspiele/Piero Chiussi

50 Jahre Theatertreffen: Offizielle Produktbeschreibung

Schauspielerin Heike Makatsch sieht das Theatertreffen „als Freude, als Ansporn, als Möglichkeit zu diskutieren“, für Johanna Wokalek ist es die „perfekte Plattform für junge Schauspieler“ und Karin Beier, Intendantin des Schauspiel Köln und zukünftige Intendantin des Hamburger Schauspielhauses, betrachtet das Theatertreffen „auch ein bisschen mit Humor“.

Seit 1964 gibt es das Theatertreffen in Berlin. Der Start war holprig, von den zehn eingeladenen Inszenierungen kamen damals nur fünf. Doch es sollte sich in den kommenden Jahrzehnten zum alljährlich wichtigsten Theaterereignis im deutschsprachigen Raum entwickeln und ist es bis heute geblieben. Hier wurden und werden die besten, ästhetisch und politisch relevantesten Inszenierungen gezeigt, hier ließen sich Theatertendenzen, die großen und kleinen Revolutionen in Bühnenästhetik und künstlerischem Selbstverständnis der Theaterschaffenden, ablesen. Die bedeutendsten Theaterschauspieler und  Regisseure wurden beim Theatertreffen in Berlin geehrt und gefeiert, Newcomer entdeckt und Karrieren gestartet.

Die Dokumentation „ 50 Jahre Theatertreffen: Wir fahren Berlin!“ zeigt die Geschichte des Festivals von den Anfängen an, beschäftigt sich mit markanten Inszenierungen und prägenden Theatermachern und blickt nebenbei auf die Zeitgeschichte. Denn das Theatertreffen war immer auch ein Spiegel der Zeit und der politischen Umstände: Schon die Gründung des Theatertreffens war politisch motiviert: Der drohenden Isolation West-Berlins sollte entgegengewirkt werden. Die Achtundsechziger-Bewegung oder die „bleierne Zeit“ der folgenden Jahrzehnte fanden ihren Niederschlag und ihre Entsprechung auf der Bühne. In besonderer Weise auch immer das deutsch-deutsche Verhältnis, erst recht während des Mauerfalls und der Wiedervereinigung.

Autor und Filmemacher Andreas Lehmann spricht mit Weggefährten und Kritikern – unter anderen Claus Peymann, Frank Castorf, Jürgen Schitthelm, Gerhard Jörder, Thomas Ostermeier  – des bedeutendsten Theaterfestivals im deutschsprachigen Raum, das sich als „Leistungsschau des deutschen Theaters“ begreift. Ein spannendes Porträt einer epochemachenden Idee.