Kampf um die besten Köpfe | TV

Kampf um die besten Köpfe. Ein Dokumentarfilm, den 3sat am Donnerstag, 25. April, 20.15 Uhr, in Erstausstrahlung zeigt.

Eine gute Schulausbildung ist wichtig, um bessere Chancen im Berufsleben zu haben. Doch ist dies heutzutage leider auch kein Garant für einen Arbeitsplatz!

Bild (c) ZDF und Emma Grumbach

Kampf um die besten Köpfe: Offizielle Produktbeschreibung

Das deutsche Bildungssystem schneidet im internationalen Vergleich nicht gut ab, insbesondere die Zahl der Abiturienten pro Jahrgang ist gering. Dennoch ist die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland so niedrig wie in kaum einem anderen europäischen Land – nur die Niederlande, Österreich und die Schweiz stehen etwas besser da. Ist ein „Abi um jeden Preis“ erstrebenswert? In ihrem Film „Kampf um die besten Köpfe“, den 3sat amDonnerstag, 25. April, 20.15 Uhr, in Erstausstrahlung zeigt, wirft Nicole Schleider einen genaueren Blick auf das deutsche Bildungssystem. Sie fragt nach, welchen Einfluss das Bildungssystem auf die im europäischen Vergleich starke deutsche Wirtschaft hat und welchen Entwicklungen sich deutsche Betriebe in der Ausbildung stellen müssen.

Die Zeiten, in denen Akademiker automatisch eine gut bezahlte Arbeitsstelle erhalten haben, sind vorbei. Und in Ländern ohne ein duales Bildungssystem werden Jugendliche häufig „am Markt vorbei“ ausgebildet – ohne je eine realistische Chance auf einen entsprechenden Job zu bekommen. In Deutschland dagegen geht es der Wirtschaft gut. Unternehmen sehen sich einem ganz anderen Problem gegenüber: der demografische Wandel ist in den Betrieben angekommen: Es herrscht Lehrlingsmangel. Das haben auch die Unternehmen erkannt und begegnen dem Fachkräftemangel mit aktivem Werben um die besten Lehrlinge im Land. Dabei bieten sie nicht nur Abiturienten, sondern auch den Verlierern des Bildungssystems eine Chance, eventuell doch noch eine Ausbildung zu bekommen. Insgesamt betrachtet sind die Wege im deutschen Bildungssystem verschlungen, doch sie bieten individuell viele Möglichkeiten, sich den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entsprechend Wissen und eine Berufsausbildung anzueignen. Klaus Hurrelmann, Bildungsforscher an der Hertie School of Governance in Berlin resümiert: „Wir machen einiges richtig – allem voran unser duales Ausbildungssystem“.