Hauptsache Konsum? | TV

Hauptsache Konsum? Die 3sat-Themenwochefragt hinterfragt kritisch unser Konsumverhalten Montag, 8. bis Sonntag, 14. April 2013

Mennonitische Familie aus Manitoba (Bolivien) beim Essen

Bild  ZDF und Notro TV compania de vertice; Jordi Vendrell Monegal

Hauptsache Konsum?: Offizielle Produktbeschreibung

10.000 Dinge besitzt ein Europäer im Durchschnitt – das meiste davon belastet ihn mehr als es ihm hilft: Autos, Lebensmittel, Kleider, Smartphones beladen uns mit Informationen, Lärm, einer schlechten Ökobilanz und meistens mit Müll. Das macht krank, sagt die Soziologie. Tatsächlich ist der Mensch biologisch als Geschöpf des Mangels konzipiert. Das bedeutet: Er kann mit dem Wenigen, was Fauna und Flora zu bieten haben, optimal auskommen. Doch von „Mangel“ kann in der westlichen Welt kaum die Rede sein. Steht unsere moderne Lebensweise damit im Konflikt zur Natur? Oder ist der moderne Mensch den nächsten Schritt in der Evolution gegangen, darauf gepolt, seine Gelüste ausleben? 3sat zeigt die Themenwoche „Hauptsache Konsum?“ über maßlosen Konsum einerseits und Askese andererseits. Vom 8. bis zum 14. April sendet 3sat zwölf Sendungen, darunter sieben Erstausstrahlungen.

Auftakt und Mittelpunkt der Themenwoche ist am Montag, 8. April, um 20.15 Uhr die Erstausstrahlung der Wissenschaftsshow „Die 20 größten Konsumsünden. Worauf wir am wenigsten verzichten wollen“ – moderiert von Dirk Steffens. 3sat hatte bereits im Vorfeld seine Zuschauer nach der persönlich größten Konsumsünde gefragt – und Elektroartikel sind es geworden.“Unsere Zuschauer waren beeindruckend ehrlich und haben klar gesagt, was falsch ist, und warum sie es dennoch tun“, sagt Moderator Dirk Steffens. Und besonders verführerisch scheint ihnen das Konsumteufelchen in den Elektroartikeln zu sein. Auch deshalb, weil viele Produkte auf dem Müll landen, ehe sie wirklich hinüber sind. Die Ergebnisse der gesamten Abstimmung stellt Dirk Steffens nun zusammen mit Prominenten wie Sarah Wiener, Carolin Kebekus, Urban Priol und Ildikó von Kürthy sowie mit Wissenschaftlern wie dem Sozialpsychologen Harald Welzer, der Energieökonomin Claudia Kemfert und dem Präsidenten des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Uwe Schneidewind, vor. Sie erklären, warum mancher Konsum zur Sünde werden kann.

Die weiteren Erstausstrahlungen sind am Montag, 8. April, 22.25 Uhr, „Berg und Geist“ mit dem Ex-Banker Oswald Grübel und am Dienstag, 9. April, „nano spezial: Overkill – von allem zuviel“ um 18.30 Uhr, vor allem zur Frage, ob der Mensch überhaupt noch zurechtkommt bei all dem Überfluss, dem er oft ausgesetzt ist. Dazu gehört auch am Mittwoch, 10. April, 21.05 Uhr, die Dokumentation: „Die Mennoniten – Alleine im Paradies“ über das Gegenteil zum Overkill, nämlich dem völligen Entsagen von modernen Konsumgütern. AmDonnerstag, 11. April, zeigt 3sat um 20.15 Uhr mit der Wissenschaftsdokumentation „Gier auf Geld“ im Rahmen von „Wissenschaft am Donnerstag“ eine weitere Erstausstrahlung, die Gert Scobel in der anschließenden „scobel“-Sendung um 21.00 Uhr weiter erörtert: Unter welchen Gesichtspunkten fällt der Mensch Entscheidungen? Am Freitag, 12. April, stellt sich das 3sat-Wirtschaftsmagazin „makro“ dem Thema „Schulden ohne Ende“. Ohne Kredite, so scheint es, geht in unserer modernen Welt gar nichts mehr. Aber können wir – Staat und Bürger – sie jemals zurückzahlen?

Die Themenwoche endet am Sonntag, 14. April, 21.45 Uhr, mit dem Dokumentarfilm „Die große Stille“ über das Leben im Kloster „La Grande Chartreuse“.

Nachgebloggt.de Fazit

Ich fand diese Themenwoche richtig interessant und bin sehr begeistert von der Dokumentation „Die Mennoniten – Alleine im Paradies“ bei der ich wirklich angefangen habe darüber nachzudenken was ich eigentlich wirklich brauche und was Belastung ist.

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