Menschen hautnah: Reiche in die City, die Anderen an den Rand | TV

Menschen hautnah: Reiche in die City, die Anderen an den Rand. Donnerstag, 21. Februar 2013 | 22:30 Uhr im WDR.

WDR Fernsehen MENSCHEN HAUTNAH, "Reiche in die City, die Anderen an den Rand - Wohnungsnot in der Großstadt", Film von Ulrike Brincker, am Donnerstag (21.02.13) um 22:30 Uhr. Tina, alleinerziehende Mutter von vier Kindern, sucht eine Wohnung für ihre Familie.

Menschen hautnah: Offizielle Produktbeschreibung

Der Markt für preiswerte Wohnungen ist in den Ballungszentren extrem angespannt. So dramatisch wie im Augenblick war die Situation auf dem Wohnungsmarkt seit zwanzig Jahren nicht. Nach Auskunft des deutschen Mieterbundes hätten in Köln nach geltendem Recht über 40 Prozent aller Haushalte Anspruch auf eine Sozialwohnung. Versorgen kann die Stadt nicht einmal zehn Prozent. Bundesweit liegt der Bedarf bei rund sechs Millionen Sozialwohnungen. „Ganz hinten in der Verwertungskette“ sehen sich Annika und ihr Freund Slaven. Die angehende Lehrerin und der Medizinstudent suchen seit 2009 für sich und ihre zwei Kinder eine größere Wohnung in Köln. Doch zwei kleine Kinder, ein fremdländisch klingender Nachname und ein geringes Einkommen reichen aus, um die Chancen auf dem Wohnungsmarkt gen Null sinken zu lassen. Ein Umzug in die Peripherie wäre für die Familie der Horror: Die Kinder müssten den Kindergarten wechseln. Die Eltern hätten lange Fahrtzeiten in Kauf zu nehmen, bei dem ohnehin eng getakteten Familienleben und Slavens häufigen Nachtdiensten ohne Auto kaum zu bewältigen. Doch vielleicht bleibt der Familie gar nichts anderes übrig. Die jetzige Wohnung ist definitiv für alle zu klein. 
Tinas Situation hat sich dramatisch zugespitzt: Die alleinerziehende Mutter von vier kleinen Kindern ist „Aufstockerin“. Mit ihrem Studio für Nageldesign kann sie die vier Kinder nicht ernähren und bezieht zusätzlich Geld vom Amt. Seit Sommer 2012 sucht sie eine öffentlich geförderte Wohnung. Vergeblich. Wenn sie nicht bald etwas findet, drohen ihr und den Kindern die Notunterkunft, denn ihre alte Wohnung hat sie bereits gekündigt. Allein im letzten Jahr sind die Mieten bei Neuvermietungen zum Beispiel in Köln um zehn Prozent gestiegen. Mindestens ein Jahr müsse man für die Suche nach einer erschwinglichen Wohnung einplanen – so Josef Ludwig, stellvertretender Leiter des Kölner Wohnungsamtes. Wer hingegen im oberen Preissegment suche, könne morgens zum Hörer greifen und nachmittags die Wohnungsschlüssel in der Hand halten – glaubt Hans-Jochem Witzke vom Düsseldorfer Mieterverein. „Wenn wir die fortschreitende Spaltung der Gesellschaft verhindern wollen, dann müssen auch Städte wie Düsseldorf und Köln an Normalverdiener und selbstverständlich auch an sozial Schwächere denken“, erklärt NRW-Bauminister Michael Groschek. „Eine Luxus-Ghettoisierung werde ich bekämpfen.“ Doch ist genau das nicht schon in vielen deutschen Großstädten längst passiert? Menschen hautnah begleitet Familien bei ihrer verzweifelten Wohnungssuche. Der Film begibt sich aber auch auf Spurensuche: Was sind die Gründe für den Wohnungsnotstand? Wer profitiert davon? Was unternimmt die Politik dagegen? Und was wären sinnvolle Lösungsansätze?

Nachgebloggt.de Fazit

Bei so Menschen wie Tina könnte ich kotzen. Wenn man vier Kinder hat wird es natürlich schwer, daran ist man aber selbst schuld, die Situation hat man so selbst gewollt also darf man meiner Meinung nach nicht rumheulen. Vor allem wenn es denn mal so mit den Wünschen nicht klappt… Manche Menschen haben echt Vorstellungen, traurig. Anders sieht es mit beispielsweise Behinderten oder Ausländern aus, da hatte diese Doku dann ihre stärken.

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