SEHNSUCHT KARIBIK (I) – Reggae, Sklaven und ein tödliches Beben | TV

SEHNSUCHT KARIBIK (I) – Reggae, Sklaven und ein tödliches Beben. Ein Film von Thomas Roth. Das Erste, 25.12.2012, 19.15 – 20.00 Uhr.

ARD/WDR SEHNSUCHT KARIBIK, TEIL 1, "Reggae, Sklaven und ein tödliches Beben", Film von Thomas Roth, am Dienstag (25.12.12) um 19:15 Uhr im ERSTEN. Der zerstörte Präsidentenpalast in Port au Prince/ Haiti ist immer noch von dieser Art Unterkünfte umgeben.

SEHNSUCHT KARIBIK (I) – Reggae, Sklaven und ein tödliches Beben

Im ersten Teil von „Sehnsucht Karibik“ bereisen Thomas Roth und sein Team zwei Inseln der Großen Antillen, Jamaika und Haiti. 

Die Hinterhöfe und Ghettos von Kingston, der Hauptstadt Jamaikas, sind ihre erste Station. Bob Marley ist hier groß geworden. Mitten im Ghetto Trenchtown begann die Reggaelegende von Marley, der vom Outlaw zum Megastar wurde. Bei einem bunten Reggaefest zu seinen Ehren kommt es zu Begegnungen mit Rita Marley, der Witwe von Bob, und mit der eleganten Cindy Breakspeare, einer der großen Liebesgeschichten des Musikers. In den Bergen Jamaikas leben die Nachfahren entlaufener Sklaven, die sogenannten „Maroons“. Sie lieferten einst den britischen Kolonialherren jahrzehntelang einen blutigen Guerillakrieg, worauf sie heute noch stolz sind. Und auch das ist Jamaika: ein Schweizer Aussteiger namens Tom Huber, den seine „Sehnsucht Karibik“ zu einem neuen Leben in den jamaikanischen Bergen geführt hat – und ein Strand, an dem der erste James Bond-Film „Dr. No“ gedreht wurde.

ARD/WDR SEHNSUCHT KARIBIK, TEIL 1, "Reggae, Sklaven und ein tödliches Beben", Film von Thomas Roth, am Dienstag (25.12.12) um 19:15 Uhr im ERSTEN. Strandleben am Hellshire Beach bei Kingston, Jamaica.

Von Jamaika nach Haiti ist es nur eine Flugstunde – und doch ist es ein Flug in eine andere Welt. Auch zwei Jahre nach dem furchtbaren Erdbeben leben dort noch rund 400.000 Menschen in Zelten. Hilfsorganisationen gibt es viele, der Wiederaufbau ist aber dennoch nur äußerst schleppend vorangekommen. „Sehnsucht Karibik“ zeigt zwei Seiten des Insellebens – den Alltag von Patrice Millet, einem haitianischen Geschäftsmann, der sein Leben angesichts des Elends komplett umgekrempelt hat und sich mit seiner kleinen Hilfsorganisation um die Jugendlichen aus den Zeltstädten kümmert. Und die Anlegestelle eines der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, in dessen Nähe die Reederei hinter Drahtzäunen eine Art Abenteuerspielplatz für betuchte Touristen gebaut hat.

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