Die Welt zu Gast bei Fremden: Eine südafrikanische Familie | TV

Die Welt zu Gast bei Fremden: Eine südafrikanische Familie. Junger Dokumentarfilm. Montag, 26. November 2012 um 23:30 Uhr im SWR.

Die Welt zu Gast bei Fremden

Die Welt zu Gast bei Fremden: Eine südafrikanische Familie

Vor dem Hintergrund der Fußball-WM 2010 erzählt Benjamin Kahlmeyers Film „Die Welt zu Gast bei Fremden“ vom Alltag einer Familie in einem Township der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria. Eine Familie, die es nicht immer leicht hat, über die Runden zu kommen, die aber trotz aller gegenwärtigen Probleme zuversichtlich in die Zukunft schaut. Die 17-jährige „Moskito“ wächst in großer Armut auf, glaubt aber mit unerschütterlichem Selbstverständnis an eine erfolgreiche berufliche Karriere als Ärztin oder Paläontologin. Sicherheitshalber hat sie einen „Plan B“: Sie kann sich auch vorstellen, Profifußballerin in Europa zu werden. 1993, zur Zeit der Abschaffung der Apartheid geboren, ist sie Teil einer neuen Generation, die fest von der Chance auf ein besseres Leben überzeugt ist. Vorerst aber lebt Moskito bei ihren Eltern. Und da gilt es schon mal in langen Diskussionen über Taschengeld, Sinn und Unsinn teurer WM-Tickets, oder den angemessenen Umgang mit Jungs zu streiten. Ganz normale Teenager-Probleme eben. Vater Steven ist stolz auf seine talentierte und ehrgeizige Tochter. Mit seinem kleinen Kiosk bestreitet er den Lebensunterhalt seiner Familie. Seine Gedanken kreisen um sein Geschäft und um Ideen, den Kiosk zu erweitern. Er träumt von einem bescheidenen Wohlstand. Die Fußball-WM wird ihm nicht dazu verhelfen, wie er begreifen muss, denn nur die großen Firmen dürfen ihre Waren in den Stadien verkaufen. Aber Steven lässt sich dadurch nicht entmutigen. Das Leben geht weiter und irgendwie, irgendwann wird der Erfolg zu ihm kommen. Der Film porträtiert warmherzig eine südafrikanische Familie. Viele der Themen, die Stevens Familie bewegen, sind uns vertraut: Freundschaft und erste Liebe, familiäre Wärme und Verpflichtung, berufliches Engagement und der Traum von einem bescheidenen Wohlstand.

Bild © SWR/Stefan Neuberger