Recht und Gerechtigkeit: Ein Märchen aus der Provinz | Buch

Recht und Gerechtigkeit: Ein Märchen aus der Provinz: Der Justizfall, der zum Medienfall wurde.

Jörg Kachelmann wurde am 31. Mai 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (15. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345320025X 
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Recht und Gerechtigkeit: Ein Märchen aus der Provinz

Recht und Gerechtigkeit: Ein Märchen aus der Provinz

Jörg Kachelmann wurde am 31. Mai 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Nach wie vor jedoch wirft sein Fall viele Fragen auf. Wie geht es einem, der zu Unrecht als Vergewaltiger beschuldigt wird? Den die Ermittlungsbehörden mit allen Mitteln zum Täter machen wollen? Der 132 Tage im Gefängnis sitzt? Der sehr schnell zum Gegenstand einer öffentlichen Vorverurteilung wird? – Zum ersten Mal erzählen Jörg Kachelmann und seine Frau Miriam die Geschichte, die hinter dem »Fall Kachelmann« steckt. Und es wird klar, welche Rolle Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht und Medien dabei spielen. 

Was bleibt nach einem höchst fragwürdigen Prozess und einer beispiellosen Medienberichterstattung noch von Recht und Gerechtigkeit? Der »Fall Kachelmann« ist in dieser Hinsicht leider keine Ausnahme – mit dem Unterschied, dass viele Opfer von Falschbeschuldigungen in erster Instanz oft keinen Freispruch bekommen. Jörg und Miriam Kachelmann haben sich entschlossen, aufzudecken, was sich hinter den Kulissen abgespielt hat, und geben erschütternde Einblicke in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Recht und Unrecht nicht mehr existieren. In ihrem Buch schildern sie detailliert die Ereignisse vom Moment der Verhaftung bis zur Urteilsverkündung und der Zeit danach, enthüllen Fehler und Ungereimtheiten und legen die unheilvolle Mechanik bloß, die hinter dem Prozess gegen den Meteorologen steckt – und die offenbar nicht nur hier wirksam wird.

Fazit

Ich merke gerade beim überlegen, was ich zu diesem Buch schreiben soll, dass ich unendlich viel zu Jörg Kachelmann als Person schreiben könnte, weil ich schon vor Jahren ein kleiner Fan von ihm war. Ich hab damals schon immer gescherzt „Sonne ist, wenn Kachelmann das sagt“ so war ich also entsetzt, als es vor Gericht ging, nicht wegen dem Vorwurf, Nein das ist der Privatmensch Kachelmann, sondern wegen der Schlammschlacht im Fernsehen, dass die Medien das so ausgebeutet haben. Ich selbst habe hier bei nachgebloggt nie auch nur daran gedacht das Thema aufzugreifen, weil das bedeutet hätte, ich würde wissen oder vermute, was damals da wirklich passiert ist. Aber wenn ich ehrlich bin „Es ist mir scheißegal“. Im ernst, was interessiert mich, was Herr Kachelmann in seinem Privatleben so treibt? Ich fand es nur nicht fair, dass jemand, der so angesehen war, auf einmal so mit Füßen getreten wird, dass die Unschuldsvermutung nicht mehr gilt und das die Medien ihn einfach so zerrissen haben, wie sich ja rausgestellt hat fälschlicherweise. Seitdem berichtet aber auch niemand mehr über ihn, weil er medial eben nicht mehr interessant ist. „Er hat seine Freundin nicht vergewaltigt“ na dann Arschlecken …

Daher ist er auch die große Ausnahme derer, die ich dafür bewundere, ein Buch geschrieben zu haben. Zu sagen, wie es war, zu sagen wie es sich angefühlt hat geliebt und dann gehasst zu werden. Wie es im Gefängnis für ihn war, wie es sich anfühlt, der blöde zu sein. Dafür hat er meinen großen Respekt, auch dafür, dass er immer sehr korrekt aufgetreten ist und sein Ding jetzt weiterführt. Das ist der Kachelmann, den ich damals mochte und nie weniger mochte. Ich kann Dir dieses Buch wirklich empfehlen, das nun endlich auf dem Markt ist, nachdem seine Ex ja so schiss hatte, ihren Namen dort zu lesen, vielleicht sollte ihr Mal einer erzählen, dass es da dieses Internet gibt, wo man ihren Namen leicht rausfinden kann? In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen.

 © Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de