Ralph Gibson – Nude | Buch

Nude: Zerbrechlich, geheimnisvoll, sinnlich … und letztlich unergründbar.

„Ein Fotograf hat gesagt, die Schönheit der Frauen sei unendlich. Womöglich war ich es selbst. (…) Ich fotografiere gern Frauen und bin dabei zum Schluss gekommen, dass der weibliche Körper absolut und vollkommen ist.“
Ralph Gibson

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Taschen Verlag; Auflage: Trade Edition. (25. Oktober 2012)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3836528266 
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Nude

Seine Fans haben ungeduldig darauf gewartet und nun meldet sich Meisterfotograf Ralph Gibson mit einer exquisiten Sammlung von Aktaufnahmen zurück. Neben seinen besten Arbeiten enthält der Band ein ausführliches Interview, das der Maler Eric Fischl mit ihm führte. Schockierend direkt, sorgfältig komponiert und voll subtiler Provokationen, erweisen Gibsons traumartige Bilder historischen Größen wie Man Ray oder Edward Weston die Reverenz. Und doch geht er immer noch ein Stück weiter, wie gebannt vom Spiel des Lichts auf nackter Haut. 

Der Fotograf

Ralph Gibson begann in den 1950er-Jahren zu fotografieren und arbeitete als Assistent für Dorothea Lange und Robert Frank, bevor er in New York sein eigenes Studio eröffnete. Gibson erhielt Stipendien der NEA- und der Guggenheim-Foundation und wurde 1986 von der französischen Regierung zum Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt.

Fazit

Dieses Buch, besser gesagt informativer Bildband, ist für einen ganz besonderen Geschmack ausgelegt. Ich glaube nicht jeder kann etwas mit der Erotik dieser Bilder anfangen. Man muss sich da schon auf die Kunst, die diese Bilder nun einmal bedeuten einlassen können, sonst sieht man „nur“ nackte Frauen. Und gerade das ist eigentlich das Besondere, dieses einlassen auf die Erotik, auf die angesprochene Kunst der Bilder. Durchblättern ist hier also nicht angesagt. Ich selbst hab es die letzten Tage kurz auf mich wirken lassen, um diese erste Meinung zu haben. Ich habe ein paar Seiten gelesen und dann aufgeklappt liegen lassen auf dem Tisch. Dabei habe ich mich entdeckt, wie ich immer wieder hinschaute, ein Stück gelesen habe und das Buch, die Erotik, die Kunst, habe auf mich wirken lassen. Toll, dass ein Buch so etwas schafft. Ich kann es Dir also wirklich nur empfehlen. 

 © Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de