Anthony Thet „X-Factor ist das beste, was mir musikalisch bisher passiert ist“

Anthony Thet sagt über sich selbst: Ich genieße das Leben mehr, als je zuvor. Mir stehen plötzlich unendlich viele Wege offen, mich künstlerisch zu entfalten. Während ich früher auf das Gitarrespielen beschränkt war, darf ich heute singen, moderieren und sogar unterrichten.

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Es hat sich unheimlich viel geändert. X-Factor ist das beste, was mir musikalisch bisher passiert ist. Vorher war ich lediglich als Gitarrist gebucht.

Anthony Thet

„Wie und wann entstand der Wunsch…“ in Deinem Fall „Musiker zu werden“ Du bist eher mit diesem Beruf durch Deinen Vater aufgewachsen oder? 

Der Wunsch entstand mit 12 Jahren. Klar hat mein Vater mich an die Musik herangeführt, da er selbst klassischer Cellist ist, aber die Gitarre habe ich durch die Rolling Stones und B.B. King für mich entdeckt. Ich habe sie spielen gehört und wusste einfach, dass ich das auch machen will. Auch alte Fotos meiner Vorbilder haben mein Kopfkino angeschmissen, so dass ich alles daran setzen wollte eines Tages auch auf einer grossen Bühne stehen zu dürfen. 

Du hast dann doch irgendwann BWL studiert, sodass man ein sicheres Standbein hat, wenn es mit der Musik nicht klappt oder schon auch als festen Wunsch da irgendwann Geld mit zu verdienen?

Das hat einen anderen Hintergrund. Gerade weil ich mit Musik mein Geld verdienen wollte, wusste ich, dass ich besser fahre, wenn ich alles über Marketing und das Musik-Business lerne. Mein Ziel war es die Musik zum Beruf zu machen und das macht nur dann Spass, wenn man gut davon leben kann. Das BWL-Studium sorgte dafür, dass ich mittlerweile gut für meine musikalische Arbeit bezahlt werde und sehr entspannt davon leben kann. Marketing ist allerdings nicht nur Mittel zum Zweck sonder ebenfalls eine kleine Leidenschaft von mir. Mein Vater ist zwar Musiker, aber meine Mutter hat Wirtschaft studiert. Beide haben mich im Leben sehr beeinflusst und ich glaube, dass ich daher eine besondere Einstellung zur Umsetzung meiner Träume habe. Ich versuche stets Herz und Vernunft in Einklang zu bringen.

Du hast 2010 bei X Factor mitgemacht, warst aber ja schon vorher gut in der Musik unterwegs, warum hast Du Dich entschlossen bei einer solchen Castingshow mitzumachen?

Du hast recht. Seit ich 17 war habe ich als Gitarrist gearbeitet. Häufig für andere Solo-Acts aber auch recht erfolgreich in einer eigenen Band. Mit dem Singen habe ich erste in meinen späten 20ern angefangen, wollte aber nicht den klassischen Weg gehen, der darin besteht, sich über viele Jahre durch kleine Clubs zu ackern. Ich wollte direkt auf eine grosse schöne Bühne und da kam X-Factor genau zur richtigen Zeit. Ich wollte unbedingt auf einer TV-Bühne einmal im Leben „Purple Rain“ spielen.

X Factor war das einzige Format oder hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt bei anderen Shows mitzumachen? DSDS beispielsweise?

Ein anderes Format hätte in meinem Fall wenig Sinn gemacht. Ich habe das Gefühl, dass ich nur dann überzeugen kann, wenn man mich mit meiner E-Gitarre auf die Bühne lässt. Daher war weder DSDS, noch The Voice Of Germany später eine Option für mich gewesen.  Bei The Voice… hätte ich ohne Gitarre auf einer Ebene mit Leuten stehen müssen, gegen die ich rein gesanglich kaum Chancen gehabt hätte. Aber bei X-Factor habe ich mich in der Kombination mit Gitarre und meinem Mentor Till Brönner sehr wohl gefühlt.

Wie hat sich Dein Leben als Musiker seit 2010, seit X Factor verändert? Sind die Auftritte größer geworden oder schwächt das auch wieder ab irgendwann wenn man nicht ständig im TV zu sehen ist?

Es hat sich unheimlich viel geändert. X-Factor ist das beste, was mir musikalisch bisher passiert ist. Vorher war ich lediglich als Gitarrist gebucht. Heute bekomme ich Geld dafür, dass ich singe. Es ist eigenartig. Auch wenn es die Öffentlichkeit so nicht mitbekommt, aber alle Live-Show-Kandidaten, die ich im Laufe der Zeit kennen lernen durfte, stehen im Anschluss an solche Shows 2-3 mal in der Woche auf einer Bühne und werden von guten Agenturen bzw. Unternehmen engagiert. Zu mindest, wenn man sofort vieles richtig macht und in die Wege leitet. Wenn alles so weiter geht wie bisher, dann kommen sicherlich noch ein paar schöne Jahre auf mich zu.

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Ich werde im April 2013 ein eigenes Album als Sänger veröffentlichen. Ich habe lange nach den passenden Partnern und nach einem guten Konzept gesucht. Jetzt ist alles im Kasten und wird derzeit abgemischt und gemastert. Trotz schöner Events hat mir die öffentliche Bühne ganz schön gefehlt. Daher wollte ich unbedingt ein eigenes Album machen, um auch die Öffentlichkeit wieder vermehrt an meiner Arbeit teilhaben zu lassen.

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest?

Ja. Wer mochte, was ich z.B. bei Purple Rain auf der X-Factorbühne prästentiert habe, dem wird sicherlich auch mein Album gut gefallen. Viele Künstler stellen sich bei einer Castingshow der Öffentlichkeit vor, veröffentlichen aber im Anschluss oft ein Album, das nichts mehr mit dem zu tun hat, woran sich das Publikum gewöhnt hat. Bei mir handelt es sich zwar ebenfalls um eine Weiterentwicklung meiner Person jedoch wird jeder den roten Faden erkennen, den ich einfach nur etwas weiter gesponnen habe.

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King Kong

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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