Markus Lüpertz : Deutschland, deine Künstler | TV-Tipp

Markus Lüpertz ist Künster und Teil von diesem Film von Cordula Kablitz-Post im Rahmen der Doku-Reihe Deutschland, deine Künstler. Am 22. August 2012 im Ersten.

Markus Lüpertz

Markus Lüpertz: Deutschland, deine Künstler Inhalt

„Der Künstler ist das Beste, Schönste und Großartigste, was die Gesellschaft hat“, sagt Markus Lüpertz, der sich selbst gerne auch als „Genie“ bezeichnet. Sein opulenter Lebensstil, seine egozentrische Sprache und sein selbstbewusstes Auftreten machen ihn zum „Malerfürsten“ par excellence. Rastlos pendelt der Maler und Bildhauer, Lehrmeister und Freigeist zwischen seinen beiden Ateliers in Düsseldorf und Berlin-Teltow, dem Familienwohnsitz seiner Frau und den drei jüngsten Kindern in Karlsruhe und der Toskana. Sein Alter merkt man dem 71-Jährigen kaum an; mit täglichem Boxen hält er sich fit und arbeitet jeden Tag an mehreren Kunstwerken gleichzeitig. Seine emotionale Seite kann er am besten in seiner Lyrik und am Klavier ausdrücken. Häufig improvisiert er mit befreundeten Jazzmusikern bei Ausstellungseröffnungen am Flügel. Lüpertz‘ Werke polarisieren, besonders im öffentliche Raum: In Bamberg wurde eine Skulptur umgestürzt, Augsburg verhinderte seine „Aphrodite“ durch ein Bürgervotum, der Künstler habe eine „Affront-Dite“ geliefert, Lüpertz‘ schaumgeborene Göttin sei nicht Kunst, sondern hässlich. In Salzburg wurde sein „Mozart“ geteert und gefedert, „Mozarts Leichtigkeit und diese Oberschenkel, das passt doch nicht zusammen“, hieß es. Unbeirrt von derartigen Anfeindungen arbeitet der Künstler weiter: in einer Düsseldorfer Kunstgießerei, wo er mit Schweißgerät und Pinsel eine riesige Bronze-Skulptur als Auftragsarbeit gestaltet, eine neue Aphrodite. Lüpertz spricht von einem Dilemma, wenn es um seine Arbeiten auf dem Kunstmarkt geht. Warum er nicht so teuer bewertet werde wie ein Gerhard Richter liege daran, dass er sich nicht rar genug mache, von der Hand in den Mund lebe. Seine große Familie müsse er ernähren und Bilder auch günstiger verkaufen, wenn er wieder Geld brauche. Ganz zu schweigen von den Kunstkritikerinnen und Kuratorinnen, die ihn nicht möchten, weil sie ihn für einen Macho hielten.

Markus Lüpertz

Markus Lüpertz wird 1941 im nordböhmischen Reichenberg, heute Liberec, in Tschechien, geboren. Seine Eltern fliehen mit ihm 1948 nach Rheydt/Mönchengladbach. Seit er denken kann, will Lüpertz Künstler werden. An der Werkkunstschule Krefeld angenommen, muss Lüpertz für sich selber sorgen, arbeitet im Bergbau unter Tage und bei der Fremdenlegion. Nach nur einem Semester endet der Akademiebesuch in Düsseldorf 1961 als „riesiges Fiasko“: Ein Professor hätte „beinahe gekotzt“, weil Lüpertz Cowboys am Lagerfeuer malte. Seine Ausstellung „Dithyrambische Malerei“ erregt 1964 Aufsehen, sein Werk wird als neoexpressionistisch, ausdrucksstark, jung und wild bezeichnet. Mit 30 Jahren nimmt er als jüngster Kunstprofessor Deutschlands eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe an. 1986 folgt sein persönlicher Triumph: Lüpertz kehrt an die Kunstakademie Düsseldorf als anerkannter Künstler und Professor zurück, wird Rektor. Neben Skulpturen, die er seit den 80er Jahren anfertigt, gehört die Gestaltung von Kirchenfenstern zu seinen jüngeren Arbeiten. Einst den „Neuen Wilden“ zugeordnet, gilt Lüpertz heute als einer der wichtigsten Vertreter des Neoexpressionismus.Im Film kommen einige von Lüpertz‘ langjährigen Weggefährten und Freunden zu Wort – sein Galerist Michael Werner, der deutsche Maler wie Polke und Baselitz in Köln und New York vertritt; der Dichter Durs Grünbein und Otto Schily.

Markus Lüpertz

Fazit

Ich muss zugeben, dass ich von Kunst so viel Ahnung habe, wie ein Äffchen von Kuchen backen. Dennoch bin ich hin und wieder interessiert an solchen Themen, von denen ich eben keine Ahnung habe. Markus Lüpertz ist ja allgemein bekannt in Deutschland, wenn er auch einige Kritiker hat, wie man so liest. Doch seine Skulpturen finde ich interessant, ich habe mich dabei entdeckt, wie ich mir diese sehr lange angeschaut habe und mich gefragt habe, was er sich dabei wohl gedacht hat. In dieser Dokumentation über den Künstler erfährt man ein wenig über sein Leben und er sagt da einige sehr interessante Sätze, die zum Nachdenken anregen. Ich denke man sollte seinen Horizont immer erweitern, das kann man mit dieser Doku sehr gut machen, weil diese Doku echt spannend und sehenswert ist. Viel Spaß beim Gucken.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
Bilder © WDR/Avanti Media