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Die Rezensionen auf nachgebloggt.de sind natürlich nur eine Meinung von mir. Dokumentarfilm im Ersten Das Gewissen der Superreichen Dienstag, 3. Juli 2012 | 22:45 Uhr im Ersten Film von Gisela Baur und Ralph Gladitz
GESAMTWERTUNG
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Warren Buffett und Bill Gates, zwei der reichsten Männer der Welt, starteten im Juni 2010 eine ungewöhnliche Kampagne: Der Investmentguru und der Microsoft-Milliardär sagten zu, die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. “The Giving Pledge” heißt diese philanthropische Initiative, der sich inzwischen rund 70 US-Milliardäre angeschlossen haben. “The Giving Pledge” bringt mittlerweile die unfassbare Summe von rund 200 Milliarden US-Dollar zusammen. Seit der großen Verkündigung ist weltweit eine Diskussion über Fluch und Segen des geschenkten Geldes entbrannt. Denn die Aufforderung trifft auf eine Öffentlichkeit, die dem Kapitalismus zunehmend skeptisch gegenüber steht. Banken gingen pleite oder konnten nur mit Steuergeldern gerettet werden. Länder wie Griechenland, Irland oder Portugal stehen vor dem finanziellen Kollaps. In Italien, Spanien und Griechenland demonstrieren Hunderttausende gegen die Macht der Wirtschaft. In den USA und der übrigen westlichen Welt verschwindet die Mittelklasse. Reicht es da aus, wenn einige Reiche einen Teil ihres Geldes nach ihrem Gusto spenden wollen? Welches ist ihre persönliche Motivation hinter dem Spendenversprechen? Welcher Verantwortung wollen die Milliardäre gerecht werden? Welcher moralische Anspruch steckt dahinter? Der Dokumentarfilm “Das Milliardenversprechen ” zeigt die Innenansicht von “The Giving Pledge” und eröffnet damit zugleich einen einzigartigen Zugang in die Welt reicher Philanthropen. Entlang der spektakulären US-Initiative entfacht sich eine Auseinandersetzung über Chancen und Grenzen der Philanthropie in einem kapitalistischen System und die Verantwortung der Reichen in unserer Gesellschaft.
Diese Dokumentation bekommt von mir dieses Mal eine schlechtere Bewertung. Im Prinzip ist die Doku selbst gutgemacht und spannend anzusehen, ich finde aber diese superreichen, die da ihr halbes Vermögen geben scheinheilig. Wenn ich 10 Milliarden habe und 5 Milliarden abgebe, dann hat, das nichts damit zu tun, dass ich ein toller Mensch bin, wenn so ein superreicher für sich selbst nur noch das Nötigste über lassen würde, dann hätte ich Respekt, aber so ist das auch nur eine Methode für superreiche um sich aufzuspielen. Entweder ich bin reich und sage „Ich hab mir alles verdient, ich behalte alles“ oder man ist so und sagt „Ich spende alles“ aber dieses die Hälfte von unendlich abgeben und ich bin der tolle Hecht? Nein sorry, da hab ich keine Worte für. Die Doku ist wie gesagt gut gemacht, deren Inhalt aber regt mich auf. Trotzdem ein Grund sich diese anzusehen, mich würde Deine Meinung interessieren.
© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
Bilder © SWR/DOKfilm

